17. Okt 2021 | Allgemein

Attraktivität für Mitarbeiter – So können Unternehmen sie erzeugen

Dass Mitarbeiter mit dem Ziel des beruflichen Erfolges für ihre Arbeitgeber möglichst viel leisten und sich von der besten Seite präsentieren sollten, ist allgemein bekannt. Andersherum ist es heutzutage für ein Unternehmen von großer Bedeutung, für Angestellte ebenso attraktiv zu sein. Dies gilt besonders dann, wenn das Unternehmen kompetentes und fähiges Personal akquirieren möchte. Attraktivität lässt sich aber längst nicht mehr rein über die Höhe des Gehalts definieren. Wir geben Dir einen Überblick, was für die Attraktivität Deines Unternehmens heute wichtig sein dürfte.

Entspanntes Arbeitsklima alleine macht ein Unternehmen heute nicht attraktiv – Was also kannst Du tun, um mehr Arbeitnehmer für Dich zu gewinnen? Quelle: Adobe Stock, Urheber: Jacob Lun

Warum ist die Attraktivität einer Firma für Mitarbeiter heutzutage wichtig?

Nicht nur für potenzielle neue Mitarbeiter, sondern auch für bereits Angestellte solltest Du mit Deinem Unternehmen heute stets so attraktiv wie möglich sein. Früher bedeutete „Attraktivität“ seitens der Arbeitgeber für viele Arbeitssuchende vor allem einen hohen Lohn. Das hängt damit zusammen, dass der Wohlstand in Deutschland nicht immer auf dem Niveau war, wie heute. Geld war wichtig, um überhaupt ein sorgenfreies Leben führen zu können und keine Existenzängste haben zu müssen.

Studien zeigen, dass der Wohlstand in Deutschland seit Jahren steigt. Ganze 85 Prozent aller Bundesbürger gaben im Rahmen einer Studie des Marktforschungsunternehmens Ipsos an, dass der Wohlstand im europäischen Vergleich hoch sei. Außerdem beurteilten 86 Prozent die wirtschaftliche Lage als positiv. Das hat seine Gründe. Die Armut etwa ist in Deutschland tendenziell rückläufig, was auch damit zusammenhängt, dass es immer weniger Menschen in Deutschland gibt, die keine Arbeit haben.

Doch der Wohlstand definiert sich hierzulande nicht allein über ökonomische Aspekte. Auch die eigene Gesundheit, Freizeitmöglichkeiten und ökologische Kriterien spielen mit hinein. In all diesen Punkten schneidet Deutschland inzwischen gut ab. Was ist es also, das Arbeitnehmer bei einem Job aktuell suchen?

Junge Arbeitnehmer schätzen auch freundschaftliche Verhältnisse zu älteren Angestellten. Quelle:Adobe Stock, Urheber: insta_photos

Die umfangreiche „McDonald´s Ausbildungsstudie“ zeigte bereits im Jahr 2013 mit Bezug auf die IfD-Umfrage 9688 aus dem Allensbacher Archiv, dass nur 25 Prozent der 15- bis 24-Jährige heute ein hohes Einkommen erwarten. Etliche andere Punkte hielten sie an einem zukünftigen Beruf für wichtiger:

  • 71 Prozent etwa erwarteten eine Arbeit, die ihnen Spaß macht.
  • 64 Prozent war ein sicherer Arbeitsplatz wichtig.
  • 47 Prozent hofften auf nette Arbeitskollegen.
  • 43 Prozent wollten einen Beruf ausüben, der Erfolg verspricht und Zukunft hat.
  • 41 Prozent fanden es wünschenswert, dass die eigene Leistung anerkannt wird.
  • 35 Prozent sahen sich in einem Beruf, der sich gut mit dem Privatleben und der Familie vereinbaren lässt.
  • 32 Prozent hofften auf eine abwechslungsreiche Tätigkeit.
  • 32 Prozent wünschten sich außerdem, dass sie sich im Beruf weiterentwickeln können.
  • 30 Prozent war wichtig, dass sie bei ihrer Arbeit viel Kontakt mit anderen Menschen haben.

All diese und weitere Aspekte sind Arbeitnehmern heute offensichtlich wichtiger als allein ein hohes Einkommen. Durch die zunehmende Aufmerksamkeit auf den Klimawandel und seine Folgen in den vergangenen Jahren, ist außerdem der Nachhaltigkeitsaspekt stark in den Vordergrund gerückt. 

