Marketing   21.4.2015

Die Bedeutung von Sprache im Content-Marketing

Content-Marketing ist das Zaubermittel der Kundengewinnung und – bindung: Es geht um Inhalte, Inhalte und nochmal Inhalte. Was auf Webseiten von Firmen steht, soll für Lesende einen Wert haben. So gewinnt ein Unternehmen Fans und Kunden. Aber wie steht es um diese Inhalte? Sind sie so gut wie erhofft? Stimmt die Wirkung? Eine Studie zeigt, dass es viel mehr auf die Sprache im Content-Marketing ankommt als gedacht.

Ein gutes Leseerlebnis schafft, wer neben Rechtschreibung und Grammatik auch andere Kriterien berücksichtigt. Klare Ausdrucksweise, guter Stil, eine passende Tonalität zum Beispiel. Wo sich Grammatikfehler häufen, sind potenzielle Kunden skeptisch. Auch Suchmaschinen vermeiden es, solche Seiten weit oben unter den Suchergebnissen zu listen.

Mit Hilfe von Analysesoftware, die die Sprache auswertet, haben Spezialisten der Content-Marketing Plattform acrolinx die Webseiten von 340 großen Unternehmen auf sprachliche Qualität untersucht. Dabei standen verschiedene Inhalte auf dem Prüfstand: technische Produktbeschreibungen, Marketingseiten, Unternehmenskommunikation und Kundenservice. Insgesamt analysierte das Programm 20.000.000 Sätze auf 150.000 zugänglichen Seiten.

Sprache im Content-Marketing auf dem Prüfstand

Korrekte Sprache im Content-Marketing. Unverständliches und Grammatikfehler mindern den Erfolg.

Buchstabensalat, Grammatikfehler, verworrene Sätze, unverständliche Inhalte sind dem Erfolg von Content-Marketing abträglich.

Die Software errechnete einen Fehlerindex pro 1.000 Wörter. Außerdem suchte das Programm nach stilistischen Mängeln, wie sie das Chicago Manual of Style aufführt. Die Autoren der Studie entwickelten eine Skala von 0 bis 100 als Messlatte für Textqualität: den Global Content Impact Index. Je höher die Texte eines Unternehmens eingestuft werden, umso besser sind sie. Ab einer Punktzahl von 72 gilt das Content-Marketing als erfolgreich und für die Leser gut lesbar und mit ausreichendem Nutzwert.

Doch wer erreichte die 72 oder höhere Werte? Nur knapp ein Drittel der untersuchten Firmenseiten (31%) schaffte es über die Linie. Durchschnittswerte schwanken von Branche zu Branche und auch der Vergleich von Ländern und nach Kontinenten ergab Unterschiede.

Seiten mit Herkunftsland Deutschland schnitten mit 70,2 Punkten auf dem Global Content Impact Index noch relativ gut ab. Dieses Ergebnis ist allerdings mit einer Einschränkung zu sehen: Die ausgewertete Sprache ist Englisch. Wenn nun die Webseiten deutscher Firmen gut dastehen, dann vielleicht auch, weil sorgfältige Übersetzer einen guten Job gemacht haben. Über die Textqualität bei Deutsch und anderen Sprachen, die auf Firmenwebseiten benutzt werden, sagt die Untersuchung nichts.

Was wir uns merken sollten: Inhalte sind nicht nur Inhalte. Für Leser und Kunden ist auch die Sprache wichtig, deren Qualität sich durch korrekten Gebrauch, Stil und Textverständlichkeit zeigt.

Die Ergebnisse der ersten acrolinx-Studie findest du hier: The Global Content Impact Index – Measuring Content from Some of the Best Brands in the World. Das pdf ist kostenlos erhältlich, allerdings verlangt die Seite die Eingabe einer Mail-Adresse. Die Verfasser planen, diese Studie vierteljährlich zu aktualisieren, so dass sich langfristig auch Trends beim Global-Content Impact Index feststellen lassen werden.

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