Organisation   31.3.2020

9 Tipps für die Arbeit im Homeoffice

Du sitzt gerade im Homeoffice? Für viele Freiberufler und Mitarbeiter von Tech- und Start-Up-Unternehmen ist das der Alltag. Für die meisten Büromenschen jedoch war eine Arbeit im Homeoffice bislang mehr Wunsch als Wirklichkeit.

Vielleicht hast auch du dir schon einmal vorgestellt, wie schön es doch wäre, von Zuhause aus arbeiten zu können. Schließlich spart man jede Menge Zeit und Geld, weil der Weg ins Büro wegfällt. Man kann dort ohne ständige Unterbrechungen und so ganz nach seinem eigenen Rhythmus ganz in Ruhe arbeiten. Wie verlockend!

Plötzlich sitzen wir (fast) alle im Homeoffice. Vielleicht fühlst du dich dort gerade ziemlich allein und die Decke droht dir auf den Kopf zu fallen. Oder gehörst du zu denen, bei denen alles andere als Ruhe in den vier Wänden herrscht? Weil deine bessere Hälfte ebenfalls im Homeoffice arbeitet, während deine Kinder nach Unterhaltung rufen oder erste Erfahrungen mit Homeschooling sammeln. Weil du zusätzlich zu deiner Arbeit noch als Hauslehrer, Streitschlichter und Entertainer gefordert bist.

Für alle, die das Homeoffice vor bislang unbekannte Herausforderungen stellt, haben wir 9 Praxistipps zusammengestellt.

arbeit im homeoffice

Setze Dir einen festen Rhythmus, reduziere Störfaktoren und signalisiere Deinen Familienmitgliedern, dass Du arbeitest. In diesem Beitrag verraten wir Dir noch mehr Tipps für die Arbeit im Homeoffice. (Bild © AdobeStock)

1) Richte dir deinen Arbeitsplatz ein

Klar, man kann mit seinem Laptop auf dem Sofa, vor dem Fernseher und im Bett arbeiten. Allerdings wissen wir von Psychologen, dass das für unser Seelenleben und für unsere Konzentration nicht förderlich ist. Irgendwann wird aus Arbeit und Privatleben ein undefinierbarer, frustrierender „Einheitsbrei“.

Besser ist es daher, die Orte, die der Entspannung dienen, vom Arbeitsort räumlich zu trennen. Es muss nicht unbedingt ein eigener Raum sein, aber ein Platz, der dir und deiner Familie signalisiert: „Hier arbeite ich.“

Halte deinen Arbeitsplatz aufgeräumt und übersichtlich. Alles, was dich ablenkt, hat dort nichts zu suchen. Mehr als deinen Rechner, dein Telefon und die notwendigen Unterlagen brauchst du in der Regel nicht.

Wenn es dir noch an technischer Ausstattung fehlt, um effektiver arbeiten zu können, z.B. ein Headset, eine Laptop-Kamera oder ein Drucker, so suche gemeinsam mit deinen Vorgesetzten nach einer geeigneten Lösung.

2) Setze dir und anderen sichtbare Signale

Raus aus dem Bett, im Schlafanzug den ersten Kaffee trinken und dann ran an die Arbeit. So hast du dir Homeoffice vielleicht immer vorgestellt.

Doch für deine innere Haltung setzt du dir so das falsche Signal. Es ist sinnvoll, sich auch äußerlich auf die Arbeit einzustimmen – genau wie du es an einem normalen Bürotag auch tun würdest. Also erst ab ins Bad, sich angemessen anziehen, frühstücken und dann an die Arbeit gehen.

Anhand deiner äußerlichen Signale erkennt auch deine Familie, dass du dich jetzt im „Arbeitsmodus“ befindest. Du setzt so also ein klares Zeichen und sorgst für eine konzentrierte Arbeitsatmosphäre. Wer die Möglichkeit hat, die Tür zum Büro zuzumachen, ist fein raus. Alle anderen können zusätzlich durch optische Signale, z.B. Kopfhörer oder Stopp-Schilder, den anderen ein Zeichen setzen und so Störungen reduzieren.

3) Gib deinem Tag einen festen Rhythmus

Erstelle einen verbindlichen Zeitplan mit deinen Arbeits- und Pausenzeiten. Innerhalb kannst du dann deine Termine für Telefonkonferenzen und Telefonate einplanen. Denke aber auch daran, dir Zeitblöcke für störungsfreies Arbeiten zu reservieren.

