Organisation   01.8.2019

Auftragsflaute – Was ist zu tun bei unfreiwilliger Arbeitspause?

Einzelkämpfer kennen es ebenso gut wie andere Unternehmen auch: Es gibt hin und wieder mal eine Auftragsflaute – Phasen, in denen weniger zu tun ist als deine Kapazitäten erlauben. Das kann verständlicherweise Sorgen machen und Existenzängste wecken. Das kann aber auch eine Zeit sein, die du sinnvoll und vielversprechend nutzt! Was also tun bei unfreiwilliger Arbeitspause?

Manchmal ist es das Sommerloch, manchmal Folge eines Großauftrags, der dich so lange gebunden hat, dass du währenddessen für andere potenzielle Kunden nicht ansprechbar warst und du währenddessen auch keine Kundenakquise gemacht hast. Und manchmal ist es schlicht unerklärlich. Tatsache ist: Auch die Besten haben mal ruhigere Zeiten, in denen der Laden nicht brummt. In der Gründungsphase machen Flauten noch große Angst. Aber auch routinierte Selbstständige werden nervös, wenn die Aufträge ausbleiben.

auftragsflaute

Es gibt hin und wieder mal eine Auftragsflaute – eine Phase, in der wenig zu tun ist. Das kann aber eine Zeit sein, die du sinnvoll nutzt! (Bild © AdobeStock)

Auftragsflaute sinnvoll nutzen!

Portfolio überdenken

Hand aufs Herz – wie viel Zeit nimmst du dir im normalen Tagesgeschäft, um dir strategische Gedanken über dein Angebot zu machen? Die meisten Selbstständigen würden an dieser Stelle wohl verlegen antworten, dass sie sich das ja immer vornehmen, aber man kommt ja in der üblichen Arbeitszeit zu nichts … Glückwunsch! Flautenzeiten sind geradezu prädestiniert dafür, deinen USP zu schärfen kannst (Was ein USP ist und wie du dein Alleinstellungsmerkmal entwickeln kannst, kannst du im Billomat-Magazin nachlesen), zu überlegen, wie du dein Angebot erweitern kannst (eine Kreativitätstechnik, die sich dafür anbietet, ist die Kopfstandtechnik, die wir an anderer Stelle vorgestellt haben) oder welche Teile deines Portfolios dir keinen Spaß mehr machen und sogar unrentabel geworden sind.

Weiterbildung

Hervorragend – dank der Auftragsflaute hast du endlich Zeit für Weiterbildungsveranstaltungen oder Fachliteratur. Mit Buchtipps versorgt das Billomat-Magazin dich immer mal wieder. Du weißt, dass du auch als Selbstständige/-r eventuell Möglichkeiten hast, finanzielle Fördermittel für Weiterbildungen zu beantragen?

Online-Auftritt aktualisieren

Oder ist deine Präsenz im Internet auf dem neuesten Stand? Ist dein Xing-Profil aktuell? Kannst du deine Referenzen auf deiner Website aktualisieren, hast du alle Angaben zu deinem Portfolio auf LinkedIn vollständig ausgefüllt usw.? Was ist mit deinen brandneuen strategischen Überlegungen – ist die neue Schärfung deines Angebots auch schon überall zu finden?

Netzwerken

Ganz sicher gibt es auch in deiner Region Veranstaltungen, auf denen du gut netzwerken kannst: Business- und Unternehmer-Stammtische, Vorträge, Termine deines örtlichen Marketing- oder Wirtschaftsjuniorenclubs, Pecha-Kucha-Abende … Halt die Augen auf! Überall könnten spannende neue Kontakte warten! Und vergiss nicht, deine Visitenkarten dort überall bereitzuhalten.

Kontakte reaktivieren

Bring dich doch ruhig mal bei alten Kunden, mit denen du schön länger nichts mehr zu tun hattest, wieder in Erinnerung. Aber falle nicht mit der Tür ins Haus. Du könntest dich zum Beispiel für die sympathische Zusammenarbeit in der Vergangenheit bedanken und dabei erwähnen, dass dein Angebot sich mittlerweile erweitert hat.

Kundenbindung

Vor Weihnachten denken die meisten Selbstständigen daran, ihren Kunden einen Festtagsgruß zu schicken. Allerdings geht die einzelne Karte im Weihnachtswust des Kundenbriefkastens eventuell unter. Ein netter Gruß ohne konkreten Anlass, einfach mal eine hübsche oder lustige Postkarte mit lieben Wünschen mitten im Jahr – das fällt auf und wirkt sympathisch. Wie wäre es damit?

Mach dir doch mal Luft

Buchhaltung auf den neuesten Stand bringen, Schreibtisch entrümpeln, Regale ausmisten – Ordnung schaffen und Ballast loswerden hilft ganz oft dabei, wieder klare Gedanken zu fassen. Das hilft dann auch, um einen frischeren Kopf für strategische Überlegungen und kreative Ideen beim Netzwerken und bei Kundenbindungsmaßnahmen zu bekommen.

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… und wer weiß: Vielleicht hast du gar keine Zeit, das alles umzusetzen, weil die Auftragsflaute viel kürzer dauert als zunächst befürchtet. Auf jeden Fall bietet sie dir jede Menge Gelegenheiten, Netze nach neuen Aufträgen in der Zukunft auszuwerfen. Nicht alle Maßnahmen wirken unmittelbar – oft zeigen sich die Auswirkungen deines Netzwerkens, deiner Kundenpflege und deiner weiteren Akquisestrategie erst nach Monaten. So beugst du neuen Flauten vor – viel Erfolg dabei!

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