Finanzen   25.7.2016

Bezahlter Urlaub als Selbstständiger – gibt es das?

Es gibt nichts, das es nicht gibt, behaupten manche. Urlaub als Selbstständiger, schön und gut. Aber bezahlter Urlaub als Selbstständiger? Geht das? Können Selbstständige wirklich bezahlten Urlaub bekommen? Eigentlich nicht. Oder doch?

Wer als Selbststängier oder Freiberufler arbeitet, ist für seinen Urlaub auch selbst verantwortlich. Das bedeutet, nicht nur die Urlaubsplanung mit einzubeziehen, sondern vielmehr, auch im Stundensatz einzuberechnen, dass ein paar Wochen im Jahr eben Urlaub ist und nicht gearbeitet wird. Selbstständige müssen an abrechenbaren Stunden oder mit erbrachten Leistungen das erwirtschaften, was sie brauchen und dazu gehört auch der Urlaub.

bezahlter Urlaub als Selbstständiger

Bezahlter Urlaub als Selbstständiger klingt erst einmal wie ein Traum. In bestimmten Fällen ist das aber möglich! (Bild © unsplash.com)

Urlaubsgeld und bezahlter Urlaub als Selbstständiger

Bezahlter Urlaub ist eigentlich ein Begriff aus der Angestelltenwelt. Er bedeutet, dass das Gehalt weiter gezahlt wird, auch wenn der Angestellte im Urlaub ist. Wieviel Urlaubsanspruch ein Arbeitnehmer hat, regelt sein Arbeitsvertrag, der Gesetzgeber und eventuell Tarifverträge einzelner Branchen. In manchen Verträgen ist darüber hinaus noch ein Urlaubsgeld vorgesehen. Ähnlich dem Weihnachtsgeld im Dezember, wird in einem Monat – beim Urlaubsgeld meist im Sommer – ein Zuschlag auf das Gehalt ausbezahlt.

Freiberufler und bezahlter Urlaub?

Für Selbstständige und Freiberufler gibt es solche Regelungen nicht: kein Urlaubsgeld, kein Weihnachtsgeld und auch keine Honorarfortzahlung während des Urlaubs. Es sei denn, es handelt sich um Arbeitnehmerähnliche. Arbeitnehmerähnliche Freie und Selbstständige können tatsächlich einen Anspruch auf den gesetzlich geregelten Mindesturlaub haben. Das sind 24 Werktage, die sie dann von ihrem Hauptauftraggeber weiter bezahlt werden, wenn sie ihren Urlaub nehmen.

Arbeitnehmerähnliche Selbstständige: Wer ist das?

Bei arbeitnehmerähnlichen Selbstständigen ist die Grenze zur Scheinselbstständigkeit oft nicht weit. Allerdings gibt es sie tatsächlich: Gemeint sind Personen, die von einem Auftraggeber wirtschaftlich abhängig sind, sodass sie auch rentenversicherungspflichtig beschäftigt werden und die dennoch als Selbstständige zu werten sind. Solche Solo-Selbstständigen, Honorarkräfte und Freiberufler haben keine Mitarbeiter angestellt und sind langfristig überwiegend bei einem Kunden eingesetzt. Die Definition für einen arbeitnehmerähnlichen Selbstständigen liefert das .

Die Selbstständigen, auf die diese Regelung zutrifft, können bei ihrem Hauptkunden also einen Urlaubsantrag stellen und haben Aussicht darauf, ihn auch bezahlt zu bekommen.

Verwandte Artikel

Das könnte dich auch interessieren

Als freier Journalist selbstständig machen
Gründung

Als freier Journalist selbstständig machen

Du willst dich als freier Journalist selbstständig machen? Freie Journalisten verdienen ihr Geld, indem sie für unterschiedliche Auftraggeber recherchieren, schreiben, …
Lifestyle

10 Antworten von Selbstständigen auf den Vorwurf: „Du …

„Du hast ja nie Zeit!“ – ein Vorwurf, den Freunde, Bekannte und Verwandte äußern, wenn ein Selbstständiger in der Zeitplanung …
Warum Selbstständige sich Zeit für Hobbys nehmen sollten
Lifestyle

Warum sich Selbstständige Zeit für Hobbys nehmen sollten

Dass Selbstständige Zeit für Hobbys finden können, halten viele von ihnen für ein Gerücht. Bei Berufstätigen, gerade bei denen mit …

Privat: Billomat 30 Tage kostenlos testen

Mit der Anmeldung akzeptierst du die AGB.

Newsletter
Newsletter
Kontakt
Folge uns
Deine Einstellungen zu Cookies für diese Website:

Wähle selbst aus, welcher der nachfolgenden Cookies die Website verwenden darf. Du kannst diese Einstellungen jederzeit wieder über unsere Datenschutzbestimmungen ändern.

Ändere Deine Cookie-Einstellungen mit dem Schieberegler:
Notwendig
Notwendig
Statistik
Statistik
Komfort
Komfort
Targeting
Targeting