28. Sep 2021 | Finanzen

5 große Cashflow-Probleme und wie Du sie doch meisterst

Cashflow-Probleme können jedes Unternehmen treffen. Nicht selten sind sie hausgemacht und hätten sich mit etwas Planung und Voraussicht vermeiden lassen. Wir zeigen Dir hier in diesem Artikel 5 gängige Cashflow-Killer, denen Du jedoch schon mit einfachen Strategien zu Leibe rückst.

5 Cashflow-Probleme und wie Du sie meistern kannst
Nicht selten haben Unternehmen mit Cashflow-Problemen zu kämpfen. Dabei können sie relativ einfach vermieden werden.

  1. Wie entstehen Cashflow-Probleme?
  2. Wie vermeidet man Cashflow-Probleme?
  3. Fazit: Cashflow-Probleme müssen nicht sein

Wie entstehen Cashflow-Probleme?

Cashflow-Probleme haben die verschiedensten Ursachen und sind oft auf Missmanagement zurückzuführen. 5 Umstände können Dir dabei besonders zum Verhängnis werden:

  • Fehlender Überblick über Ein- und Auszahlungen
  • Aufschub von Zahlungsverpflichtungen
  • Unzureichende Kontrolle der Lagerbestände
  • Ungenaue Kostenkontrolle
  • Unrealistische Prognosen und Erwartungen

Fehlender Überblick über Ein- und Auszahlungen

Je mehr Geschäftskonten Du hast, desto schwieriger ist es, einen Überblick über alle Transaktionen zu behalten. Das führt schnell dazu, dass ein Konto ins Minus rutscht und Dispozinsen gezahlt werden müssen, die sich wiederum als Kosten negativ auf den Cashflow auswirken. Auf der Einnahmenseite siehst Du bei vielen Transaktionen ebenfalls nicht, was Du jeden Monat genau einnimmst. Damit entziehst Du Dir selbst die Möglichkeit, Deine Einkünfte bestmöglich im Unternehmen einzusetzen, beispielsweise zum Bilden von Rücklagen oder zum Tätigen von Investitionen. Triffst Du zudem auch keine Abschätzungen, mit welchen Einnahmen und Ausgaben Du in den kommenden Monaten rechnest, kannst Du Dich nicht auf eventuell drohende Liquiditätsengpässe vorbereiten. Kurzum: Behältst Du Deine Kontotransaktionen nicht im Auge, laufen die Finanzen schnell aus dem Ruder – die Weichen für ein Cashflow-Problem sind gestellt.

Aufschub von Zahlungsverpflichtungen

Das Aufschieben von Zahlungsverpflichtungen ist heutzutage leider nicht letztes, sondern eines der ersten Mittel, das eingesetzt wird, wenn sich die finanzielle Lage ungünstig entwickelt. Damit verschiebst Du das Problem jedoch nur etwas weiter in die Zukunft. Durch die anfallenden Mahngebühren oder Verzugszinsen musst Du am Ende sogar noch mehr bezahlen. Mit chronischem Aufschieben tust Du Dir mittelfristig also keinen Gefallen.

Unzureichende Kontrolle der Lagerbestände

Die Waren in Deinem Lager musst Du vorfinanzieren. Das wirkt sich negativ auf Deinen Cashflow aus. Weißt Du nicht genau, was Du bei der nächsten Bestellung wirklich alles brauchst, bestellst Du möglicherweise zu viel. Konsequenz: Du gibst Geld aus für etwas, das Du gar nicht benötigst und dann nur lange Zeit im Regal steht. Führst Du genau Buch über Deine Lagerbestände und behältst die Kundennachfrage im Blick, kann Dir das nicht passieren. Ladenhüter eliminierst Du auf diese Weise ebenso, wenn Du siehst, wie lange es dauert, bis eine bestimmte Ware Dein Lager wieder verlässt.

Ungenaue Kostenkontrolle

Schaust Du Dir nicht die Kostenseite Deines Unternehmens an, verschenkst Du möglicherweise viel Geld. Nimmst Du sämtliche Kosten einmal genauer unter die Lupe und fragst Dich dabei, ob die Kosten gerechtfertigt sind, oder ob Du bei bestimmten Punkten einsparen kannst, findest Du wahrscheinlich einige Dinge, bei denen Du die Kosten optimieren kannst.