Eine erst 2020 veröffentlichte Studie der Königsteiner Gruppe unter 3000 Mitarbeitern und Führungskräften in deutschen Unternehmen zeigte beispielsweise, dass Arbeitnehmer „grüne Unternehmen“ deutlich bevorzugten. Für über 60 Prozent der Befragten war das Versprechen eines Unternehmens, das Thema Umweltbewusstsein im Arbeitsalltag zu fördern, ein starker Anreiz, sich bei solchen Unternehmen zu bewerben.

Wenn Du mit Deinem Unternehmen also attraktiv wirken möchtest, solltest Du genannte Punkte unbedingt beachten und hierbei stets aktuell informiert bleiben. Denn die Anforderungen an Arbeitgeber können sich innerhalb weniger Jahre ändern oder zumindest leicht verschieben. Sobald sich die Werte einer Gesellschaft verändern, wandeln sich gleichzeitig die Bedürfnisse.

Das Bild nach außen

Jedes Unternehmen hat ein Image – also das Bild davon, wie Dein Unternehmen in der Öffentlichkeit größtenteils wahrgenommen wird. Natürlich ist das Image nicht universell, denn jeder schaut mit anderem Hintergrund und Werten auf eine Firma. Dennoch gründet das Image auf Entscheidungen und Handlungen eines Unternehmens und verbreitet sich, einem bestimmten Narrativ nach, meist zu großen Teilen in der Bevölkerung.

Das gute und das schlechte Image

Denkst Du etwa an Nestlé, kommen Dir vermutlich etliche Skandale in den Kopf. Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern hat ein eher schlechtes Image. Der Milchpulvervetrieb in den Siebzigern in Entwicklungsländern und haufenweise Plastikmüll kamen nicht besonders gut an. 

Das Image eines Unternehmens wird auch durch jeden öffentlichen Auftritt verändert. Quelle: Adobe Stock, Urheber: ASDF 

Der deutsche Bierbrauer Krombacher hingegen punktet unter den Deutschen. Die Regenwald-Aktion scheint im Kopf geblieben zu sein und die Konsumenten zu überzeugen; obwohl sie immer wieder kritisiert wird und dabei als typisches Greenwashing bezeichnet wird.

In Zeiten sozialer Medien, Shitstorms und des Internets, das „nicht vergisst“ kann ein angekratzter Ruf oder ein einziger Skandal für ein Unternehmen heute das Aus bedeuten. Wenn Du es schaffst, mit Deinem Unternehmen stets ein positives Bild nach außen zu transportieren, kannst Du Deine Attraktivität hingegen mitunter massiv steigern.

Was ein gutes Image bringt

Das positive Image wirkt sich darüber hinaus auf die Mitarbeitergewinnung aus. Denn viele junge Menschen möchten heute für eine Firma arbeiten, die „einen guten Ruf“ hat. Das liegt nicht nur daran, dass sie selbst vielleicht bestimmte Ideale und Werte haben, die sie vom Unternehmen repräsentiert sehen möchten.

Es liegt zudem daran, dass sie genauso informiert sind und wissen, dass ein negatives Image für Naserümpfen oder schiefe Blicke sorgen kann. Viele möchten sich vor der Familie oder den Freunden nicht für den Job rechtfertigen müssen. 

Ein gutes Image wirkt sich zudem außerhalb der Mitarbeitergewinnung positiv aus. Potenzielle Kunden kaufen selbstverständlich lieber Produkte oder Dienstleistungen von Unternehmen mit gutem Image. Den wenigsten ist es heutzutage egal, wenn ein Unternehmen viel Plastikmüll verursacht, Dinge unter unmenschlichen Bedingungen in Entwicklungsländern produzieren lässt oder Tierleid verursacht. 

Da Kooperationspartner und Geldgeber genau diesen Umstand ebenfalls kennen, wirst Du auch mit ihnen bessere Kontakte aufbauen, wenn Dein Unternehmen ein positives Image hat. Das Ganze lohnt sich daher in mehrfacher Hinsicht. 

Positiver Eindruck im Vorstellungsgespräch

Vorstellungsgespräche – Eigentlich eine Stresssituation für viele Bewerber, die versuchen, einen möglichst positiven Eindruck zu hinterlassen. Doch in vielen Branchen dreht sich diese Dynamik langsam um.

Aufgrund des Fachkräftemangels haben gut ausgebildete Arbeitnehmer heute die große Auswahl. Suchst Du mit Deinem Unternehmen dringend nach den richtigen Leuten, musst wiederum Du attraktiv erscheinen. 

