Lifestyle   13.6.2019

„Bitte nicht stören!“ – der Multitasking-Mythos

Mehrere Dinge gleichzeitig tun – das spart weder Zeit noch Aufwand – ganz im Gegenteil. Ärgerlich aber wahr: Jede Unterbrechung kostet Zeit. Das „Pling“ einer ankommenden E-Mail, das klingelnde Telefon, die Auszubildende, die mal kurz etwas wissen möchte, der Kunde, der eigentlich erst morgen vorbei kommen sollte: Das alles stört. Es gehört zum Arbeiten dazu, aber es unterbricht Vorgänge, auf die das Gehirn eines Mitarbeiters gerade konzentriert ist. Was also, ist überhaupt dran am Multitasking-Mythos?

multitasking

Multitasking spart weder Zeit noch Aufwand: Störungen gehören für viele zu jedem Arbeitstag dazu – aber jede kleine Unterbrechung mindert die Konzentration. (Bild © unsplash.com)

Warum Multitasking ein Mythos ist

Wer eine komplett monotone und relativ einfache Arbeit hat, der freut sich über Unterbrechungen. Für alle anderen gilt: Störungen bedeuten Stress, Qualitäts- und Zeitverlust. Es dauert mehrere Minuten, bis man wieder zu dem Punkt zurückgefunden hat, an dem man vor der Unterbrechung war. Die Wissenschaft belegt, dass das Gehirn weniger leistungsfähig ist, wenn es Dinge gleichzeitig erledigen muss – das viel gepriesene Multitasking ist also ein Mythos.

Wie mit Multitasking richtig umgehen?

Wer dennoch ständig mit mehreren Vorgängen gleichzeitig jonglieren muss, sollte dies durch besonders ruhige, systematische Arbeitsweise kompensieren. Das rät eine Broschüre, die die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin in Berlin herausgegeben hat. Dort haben sich Experten mit dem Thema Multitasking am Arbeitsplatz auseinandergesetzt und Tipps dazu zusammengestellt, was jeder einzelne aber auch das Unternehmen insgesamt dafür tun kann, dass Arbeitsabläufe möglichst ungestört stattfinden können. Dazu gehört zum Beispiel der Punkt, wie man im Betrieb eine gute Lösung für die vielen kleinen Fragen, die mal eben an der Tür gestellt werden, findet.

Die Broschüre „Bitte nicht stören! – Tipps zum Umgang mit Arbeitsunterbrechungen und Multitasking“ verfasst von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin ist kostenfrei als pdf zum Download auf der BAuA-Website erhältlich.

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