Unrealistische Prognosen und Erwartungen

Häufig scheitern Unternehmen an ihren eigenen Erwartungen. Man blickt zu optimistisch in die Zukunft, und wacht dann auf dem harten Boden der Tatsachen wieder auf, weil sich die Produkte doch nicht so toll verkaufen, wie anfangs gedacht. Das zieht schnell Cashflow-Probleme nach sich, denn schließlich hat man mit mehr Einnahmen gerechnet, als man nun tatsächlich generiert. Es ist daher besser, etwas konservativer zu planen, und auch schwankende bzw. sinkende Nachfragen bei der Cashflow-Planung mit einzurechnen.

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Mit dem integrierten Banking von Billomat kannst Du alle Transaktionen und Finanzkennzahlen im Auge behalten. So kannst Du Zahlungen kategorisieren, ihren Status nachverfolgen und dadurch realistische Liquiditätsprognosen erstellen.

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Wie vermeidet man Cashflow-Probleme?

Es gibt einige Strategien, wie Du die obigen Probleme in den Griff bekommst, sodass Du die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten eines Liquiditätsengpasses stark reduzierst. Wie vermeidet man Cashflow-Probleme?

Kategorisierung der Transaktionen

Teile Deine Einnahmen und Ausgaben in Kategorien ein. Auf der Einnahmenseite siehst Du dann zum Beispiel, auf welchen Plattformen Du besonders viel verkaufst, und welches Deine besten Kunden sind. Auf der Ausgabenseite gewinnst Du einen Einblick in die Kostenstruktur Deines Unternehmens. Lässt sich in einer Kategorie einsparen?

Realistische Prognosen erstellen

Berücksichtige bei Deiner Finanzplanung die aktuelle Situation genau: Siehst Du eine Tendenz für eine steigende oder sinkende Kundennachfrage in den nächsten Monaten? Gibt die Marktanalyse grünes Licht für das Entwickeln eines neuen Produkts oder Dienstleistung? Wie soll die Entwicklung finanziert werden? Plane auch immer Zahlungsausfälle mit ein oder unerwartete Mehrkosten (z.B. Steuernachzahlungen oder eine unvorhergesehene Rechnung). Mit einer konservativen Planung schaffst Du Dir einen finanziellen Puffer, der verhindert, dass Du von jetzt auf gleich in eine finanzielle Notlage schlitterst.

Digitale Tools nutzen zur Automatisierung

Die Zeit der manuellen Buchführung ist längst vorbei. Mittlerweile gibt es zahlreiche Tools für das Finanzmanagement: das reicht vom Cashflow-Management über das Rechnungsmanagement bis hin zum Waren- und Lagermanagement. Bei all diesen Dingen hilft Dir Software dabei, den Überblick zu behalten und erledigt Routineaufgabe wie das Abrufen und Abgleichen von hunderten Kontotranskationen in Sekundenschnelle. Tools wie Agicap erstellen Dir auf Knopfdruck verschiedene Cashflow-Szenarien und zeigen auf, wo in Zukunft ein Engpass drohen könnte.

Fazit: Cashflow-Probleme müssen nicht sein

Wenn Du die 5 oben genannten Cashflow-Sünden nicht begehst, tust Du schon sehr viel dafür, Dein Unternehmen auf Erfolgskurs zu halten. Setzt Du zur Unterstützung bei Deinem Finanzmanagement auf digitale Tools, die die Lage für Dich im Blick behalten, kannst Du Dir zudem sicher sein, dass Du nichts übersiehst und rechtzeitig gewarnt wirst, wenn etwas aus dem Ruder läuft. Cashflow-Probleme gehören damit zwar nicht der Vergangenheit an, werden in Zukunft jedoch seltener auftreten.

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Über den Autor
Dr. Nirmalarajah Asokan ist Senior Content Marketing Manager bei Agicap in Berlin. Er ist in den Themen Liquiditätsmanagement, Cashflow und Finanzplanung unterwegs. Derzeit zeichnet er für Konzeption, Optimierung und Umsetzung des Content Marketings für das Liquiditätsmanagement-Tool Agicap verantwortlich.