Die dreißig oder vielleicht sechzig Minuten, die Dir während eines Vorstellungsgesprächs bleiben, musst Du nutzen, um rundum einen guten Eindruck Deines Unternehmens zu erzeugen und den Bewerbern nachhaltig im Gedächtnis zu bleiben.

Positiv im Gedächtnis bleiben

  • Versuche von Anfang an eine sympathische und ruhige Atmosphäre im Vorstellungsgespräch zu schaffen. Behandle sie nie von oben herab.
  • Bewerber sollten im Vorstellungsgespräch den Eindruck bekommen, dass Du mit Deinem Unternehmen wirklich interessiert an ihnen bist. Mangelnde Wertschätzung und Desinteresse sind in vielen Fällen der Grund, warum sich gegen ein Jobangebot entschieden wird.
  • Sei schon im Vorstellungsgespräch so transparent und offen wie möglich. Kommuniziere klar, was auf Bewerber zukommen wird, welche Arbeitsbedingungen herrschen und mit wie viel Einkommen sie rechnen können.
  • Mach keine falschen Versprechungen und erzähle nichts, was Du nicht einhalten kannst. Betone hingegen bestimmte Benefits und Möglichkeiten, die Angestellte haben. So wirkt es beispielsweise attraktiv auf viele Bewerber, wenn Du erwähnst, dass das Unternehmen neben den regulären Urlaubstagen offen gegenüber Bildungsurlaub ist. Viele Firmen verzichten auf solche Hinweise – was Du zu Deinem Vorteil nutzen kannst.
  • Stelle interessante und kreative Fragen. Die meisten Bewerber haben etliche Fragen schon mehrfach gehört. Dazu gehören etwa: „Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?“; Was sind Ihre Schwächen?“; Wie sind Sie auf uns aufmerksam geworden?“. Versuche stattdessen, spannendere Dinge zu erfahren und damit ein erfrischendes Gespräch aufzubauen.

Weitere wichtige Punkte

  • Viele Bewerber wünschen sich insgeheim, bereits beim ersten Kennenlernen einen Blick hinter die Kulissen werfen zu können. Warum schlägst Du nach dem netten Gespräch nicht einfach von Dir aus vor, eine kleine Führung zu den wichtigsten Abteilungen zu machen?
  • Nach dem Bewerbungsgespräch hoffen die meisten Bewerber auf baldiges Feedback. Es macht einen guten Eindruck, wenn Dein Unternehmen diesem Wunsch nachkommt. Versuche diverse Bewerbungen zügig zu vergleichen und dann, in angemessener und wertschätzender Weise, Zu- oder Absagen zu verteilen. Merkst Du oder merken die Personaler direkt im Gespräch, dass ein Bewerber optimal zur Stelle passen würde, empfiehlt es sich, direkt eine Anstellung anzubieten.
  • Um mehr passende und qualifizierte Arbeitnehmer zu finden, ist aktives Recruiting für viele Unternehmen heute eine normale Vorgehensweise. Versuche dabei Online-Bewerbungen zu ermöglichen, die so simpel wie möglich funktionieren. Damit nimmst du Bewerbern kleine Hürden, die den Bewerbungsprozess im ungünstigsten Fall be- oder gar verhindern. Einfache Kontaktmöglichkeiten und ein gutes Recruiting spricht sich herum und macht Dich mit Deiner Firma zusätzlich auf dem Markt attraktiv.

Umgang mit Problemen und Risiken der Mitarbeiter

Nur, weil sich viele Bewerber dafür entschieden haben, bei Dir zu arbeiten, kannst Du Dich mit Deinem Unternehmen von nun an natürlich nicht einfach zurücklehnen. Jegliche Versprechungen und Perspektiven, die Du gemacht und aufgezeigt hast, solltest Du selbstverständlich umsetzen und ermöglichen. 

Außerdem gehört als guter Arbeitgeber dazu, dass Du stets ein offenes Ohr für Probleme Deiner Mitarbeiter hast. Du musst zudem verschiedene Risiken, denen sie ausgesetzt sind, ernst nehmen und Dich damit beschäftigen.

Umgang mit Fehlern

Mitarbeiter machen Fehler. Das ist menschlich. Es ist auch menschlich, diese Fehler als Vorgesetzte anzusprechen, damit sie nicht mehr vorkommen. Allerdings ist es wichtig, dass Du angemessen mit den Fehlern umgehst. 

