Marketing   27.8.2019

Bilder für Firmen-Blogs: Arbeiten mit Stockfotos

Das Internet ist groß und bunt. Mit Seiten, die nur aus Text bestehen, kannst du keine Leser mehr locken. Also stattest du deine Webseiten mit Bildern aus. Das macht viel Arbeit. Leichter und meist auch schneller geht es, wenn du dir Bilder einkaufst. Bilder für Firmen-Blogs werden oft als sogenannte Stockfotos über Datenbanken vermittelt. Dann hast du eine Auswahl und die passenden Lizenzen zur Nutzung.

  1. Selber fotografieren? Nicht für alle die richtige Lösung
  2. Leichter mit Stockfotos: Bilder für Firmen-Blogs
  3. Symbolbilder: Beschriftung stellt den Bezug zum Thema her
  4. Was sagt das Urheberrecht zur Nutzung von Bildern für Firmen-Blogs?
  5. Das Recht am Bild – Wie ist es geregelt?
  6. Wie kann man geschützte Bilder für Firmen-Blogs nutzen?
  7. Wie können Betreiber auf Urheber der Bilder hinweisen?
  8. Welche Bedingungen können für Bilder für Firmen-Blogs vorgegeben sein?
bilder für firmen-blogs

Nicht jeder hat Zeit und Talent, sich die Bilder für Firmen-Blogs selbst zu schießen. Deshalb gibt es die Möglichkeit, lizenzpflichtige oder -freie Bilder in Datenbanken zu verwenden. In diesem Beitrag erfährst Du, was Du dabei beachten musst. (Bild © pexels.com by Jeshoots.com )

Selber fotografieren? Nicht für alle die richtige Lösung

Es gibt Unternehmen, die sich in ihren Firmen-Blogs über die Bebilderung ein ganz eigenes Image schaffen. Diese Teams oder Solo-Selbstständigen werden kreativ, indem sie alles selber fotografieren, Cartoons zeichnen oder Motive für ihre Bilder aus Knetgummi herstellen. Das kann nicht jeder. Das will nicht jeder. Und dafür hat auch nicht jeder Talent, Zeit und Möglichkeiten.

Selber fotografieren oder Profi Bilder eigens für deine Zwecke anfertigen zu lassen, ist oft zu viel Aufwand für die Bebilderung eines Blog-Beitrags. Auch wir hier fotografieren für das Billomat-Magazin nur ganz selten selber etwas, zum Beispiel diesen real existierenden Büro-Kaktus.

Leichter mit Stockfotos: Bilder für Firmen-Blogs

Einfach irgendwelche Bilder aus dem Netz kopieren und verwenden, das geht auf gar keinen Fall: Fotografien sind urheberrechtlich geschützt. Das bedeutet, die Urheberin oder der Fotograf bestimmen, was mit den Bildern geschehen darf. Wenn du Bilder einkaufst, erwirbst du sogenannte Nutzungsrechte. Was du mit dem Material tun darfst und was nicht, ist meist klar geregelt, also zum Beispiel ob du diese Bilder für Firmen-Blogs einsetzen kannst. Das gilt übrigens auch für Bilder, die du kostenlos bekommst.

Symbolbilder: Beschriftung stellt den Bezug zum Thema her

Für berufliche Zusammenhänge gibt es große Auswahl an sogenannten Symbolbildern. Sie haben mit bestimmten Themen zu tun, zum Beispiel der Arbeitswelt. Dass wir hier im Billomat-Magazin mit so einem Bilderpaket arbeiten, siehst du daran, dass viele Bilder zu unseren Artikeln arbeitende Menschen zeigen. Oft sind Dinge abgebildet, die im engeren oder weiteren Sinne mit geschäftlichen Vorgängen und natürlich mit Rechnungen zu tun haben. Wir nutzen aber auch Bilder, bei denen man die Assoziation zum Artikel über die Bildunterschrift herstellen muss. Der Kurztext unter dem Bild sollte eine Verbindung herstellen. Bei manchen Bildern ist das schwer. Mit der Zeit wirst du Übung darin bekommen. Gelegentlich fragt man sich dennoch bei Bildern aus Stockfoto-Paketen: Was haben sich die Macher bei diesem Motiv gedacht?

Was sagt das Urheberrecht zur Nutzung von Bildern für Firmen-Blogs?

