Lifestyle   27.11.2018

Die verlorenen Rechnungs-Wesen – eine Weihnachtsgeschichte

Es begab sich einst, dass der König von Taxonomien, Soll Saldo vom Vierten Quartal, Ritter der Inventur, ein Unwohlsein verspürte. Sein Leibarzt diagnostizierte einen Statis-Tik. Eine vollständige Heilung der königlichen Beschwerden wäre möglich. Doch dazu sei es nötig, so stellte der Leibarzt fest, dass ein jedes Rechnungs-Wesen im Königreich sich schätzen ließe. Ein jegliches in seiner Stadt. So machten sich Bil Anz, der Steuerberater, und sein Mitarbeiter, der Knappe Budget, auf den Weg, um für den König die heilenden Zahlen zusammen zu tragen.

Sie wanderten durch die Ebene der erledigten Ablage. Dann überquerten sie den Kapitalfluss. Als ihr Rumlaufvermögen fast erschöpft war, erreichten sie den Eingangss-Tempel von Skonto.

Rechnungs-Wesen

Billomat wünscht eine schöne Vorweihnachtszeit und viel Spaß beim Lesen der Weihnachtsgeschichte! (© VadimGuzhva)

Die verlorenen Rechnungs-Wesen von Skonto

Im kleinen Dorf Skonto waren 2% der Einwohner abzüglich. Drei Rechnungs-Wesen fehlten. Über ihren Verbleib sollten Bil Anz und der Knappe Budget dem König eine zusammenfassende Meldung machen.

Auf  der Treppe zum Eingangss-Tempel von Skonto saß ein wirtschaftsweiser Zin-Sen-Meister und drehte sich einen Joint Venture.

„Bil und Budget“, rief er, „welch Überraschung! Habt ihr bei uns noch eine offene Rechnung zu begleichen?“

„Nein, Euro Kreditwürdigkeit“, antwortete der Knappe Budget: „Keine Solidaritätszuschlägereien mehr. Wir suchen eine Herberge, um den Jahresabschluss für Skonto zu errechnen.“

Der Zin-Sen-Meister riet ihnen, im Lebkuchenhaus einzukehren. Dort hatte der Schankwirt Fixe Kosten vor kurzem ein Coworking-Spice mit weniger oder mehr Wertsteuer für In- und Outdoor Verköstigung eingerichtet. Hier konnten sie mit den Bürgern von Skonto so lange Reise nach Jerusalem spielen, wie es eben nötig war, um zu einer Bankabstimmung zu kommen. Doch niemand konnte ihnen sagen, wer warum fehlte.

Reise nach Jerusalem – ein Börsengang

Es dauerte einige Tage, dann offenbarte sich, warum die Zahl der Einwohner nicht stimmte. Drei abgerissene Gestalten näherten sich dem Eingangss-Tempel von Skonto. Externe Rechnungs-Wesen? Sie rannten und als sie immer näher kamen, offenbarte sich: Diese drei Eiligen waren tatsächlich die verlorenen Einwohner von Skonto. Der Zin-Sen-Meister ließ vor Freude Weihrauchringe aus seinem Joint Venture aufsteigen.

Es war der Return of In, Vest und Ment, denn so hießen die drei Rechnungs-Wesen. Sie sahen aus, als sei ihre Mindestreserve verbraucht und als hätten sie keine binären Optionen mehr. Ihr einziger Ausweg: nochmal auf Anfang. Die Ausreißer waren zurück von einem erfolglosen Börsengang.

„Wir sind einem hellen Storno gefolgt“, sagte In.

„Doch das reichte nicht als Kursfestsetzung: Wir haben die Steueroase verpasst und auch keinen Real Estate Fund gemacht“, gestand Vest myrrhisch und salbeivoll.

„Nirgends eine Spur von Baby Bonds, deshalb sind wir am Rechnungsabgrenzungsposten umgekehrt“, ergänzte Ment.

„Nun denn“, sagte Bil Anz, „da war die Kurskorrektur doch gerade noch rechtzeitig. Ihr seid zurück und das in bester Gewinnerzielungsabsicht. Das ist dem König wichtig, bei all seinen Steuerpflichtlingen. Beim nächsten Ausflug aber bitte vorab mal einen Blick auf den Businessplan werfen, das hilft bei der Orientierung.“

Ende gut – alles gut?

Die Bewohner von Skonto waren nun wieder vollständig. Diese frohe Botschaft würde den Statis-Tik des Königs bald heilen. Wieder war ein Auftrag erledigt. Bil Anz und der Knappe Budget nutzten ihren Ermessensspielraum, um mit ihrer eigenen Arbeit sehr zufrieden zu sein.

„Wollt Ihr noch was trinken, bevor ihr zur Heimreise aufbrecht?“ fragte Fixe Kosten, der Wirt.

Der Knappe Budget bestellte einen Latte Machiavelli.

„Ist der mit Cashflow?“ fragte Bil Anz begeistert: „Dann muss ich den auch mal Direct Costing.“

„Passiva!“ riefen die beiden, als sie sich mit ihren koffeinhaltigen Heißgetränken zuprosteten.

Nach der erfolgreichen Abfindung der drei Rechnungs-Wesen, wussten sie, dass ihnen das neue Kalenderjahr neue Abenteuer bringen würde .

Diskussion

Ein Kommentar

  1. 30. November 2018 am 12:20

    Eine super Geschichte, wenn man aus dem Fach kommt, macht sie echt Freude. Vielen Dank dafür

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