Der wichtigste Tipp lautet hier: Konzentriere Dich auf das Ziel, statt auf den Fehler. Mach dafür klar, was schiefgelaufen ist, versuche dann aber schnell auf die Lösung des Problems zu kommen. Das funktioniert, indem Du dieAngestellten mit in die Fehleranalyse einbindest und ihnen die Chance gibst, von sich aus vorzuschlagen, wie diese Fehler in Zukunft vermieden werden.

Die Arbeitssicherheit

Mitarbeiter sollen sich bei der Arbeit wohl und vor allem sicher fühlen. Sicherheit bedeutet in diesem Fall, der Schutz der Gesundheit und des Lebens aller Angestellten. Zum Schutz der Gesundheit wiederum gehört der Schutz der physischen wie auch der psychischen Gesundheit.

Nimm physische genau wie psychische Sorgen deiner Angestellten ernst, um attraktiv zu bleiben. Quelle: Adobe Stock, Urheber: pressmaster

Es bedarf also auf der einen Seite eines Schutzes vor Unfällen, indem Du etwa notwendige und vorgeschriebene Arbeitsschutzmaßnahmen umsetzt, Schutzkleidung stets auf ihre einwandfreie Funktionalität überprüfst und den Arbeitsplatz absicherst. Auf der anderen Seite tragen etwa ein fairer Umgang miteinander und offene Kommunikation zur psychischen Gesundheit bei.

Alle diese Punkte fallen letztlich unter die Fürsorgepflicht, die auch im BGB §618 Abs. 1 definiert wird. Versuche stets, dieser Pflicht nachzukommen und Deinen Mitarbeitern somit ein gutes Gefühl zu geben.

Krankheit und Arbeitsunfähigkeit

Krankheiten und schlimmstenfalls Arbeitsunfähigkeit sind Themen, die Angestellte genauso wenig mögen, wie Vorgesetzte. Doch sie sind ernst zu nehmen und professionell zu behandeln. Möchtest Du als Arbeitgeber mit Deinem Unternehmen attraktiv wirken, solltest Du Deine Angestellten über alle diesbezüglich relevanten Aspekte informieren und aufklären.

Dazu gehört zunächst, dass Du klar machst, dass die Gesundheit immer vorgeht. Letztlich schaden kranke Arbeitnehmer nicht nur ihrer Gesundheit, auch ihre Leistungsfähigkeit leidet oder es werden andere Mitarbeitende gefährdet.

Darüber hinaus ist es zu empfehlen, Dein Personal unter anderem über die Vorteile zu informieren, die eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit AU-Klausel im Falle von längeren Phasen der Arbeitsunfähigkeit bietet. Denn selbst Du als entgegenkommender Arbeitgeber kannst nur einige Wochen lang für fehlende Mitarbeitende zahlen. 

Wird aus einer Erkrankung aber eine Arbeits- oder schließlich eine Berufsunfähigkeit, ist es wichtig, eine entsprechende Vorsorge getroffen zu haben. Kläre Deine Angestellten über alle wesentlichen Aspekte auf und betone, dass Dir ihre Gesundheit am Herzen liegt. Jeder im Unternehmen wird das zu schätzen wissen. 

Gesundheitsförderung

Viele moderne Unternehmen fördern aktiv die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden. Auch die betriebliche Gesundheitsförderung kommt dabei Angestellten genauso wie Vorgesetzten zugute. Denn sie steigert das Wohlbefinden und die Gesundheit und erhöht meist die Leistungsfähigkeit.

Gesundes Kantinenessen als Teil der betrieblichen Gesundheitsförderung. Quelle: Adobe Stock, Urheber: Robert Poorten 

Konkrete Maßnahmen, die Du zur Steigerung der Gesundheit am Arbeitsplatz ergreifen kannst, listet etwa das Bundesministerium für Gesundheit auf. Genannt werden hier unter anderem die gesundheitsfördernde Arbeitsplatzgestaltung (Stehschreibtische, Ergonomische Möbel, usw.), aber auch gesunde Kantinenkost und flexible Arbeitszeiten.

Regelung interner Konflikte

Interne Konflikte gibt es in den meisten Unternehmen immer wieder. Das können etwa Uneinigkeiten sein, was bestimmte Herangehensweisen an die Arbeit betrifft, die zwischen Vorgesetzten und Angestellten oder zwischen Kollegen bestehen. Es können aber genauso innere Konflikte sein, die zum Beispiel eine Mitarbeiterin umtreiben. Ein Beispiel hierfür wäre etwa die berufliche Entwicklung, die sich schwer mit der Familie vereinbaren lässt.