Gerade wenn du Familie hast, ist es wichtig, dass ihr dem Tag Strukturen gebt, an denen sich alle orientieren können. Lege also gemeinsam mit deiner Familie fest, wann jedes Familienmitglied seine festen Arbeitszeiten hat. Wenn Kinder zu betreuen sind, wirst du das im Wechsel mit deiner Partnerin/deinem Partner gestalten. Lege Beginn und Ende der Arbeitszeiten für alle Familienmitglieder fest, so dass jeder sich darauf einstellen kann. Informiere auch deinen Chef und deine Kollegen von deiner Regelung. Das schafft Planbarkeit für alle Seiten.

Denkt in der Familie auch daran, gemeinsame Freizeitaktivitäten, Essenszeiten und Pausen einzuplanen.

4) Plane deine Tages- und Wochenergebnisse

Für dich und für deine Firma ist jetzt Transparenz und Vertrauen gefragt. Schließlich ist die Situation für alle neu, für dich genauso wie für deine Vorgesetzten. Auch dein Chef braucht Klarheit, wo das Team gerade steht. Jetzt ist die Zeit, in der die Abstimmung über Ergebnisse und Aufgaben erfolgt.

Erstelle eine To-do-Liste für den Tag bzw. für die Woche. Unterteile deine Aufgaben nach Prioritäten und arbeite die Aufgaben nach diesen Prioritäten ab.

So arbeitest du immer an den wichtigen Aufgaben und kannst gleichzeitig dokumentieren, an was du gearbeitet hast. Das wiederum hilft deinen Vorgesetzten, die Kapazitäten des Teams zu planen.

5) Halte regelmäßig Kontakt mit deinem Team

Telefonat, E-Mails oder Videokonferenzen. In jedem Unternehmen werden jetzt andere Kommunikationswege genutzt. Zum Glück stehen uns vielfältige Möglichkeiten zur Verfügung.

Wichtig ist, dass wir jetzt im Team Regeln festlegen, die der Kommunikation dienen. Also, wie schnell soll geantwortet werden? Wann sind die einzelnen Teammitglieder erreichbar?

Wenn du technische Schwierigkeiten hast, zögere nicht, nach Unterstützung zu fragen. Es ist ganz normal, dass es hier zu Fragen kommen kann.

6) Mach‘ mal Pause und geh‘ mal an die frische Luft

Plane unbedingt auch Pausen ein. Nutze die Gelegenheit und gehe in der Mittagszeit eine Stunde an die frische Luft. Das ist wichtig, um den Kopf wieder frei zu bekommen. Auch die Fans von „Powernapping“, also einem kurzen „Mittagsnickerchen“, kommen jetzt auf ihre Kosten. Setze dir auch ein Zeitlimit für deinen Feierabend.

7) Nutze die Zeit für deine persönliche Weiterentwicklung!

Wenn du zu denen gehörst, die jetzt etwas mehr Luft abseits des hektischen Tagesgeschäfts haben, nutze diese Zeit, um dich persönlich weiterzubilden. Hole dir neue Ideen und neues Wissen. Vielleicht durch ein Fachbuch oder einen Onlinekurs. Informiere dich jetzt über , die zu deinen Zielen und Plänen passen und nehme Kontakt zu auf.

8) Kümmere dich um Dinge, die sonst liegenbleiben

Eine ruhige Arbeitsphase ist die ideale Zeit, um sich auf Projekte und Aufgaben vorzubereiten, die ansonsten gerne zu kurz kommen. Dazu gehören besonders konzeptionelle und strategische Aufgaben, die zwar wichtig sind, aber gerne verschoben werden, weil sie uns nicht so dringend erscheinen. Aufgaben, für die man Zeit und Konzentration braucht und die später allen wieder zugutekommen. Diese Ruhe kannst du im Homeoffice finden, wenn dein Work-Flow durch nichts unterbrochen wird.

9) Bleibe geduldig mit dir selbst und mit deinen Mitmenschen

Diese Situation ist für alle neu. Wenn du technische Probleme hast, kannst du dir sicher sein, dass sie andere auch haben. Wenn du es nicht schaffst, alles unter einen Hut zu bringen, denke daran, dass es anderen Eltern genauso geht. Auch wenn dir die Decke auf den Kopf fällt, andere haben mit ähnlichen Schwierigkeiten zu kämpfen.

Sei also geduldig mit deinen Kollegen und unterstelle jedem nur Gutes. Niemand macht absichtlich Fehler. Niemand stellt sich absichtlich „dumm“ an. Jeder versucht, die neuen Herausforderungen des Alltags so gut wie möglich zu lösen.

Und schlussendlich: Sei geduldig mit dir selbst. Es ist ganz normal, wenn jetzt nicht alles wie am Schnürchen läuft. Mach das Beste daraus! Denn eines ist auch sicher: Wir lernen gerade jede Menge dazu, was noch von großem Nutzen sein kann.

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