Grundsätzlich gilt für Fotografien anderer Urheber, dass diese immer urheberrechtlich geschützt sind. Das UrhG schützt das sogenannte geistige Eigentum und geschaffene Werke der Literatur, Musik, bildenden Künste und Fotografie. Der Schutz erstreckt sich sowohl auf die materiellen als auch auf die geistigen Aspekte. Das bedeutet, dass der Urheber eines Fotos das alleinige Recht innehat, sein Bild wirtschaftlich zu nutzen. Aber auch das sogenannte geistige Eigentum, das in einem Foto steckt, ist durch das Urheberrecht geschützt. Das geistige Eigentum an einem Foto kann zum Beispiel in der besonderen Art der Inszenierung liegen, in die der Fotograf seine Objekte einbettet.

Das Recht am Bild – Wie ist es geregelt?

Da das Urheberrechtsgesetz dem Schöpfer eines Werkes und damit dem Fotografen eines Bildes das alleinige Verwertungsrecht zuspricht, entscheidet ausschließlich dieser darüber, wer eines seiner Fotos wann verwenden darf. Auch bestimmt der Fotograf alleine, zu welchem Zweck das Bild verwendet werden darf und in welchem Medium es eingesetzt wird. Insbesondere hat ein Fotograf durch das Urheberrecht drei zentrale Rechte, die die Verwendung seiner Bilder betreffen:

  • Vervielfältigungsrecht
  • Verbreitungsrecht
  • Ausstellungsrecht

Wird ein Foto im Internet eingesetzt, dann werden alle drei Grundrechte des Urheberrechts davon berührt. Denn die Speicherung eines Fotos zum Beispiel auf Festplatten oder USB Sticks stellt eine Vervielfältigung dar. Die Veröffentlichung eines Fotos im Internet führt zu einer Verbreitung des Werkes ebenso wie zu seiner Ausstellung. Nach einer Veröffentlichung eines Fotos im Internet ist das Bild jederzeit für unbegrenzt viele Nutzer zugänglich, die es wieder weiter nutzen können. Daher dürfen Bilder im Internet nicht einfach kopiert, weitergeleitet oder verbreitet werden. Vielmehr ist vor der Verbreitung eines Fotos die Genehmigung des Urhebers einzuholen. Wer zum Beispiel Fotos aus dem Internet kopiert und diese als Profilbild benutzt, verletzt das Urheberrecht. Denn die Nutzung als Profilbild ist öffentlich und erfordert ebenso wie jede andere Veröffentlichung einer Fotografie die Erlaubnis durch den Fotografen. 

Wie kann man geschützte Bilder für Firmen-Blogs nutzen?

Fotografen, die Bilder für die Verwendung im Internet anbieten, treten die Nutzungsrechte zur Verwertung ihrer Fotos an Nutzer ab, indem sie Lizenzen verkaufen. Eine Lizenz kann einfach oder ausschließlich gestaltet sein. Ebenso können Lizenzen zeitlich, räumlich oder inhaltlich beschränkt sein. Da die Verwertung von Fotos für den Fotografen mit einem erheblichen Aufwand an Werbung und Verwaltung einher geht, übernehmen oftmals Verwertungsagenturen oder Bildredaktionen, die Bilddatenbanken mit umfangreichem Bildmaterial unterschiedlicher Fotografen führen, den wirtschaftlichen Vertrieb von Fotos, um diese professionell zu verwerten. Auf diese Weise erhalten Fotografen für ihre Bilder eine angemessene Vergütung, während die Bildagenturen das Nutzungsrecht für Fotos zum Beispiel an Blogbetreiber gegen ein Entgelt abtreten. Dabei ist die Art, die Zeit oder der Ort der Nutzung in der Regel genau vorgeschrieben und auf den jeweiligen Bedarf zugeschnitten. 

Wie ist eine Lizenz ausgestaltet?

Die Kosten für lizenzpflichtige Fotos richten sich nach der Dauer der Nutzung, nach der Art des Einsatzes, nach dem Umfeld für die Nutzung, sowie nach der Auflage im Druck oder der Reichweite im Internet. Die Lizenz überträgt dem Erwerber verschiedene und individuell vorgegebene Rechte für die Verwendung eines Fotos. Im Gegenzug hat der Lizenznehmer ein regelmäßiges Entgelt für die Nutzung zu bezahlen. 

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Was sind lizenzfreie Fotos?

Lizenzfreie Fotos gehören zu den kostenpflichtigen Bildern. Für lizenzfreie Bilder fallen keine regelmäßigen Lizenzzahlungen an, wie sie für die Nutzung von lizenzpflichtigen Fotografien üblich sind. Vielmehr fällt für die Nutzung von lizenzfreien Bildern ein einmalig festgelegter Preis an. Dieser ist unabhängig vom individuellen Umfang der Nutzung. Zumeist werden lizenzfreie Fotos für den Einsatz bestimmter Zwecke angeboten, nach denen sich die Preiskalkulation richtet. Zudem sind lizenzfreie Bilder in der Regel günstiger im Preis als lizenzpflichtige Fotos. 