Alle diese internen Konflikte können dafür sorgen, dass sich Mitarbeitende am Arbeitsplatz unwohl fühlen. Genau dazu sollte es erst gar nicht kommen. Um das zu vermeiden, ist es wichtig, jegliche Anmerkungen, Äußerungen und Wünsche aller Angestellten ernst zu nehmen. 

Du als Vorgesetzter solltest außerdem auf Stimmungen, Änderungen dieser Stimmungen und das allgemeine Betriebsklima achten. Nur so kannst Du dafür sorgen, dass interne Konflikte so schnell wie möglich angesprochen und passende Lösungen für alle gefunden werden.

Das Betriebsklima

Wo wir schon das Betriebsklima erwähnt haben, schauen wir uns diesen Punkt doch noch etwas genauer an. Wie kannst Du mit Deinem Unternehmen eigentlich dafür sorgen, dass für die Mitarbeitenden stets ein angenehmes Betriebsklima herrscht?

Tischtennisplatte im Pausenraum trägt zu einem entspannten Betriebsklima bei. Quelle: Adobe Stock, Urheber: Seventyfour

Es gibt hier ganz verschiedene Möglichkeiten:

  • Schaffe stets eine lockere Atmosphäre am Arbeitsplatz, in der jeder immer das Gefühl hat, alles offen ansprechen zu dürfen.
  • Frage Deine Mitarbeiter immer wieder nach ihrer Meinung zu diversen Themen rund um die Arbeit und den Arbeitsplatz.
  • Nimm Kritik ernst.
  • Gib Deinen Mitarbeitern regelmäßig konstruktives Feedback.
  • Unterstütze Dein Personal bei neuen und offensichtlich schwierigen Aufgaben.
  • Zolle nach getaner Arbeit oder nach einem Einbringen in Meetings und Aufgaben Respekt und zeige Wertschätzung.
  • Mache Dich stark gegen jegliche Formen der Diskriminierung, des Mobbings oder sonstigen sozialen Angriffen gegen andere am Arbeitsplatz und außerhalb davon.
  • Stelle Regeln für bestimmte unklare Situationen auf.
  • Plane und organisiere Betriebsausflüge, auf denen sich die Angestellten auch privat näher kennenlernen können und auf denen der Teamgeist gefördert wird.
  • Sorge für Entspannungs- oder Ausgleichsmöglichkeiten zur Arbeit im Büro. Eine Tischtennisplatte oder ein Kicker im Pausenraum können schon Wunder bewirken.

Langfristige Bindung und Aufstiegsmöglichkeiten

Letztlich trägt eine langfristige Bindung in Kombination mit Aufstiegsmöglichkeiten ebenfalls zur Attraktivität deines Unternehmens bei. Hier kommt es zu einer Win-Win-Situation. Du profitierst davon, Dich darauf verlassen zu können, dass gute Angestellte lange bei Dir bleiben. Sie wieder profitieren von Aufstiegsmöglichkeiten sowie mitunter damit einhergehenden Weiterbildungen und Gehaltserhöhungen.

Aufstiegsmöglichkeiten wirken auf die meisten Bewerber:innen attraktiv. Quelle: Adobe Stock, Urheber: BullRun

Wichtig ist auch hier eine transparente und völlig offene Kommunikation. Du kannst ganz ehrlich sagen, dass Du es begrüßen würdest, einen Mitarbeiter noch viele Jahre mit an Bord zu haben. Betone, wie sehr Du ihre oder seine Leistung zu schätzen weißt und wie wichtig die Arbeit fürs gesamte Unternehmen ist. Solche Worte schmeicheln und zollen dem Gegenüber Respekt. Derlei Gespräche bleiben im Kopf. 

Gleichzeitig eröffnest Du als Angebot für die Treue erwähnte Möglichkeiten, die Du in Zukunft bieten möchtest. Der Großteil der Angestellten wird sich – zumindest innerlich – nach solch einem Gespräch auf den imaginären Deal einlassen und sich geistig für die Bindung ans Unternehmen verpflichten. 

Hältst Du Dich schließlich an die Versprechungen, gehen beide zufrieden aus dem Arbeitsverhältnis hervor. Genau diese Zufriedenheit im Unternehmen spricht sich herum. Dadurch wirst Du langfristig das angesprochene Image Deines Unternehmens stärken und für künftige Bewerber attraktiv bleiben.