Marketing   09.8.2018

Bezahlte Reichweite im Internet gewinnen – wie funktioniert das Ganze?

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Die Erstellung einer Homepage und auch der Aufbau eines Onlineshops sind heute sogar für relativ ungeübte Betreiber recht einfach. Immerhin gibt es wunderbare Provider und Baukastensysteme, die Einsteiger virtuell an die Hand nehmen und Schritt für Schritt durch das Prozedere führen. Ist jedoch alles fertig, stellt sich die große Frage: »Und wie kommen nun Kunden auf die Seite oder in den Shop?«. Seitenbesucher bedeuten Kundschaft und Kundschaft bedeutet Umsatz. Nur ist das Netz unendlich groß und Seitenbesucher müssen erst einmal an irgendeiner Stelle abgeholt werden, damit sie zu Kunden werden können. Dies gelingt mit der sogenannten Reichweite. Aber was ist das genau und wie funktioniert das Ganze? Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Frage.

bezahlte Reichweite

(Bild ©pixabay.com by rawpixel)

Google Adwords

Wer im heimischen Stadtteil seine eigene Bäckerei eröffnet, der verteilt vermutlich Flyer in Briefkästen, platziert Anzeigen in der Wochenzeitung und arbeitet eventuell sogar mit der örtlichen Werbegemeinschaft zusammen. Für Internetseiten und Onlineshops gibt es ähnliche Modelle. In erster Linie geht es bei der Reichweite schlichtweg darum, in den gängigen Suchmaschinen möglichst schnell gefunden zu werden. Und hier gilt: Der Name selbst ist nahezu uninteressant, die Produkte zählen. Denn ist der Betreiber noch unbekannt, wird auch niemand nach dessen Namen suchen. Nach Produkten, Dienstleistungen oder sonstigen Spezifikationen suchen die Menschen jedoch. Und genau hier lässt sich mit Google Ads (früher Google AdWords) ansetzen:

  • Google Anzeigen – bei Google selbst können Shopbetreiber oder Webseiteninhaber Anzeigen schalten. Die erscheinen dann oben auf der Seite, seitlich (früher) oder auch unten. Die Anzeigen werden anhand von Keywords optimiert, wobei hier vorab genau geschaut werden sollte, welche Wortkombinationen von Suchenden genutzt werden. Bei der Wortauswahl können zahlreiche Programme helfen. Wichtig ist, nicht unbedingt vom eigenen Verhalten auszugehen. Ein Profi sucht in der Regel völlig anders als die Kunden, die erreicht werden sollen.
  • Website-Anzeigen – innerhalb des Google-Netzwerks können ebenfalls Anzeigen geschaltet werden, die nun auf anderen Webseiten als Banner, Werbeanzeige in der Seitenleiste oder – selten – Pop-up gezeigt werden. Zur Streuung der eigenen Seite ist dieser Weg nicht schlecht, denn indirekt profitiert der Anzeigenschalter von der Bekanntheit der fremden Seiten. Ein Problem an dieser Stelle sind wiederum die Nutzer: Wer mit Adblocker durchs Web spaziert, sieht beispielsweise viele Banner überhaupt nicht mehr.

Je nachdem, welche Variante gewählt wird, muss natürlich auch eine Anzeige erstellt werden. Wird einfach nur direkt bei Google der Shop mit Name und Beschreibung angezeigt, ist der Aufwand natürlich geringer, als wenn eine Bannerwerbung genutzt wird. Die Kosten für die einzelnen Optionen kann übrigens jeder selbst bestimmen. Grundsätzlich wird je Klick auf die Anzeige abgerechnet, wobei die Kosten je Klick durchaus massiv variieren. Jedoch ist es möglich, ein Limit für Tage, Wochen oder die gesamte Anzeigendauer anzugeben. Es braucht also niemand befürchten, gleich mit der ersten Aktion zur Reichweitengewinnung ins tiefste Minus zu rutschen. lassen sich Kosten durch weitergehende Optimierung zudem deutlich reduzieren – so wird die Werbung nach einiger Zeit sehr profitabel.