Was gilt für die Nutzung von kostenlosen Fotos?

Wer kostenfreie Bilder verwenden möchte, der muss auf das Angebot alternativer Lizenzen zurückgreifen. So gibt es im Internet verschiedene Plattformen, auf denen Fotografen ihre Fotos anderen unentgeltlich zur Verfügung stellen. Doch auch für Fotos aus einem kostenfreien Angebot gilt das Urheberrecht. Auch diese Fotos werden nur auf Basis eines Lizenzvertrages freigegeben, der für die Nutzung bestimmte Regelungen vorgibt. So haben die Urheber von kostenlosen Fotos weiterhin das alleinige Verfügungsrecht über ihre Bilder, auch wenn sie diese anderen zur kostenlosen Nutzung überlassen. Die kostenlose Verwendung ermächtigt den Nutzer nicht zur eigenen Verwertung des Bildes. Das bedeutet, dass er über ein kostenfrei zur Verfügung gestelltes Bild nicht beliebig verfügen darf. Denn die Fotografen alleine können bestimmen, unter welchen Bedingungen sie die Verwendung oder Verbreitung ihrer Fotos erlauben. 

Wie können Betreiber auf Urheber der Bilder für Firmen-Blogs hinweisen?

Jedem Urheber steht aufgrund des Urheberrechts das Recht zu, dass sein Werk mit einem Hinweis auf den Urheber gekennzeichnet wird, sobald es veröffentlicht wird. So hat auch jeder Fotograf einen Anspruch auf die Nennung seines Namens, wenn eines seiner Fotos in einem Blog verwendet wird. In der Regel wird unter jedem im Internet veröffentlichten Foto der Name des Fotografen oder der Bildagentur, die ihn vertritt, genannt. 

Die Art der Angabe des Namens ist zudem abhängig davon, welche Vorgaben der Urheber hierzu macht. So können Lizenzgeber oder Fotografen zum Beispiel verlangen, dass der Hinweis auf die Urheberschaft unter jedem einzelnen Bild in einer bestimmten Form erscheinen oder aber im Impressum angegeben sein muss. Nutzt der Blog die Bilder mehrerer Fotografen gleichzeitig, dann sollte der Name der Urheber stets unter jedem einzelnen Bild gesondert stehen. Werden hingegen ausschließlich die Bilder eines einzigen Fotografen im Blog eingesetzt, dann kann der Name des Urhebers auch im Impressum aufgeführt werden, wenn er dieser Vorgehensweise zustimmt. 

Welche Bedingungen können für Bilder für Firmen-Blogs vorgegeben sein?

Unabhängig davon, ob Blogbetreiber für ihren Blog auf lizenzpflichtiges, lizenzfreies oder kostenfreies Bildmaterial zurückgreifen, müssen sie darauf achten, dass sie die Lizenzbedingungen während der Nutzungszeit erfüllen. Daher müssen sich Nutzer urheberrechtlich geschützter Fotos sehr genau darüber informieren, welche Bedingungen mit der Verwendung des Materials einhergehen. 

So kann zum Beispiel die ausschließliche Nutzung zu nichtgewerblichen Zwecken als Bedingung für die Nutzung von kostenfreien Fotos vorgegeben sein. Sobald der Betreiber mit seinem Blog Geld erwirtschaftet, muss er in einem solchen Fall alle Fotos, deren Nutzung an nichtgewerbliche Zwecke gebunden ist, von seiner Seite entfernen. 

Der Fotograf kann die Nutzung eines Bildes auch an die Bedingung knüpfen, dass seine Fotos nicht bearbeitet und verändert werden dürfen. Er kann vorgeben, dass seine Fotos ausschließlich auf Seiten, die sich mit Food und Lifestyle oder mit Medizin befassen, verwendet werden dürfen. Oder er kann bestimmen, dass jeder Nutzer nur eines seiner Bilder verwenden darf. Auch kann der Urheber festlegen, dass Nutzer jedes seiner Bilder für einen Zeitraum von höchstens sechs Monaten verwenden können und es danach wieder entfernen müssen. Der Fotograf kann aber auch zum Beispiel festlegen, dass jedes verwendete Foto mit einem Link zu seiner eigenen Webseite oder zur Seite eines Geschäftspartners versehen werden muss. Insbesondere wer kostenfreie Bilder verwendet, sollte sich unbedingt über die Bedingungen zur Nutzung genau informieren. Denn eine Verletzung des Urheberrechts kann zu einer zeit- und geldaufwendigen Auseinandersetzung führen. 

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