Gründung   23.12.2019

Als Softwareentwickler selbstständig machen

Du willst dich als Softwareentwickler selbstständig machen. Dafür gibt es mehrere mögliche Gründe:

  • Du brennst dafür, endlich deine eigenen Softwareideen umzusetzen und sie zu vermarkten?
  • Du willst Kunden intensiv beraten und für Unternehmen jeweils eine maßgeschneiderte Software-Lösung entwickeln?
  • Die starren Hierarchien und endlosen Entscheidungswege bei deinen bisherigen Arbeitgebern stören dich. Es ist schwer, Deadlines einzuhalten, wenn die Kapazitäten nicht richtig zugeteilt werden und das Marketing Versprechungen macht, die die Entwicklungsabteilung gar nicht halten kann. Da willst du raus.

Ist es einer dieser Gründe oder treffen mehrere zugleich auf dich zu?

  1. Welche fachlichen Qualifikationen benötigt ein Softwareentwickler?
  2. Wie gelingt der Einstieg als Softwareentwickler?
  3. Wie sieht der Businessplan aus?
  4. Bringst Du alle wichtigen Fähigkeiten mit?
  5. Wie als Softwareentwickler selbstständig machen?
  6. Wie planst Du Deine Weiterbildungsstrategie?
Als Softwareentwickler selbstständig machen

Dein Traum ist es, dich als Softwareentwickler selbstständig zu machen? Da gehört mehr dazu, als Programmieren zu können. (Bild © pexels.com)

Welche fachlichen Qualifikationen benötigt ein Softwareentwickler?

Um sich als Softwareentwickler selbstständig zu machen, ist eine ausreichende Qualifikation als Programmierer erforderlich. Zwar erwerben sehr viele Entwickler ihre Fachkenntnisse als Autodidakt. Dennoch bildet das klassische Hochschulstudium eine solide Basis für die Selbstständigkeit als Softwareentwickler. Denn ein abgeschlossenes Studium vermittelt zukünftigen Kunden, dass sie Vertrauen in die Zuverlässigkeit deiner Arbeit haben können.

So viele Sprachen wie möglich

Wer als freiberuflicher Softwareentwickler arbeiten möchte, sollte über mehrere Programmiersprachen verfügen, um möglichst die gesamte Bandbreite an technischen Anforderungen abdecken zu können, die an die Realisierung komplexer Projekte gestellt sind. Klassische Programmiersprachen wie PHP, Java und C++ können nur das Grundgerüst bilden, das um zahlreiche weitere Programmiersprachen zu erweitern ist, bevor ein Start in die Selbstständigkeit angedacht werden kann. Neben der grundlegenden fachlichen Qualifikation müssen insbesondere Softwareentwickler, die als Freiberufler arbeiten, stets neue Entwicklungen aufmerksam verfolgen. So müssen sie fortwährend mit der Entwicklung der IT Technik mitgehen, um ihre Kunden auf dem jeweils aktuellen technischen Höchstniveau bedienen zu können. 

Wie gelingt der Einstieg als Softwareentwickler?

Softwareentwickler, die als Freiberufler arbeiten, verfügen in der Regel über umfangreiche Berufserfahrung als Angestellte in einem IT Unternehmen. Die dort gesammelten Erfahrungen bilden eine grundlegende Voraussetzung für Softwareentwickler als Freiberufler. Denn neben der Programmierung müssen sie als Selbstständige auch über Fachkenntnisse in der Projektbetreuung und im Projektmanagement verfügen, um Kunden erfolgreich bedienen zu können. Zudem ist vor der Selbstständigkeit als Programmierer ein Businessplan zu erstellen, um eine Struktur für das Vorhaben zu erstellen. 

Softwareentwickler und Freiberufler – Wie sieht der Businessplan aus?

Der Businessplan ordnet die Vorstellungen über die Selbstständigkeit, indem er Zielvorstellungen den vorhandenen Kapazitäten gegenüber stellt. Die zentralen Kriterien im Businessplan für die Selbstständigkeit als Softwareentwickler lauten wie folgt:

  • Geschäftsidee
    Im ersten Schritt legt der Businessplan die Geschäftsidee dar, indem sowohl kurzfristige als auch langfristige Ziele formuliert werden. 
  • Angebot
    In der Geschäftsidee steckt bereits das Angebot, mit dem Kunden gewonnen werden sollen. Daher gilt es, das Leistungsangebot genau zu beschreiben. Zugleich sollten ein oder mehrere Alleinstellungsmerkmale herausgearbeitet werden, die das Unternehmen von seinen Mitbewerbern abgrenzen. 
  • Zielgruppe
    Nach der Erfassung des Angebotes gilt es darzulegen, welcher Kundenkreis erreicht werden soll. Die Zielgruppe entscheidet darüber, wie das Angebot aufbereitet und wie das Marketing gestaltet werden soll. 
  • Marktanalyse
    Die Marktanalyse stellt ein sehr wichtiges Kriterium im Businessplan. Hierfür werden Mitbewerber untersucht, um festzustellen, wieviele von ihnen im Einzugsgebiet des eigenen Unternehmens vorhanden sind, welche Größe sie haben, welchen Kundenkreis sie ansprechen und welches Angebot sie haben.
  • Unternehmensgestaltung
  • Sind die grundlegenden Kriterien des Businessplans geklärt, kann die Ausgestaltung des Unternehmens beginnen. Dazu gehört beispielsweise die Bezeichnung der Firma sowie die Unternehmensform. Softwareentwickler, die als Freiberufler arbeiten, geben als Firmenbezeichnung ihren vollständigen Namen an. Darüber hinaus können sie einen zusätzlichen Phantasienamen wählen. Als Freiberufler besteht keine Bilanz- oder Registerpflicht, sodass die Selbstständigkeit formlos aufgenommen werden kann. 
  • Finanzplan
    Für den Start in die Selbstständigkeit sind neben den finanziellen Mitteln zur Beschaffung von Hard- und Software und weiteren Anschaffungen in der Regel auch die Lebenshaltungskosten für die ersten Monate aufzubringen. Im Businessplan ermitteln freiberufliche Softwareentwickler, wie hoch ihr Kapitalbedarf ist und über wieviel Kapital sie verfügen. Ist der Bedarf höher als die verfügbaren Mittel, muss eine Kapitalbeschaffung, beispielsweise über einen Kredit erwogen werden. 
  • Unternehmensorganisation
    Im letzten Punkt führt der Businessplan aus, wie du als Softwareentwickler dein Unternehmen praktisch gestaltest. Dazu gehört ein Plan für die Kundengewinnung ebenso wie die Festlegung von Arbeitszeiten oder die Organisation der Buchhaltung.

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Bringst Du alle wichtigen Fähigkeiten mit?

Bevor du den Schritt in die Selbstständigkeit wagst, solltest du dir überlegen, warum du das willst. Dann betrachte genau, ob du alle nötigen Fähigkeiten mitbringst. Neben den Programmierkenntnissen, Fachwissen und Berufserfahrung musst du dich – wie jeder andere Selbstständige auch – zum Beispiel gut selbst organisieren können. Wer als Dienstleister an den Start gehen will, braucht außerdem ein Händchen für den Umgang mit Kunden. Nur wer die Bedürfnisse und Wünsche erfasst, kann  dafür die passenden Lösungen generieren oder gute Alternativen vorschlagen.

Hast du eine Akquisestrategie für dein Portfolio? Für die Programmiersprachen, mit denen du arbeitest, kennst du sicher den Markt. Werden Freelancer engagiert oder arbeiten überwiegend Festangestellte in den Unternehmen? Sind deine Zielgruppe eher kleinere Unternehmen oder Konzerne, in denen du als externer Dienstleister wieder nur ein kleines Rädchen in der Maschine sein wirst?

Wie als Softwareentwickler selbstständig machen?

Unter denen, die als Softwareentwickler selbstständig arbeiten, gibt es sowohl Freiberufler als auch Gewerbetreibende. Ob du einen Gewerbeschein brauchst, hängt davon ab, für wen du was arbeitest. Wer einfach nur nach Kundenvorgaben Lösungen programmiert ist eher Gewerbetreibender, je individueller, beratender und unabhängiger dein Modell ist, umso wahrscheinlicher ist es, dass du als Freiberufler gelten kannst. Kläre das unbedingt für deinen Einzelfall, bevor du loslegst!

Viele Softwareentwickler arbeiten inhouse beim Kunden oder programmieren von ihrem eigenen Büro aus die Lösungen, die sie dann dem Kunden präsentieren. Wer inhouse arbeitet, muss sich auf Zeiten mit doppelter Haushaltsführung oder Monate in Hotels einstellen. Selbstständigkeit kann aber auch deine große Chance sein, als digitaler Nomade von egal wo zu arbeiten. Was liegt dir?

Wie planst Du Deine Weiterbildungsstrategie?

Nicht zu vernachlässigen ist, wie schnell sich Hard- und Software weiterentwickeln. Dein Wissen muss auf dem aktuellen Stand bleiben, deine Programmierkenntnisse auch. Das bedeutet, in deinem Plan für die Selbstständigkeit musst du von Anfang an auch Weiterbildung einbeziehen. Wer von Projekt zu Projekt springt und teils Jahre nur auf wenige Kunden fokussiert ist, verliert das leicht aus den Augen. Weiterbildungsphasen solltest du – wie auch deinen Urlaub – fest in deine Jahresplanung mit einbeziehen.

Kannst du das, was dich motiviert, an die Selbstständigkeit zu denken, auch umsetzen? Vor den Deadlines und den lästigen Entscheidungswegen in großen Firmen sind nämlich auch Selbstständige nicht sicher – schließlich soll am Ende der Kunde zufrieden sein.

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