Facebook-Werbung

Facebook ist mittlerweile nicht mehr ein bloßes soziales Netzwerk, sondern eine eigene Suchmaschinen-Verkaufs-Unterhaltungs-Plattform. Und diese bietet natürlich auch Werbemöglichkeiten, wie jeder User schon einmal gesehen hat. Werbung kann in der Timeline an sich auftauchen; PC-Nutzer oder User, die die Website-Ansicht verwenden, haben auch seitlich eine Werbeleiste. Grundsätzlich bietet Facebook zwei Werbemöglichkeiten:

  • Seitenwerbung – als Shopbetreiber im E-Commerce empfiehlt sich ohnehin eine Facebookseite und die sollte natürlich Follower bekommen. Um auf die Seite aufmerksam zu machen, kann die Seite nun eigens beworben werden. Hier gilt: Die Zielgruppe muss sehr genau bestimmt werden. Es reicht nicht »alle Frauen und Männer zwischen 15 und 65 mit Hobby Schuhe« zu wählen. In diesem Fall kommen zwar viele Likes, doch stammen die vermutlich zu 95 Prozent vom anderen Ende der Welt und die Nutzer können kein Deutsch. Solche Likes sind übrigens in mehrfacher Hinsicht schlecht. Posts von der Seite werden ohnehin nur einem gewissen Prozentsatz der Follower angezeigt. Umso mehr Follower also eigentlich gar nicht zur Zielgruppe gehören, desto mehr Posts gehen in der Masse unter.
  • Beitragswerbung – eine andere Möglichkeit ist, einen Beitrag an sich zu bewerben. Das kann beispielsweise der Post zur Eröffnung des neuen Onlineshops sein. Auch hier ist es notwendig, die Zielgruppe genau zu bestimmen. Zudem muss der Post nicht nur gemäß den Richtlinien erstellt werden, sondern auch interessant für die Interessenten sein. »Unser Onlineshop ist da« wird kaum zu Erfolg führen. Zusätzlich auch der Zeitpunkt der Veröffentlichung

Auch bei Facebook können die Kosten wieder selbst festgelegt und budgetiert werden. Grundsätzlich funktionieren jedoch die wenigsten Erstanzeigen, beziehungsweise müssen diese während der Laufzeit noch nachbearbeitet werden, um die gewünschten Reaktionen zu erhalten.

Weitere Möglichkeiten für bezahlte Reichweite

Seitenbetreiber können durchaus andere Personen nutzen, um eine bessere Reichweite zu erhalten. Dies kann auf folgenden Wegen geschehen:

  • Blogger – zu fast jedem Thema gibt es Blogger. Seitenbetreiber können hier passende Blogbetreiber ansprechen und sie darum bitten, die Seite vorzustellen. Diese Variante kostet natürlich.
  • Youtube – hier gilt dasselbe, was für Blogger gilt. Je nach Produkten im Shop können Seitenbetreiber aber punkten, beispielsweise, indem sie Probenpakete verschicken.
  • Instagram – auch hier tummeln sich Influencer, die gegen Bezahlung oder Probenpakete Onlineshops und Seitenbetreiber vorstellen.

Wer nicht mit Influencern zusammenarbeiten möchte oder keine zu ihnen passenden Produkte hat, der kann durchaus Bewertungsseiten oder fachspezifische Suchportale nutzen. Hier können gegen eine Gebühr Accounts angelegt werden, auf denen das eigene Unternehmen vorgestellt und verlinkt wird. Wer nun noch Glück hat, bereits einige Kunden gehabt zu haben, kann diese auch um Bewertungen bitten. Von Fake-Bewertungen auf Portalen ist übrigens abzuraten. Diese gibt es zwar auch gegen Geld, doch kommt es heraus, wird nicht nur der Account gelöscht, sondern das Unternehmen kann auf im Netz existierenden schwarzen Listen, welche gekaufte Bewertungen aufdecken, erscheinen.

 Fazit – Reichweite kostet: Geld, Zeit und Nerven

Von heute auf morgen funktioniert die gesamte Thematik mit der Reichweite nicht. Selbst mittels Adwords, Facebook-Werbung und Influencern dauert es einige Zeit, bis sich die eigene Seite in den Suchmaschinen und bei den Interessenten herumgesprochen und qualifiziert hat. Dennoch geht quasi kein Weg an der bezahlten Reichweite vorbei, um neue Seitenbesucher zu erhalten.

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