Organisation   18.1.2018

Die wichtigsten Fakten über Datenschutz anlässlich Datenschutztag 28.01.2018

Der Europarat rief im Jahr 2006 den Tag des Datenschutzes ins Leben. Seit 2007 erinnert der Datenschutztag jährlich an die Wichtigkeit des Schutzes persönlicher Daten. Im Jahr 2018 findet der Europäische Datenschutztag am 28. Januar 2018 statt. Der Gedenktag bietet einen Anlass, um eine Bestandsaufnahme zu den Fakten über Datenschutz vorzunehmen.

EU Grundverordnung – Europaweite Regelung des Datenschutzes

Die EU-Datenschutz-Grundverordnung regelt den Datenschutz innerhalb Europas. Galt in Deutschland bislang über zwanzig Jahre lang eine Datenschutzrichtlinie, so setzt das europäische Regelwerk neue Maßstäbe. Sowohl die Datenschutzrichtlinie als auch die europäische Grundverordnung berücksichtigt die Interessen von beiden Seiten. Einerseits räumt sie dem Schutz von persönlichen Daten einen hohen Stellenwert ein. Andererseits ermöglicht sie möglichst viel Freiheit für den Austausch von Daten.

Die wichtigsten Fakten über Datenschutz anlässlich Datenschutztag 28.01.2018

Das Thema Datenschutz spielt auch in 2018 für Unternehmen eine große Rolle. (© everythingpossible – Fotolia)

Die Europäische Idee als Leitsatz für den Datenschutz

Sämtliche Unternehmen in der EU, aber auch alle nichteuropäischen Unternehmen müssen sich zukünftig an dieselben Regeln halten, um Daten zu schützen. Die EU Grundverordnung regelt einen einheitlichen Umgang mit Daten von Verbrauchern innerhalb der gesamten EU. Das hat den Vorteil, dass Unternehmen auf nationale Datenschutzrechte keine Rücksicht mehr nehmen müssen. Denn EU Recht steht mit der Datenschutz-Grundverordnung über dem nationalen Recht. Die Verordnung wurde im Mai 2016 durch die Kommission, das Parlament und den Europäischen Rat der EU erlassen. Das Bundesdatenschutzgesetz in Deutschland verliert damit zum 25. Mai 2018 seine Rechtskraft. Denn an diesem Tag tritt die EU Verordnung in allen EU Staaten rechtswirksam in Kraft.

Fakten über Datenschutz – Verbraucherrechte

Die EU Verordnung zum Datenschutz verfolgt neben der Freiheit des Datentransfers eine Stärkung von Verbraucherrechten. Zu diesen zählen die Rechte auf

  • Information
  • Auskunft
  • Widerspruch
  • Korrektur
  • Löschung
  • Übertragbarkeit

Das Informationsrecht

Sobald ein Unternehmen persönliche Daten erhebt, muss es zahlreiche Informationen offen legen. Dazu gehören neben anderen:

  • Adressdaten
  • Kontakt Datenschutzbeauftragter
  • Zweck der Verarbeitung
  • Empfänger
  • Speicherungsdauer
  • Aufklärung über Rechte
  • Zweckänderung

Recht auf Auskunft

Die Verordnung ermöglicht es Verbrauchern, über erhobene Daten Auskunft einzuholen. Das Unternehmen muss auf eine Anfrage hin über zahlreiche Bereiche Auskunft erteilen, wie zum Beispiel:

  • Zweck der Datenerhebung
  • Empfänger der Daten
  • Dauer der Speicherung
  • Aufsichtsbehörde
  • Herkunft der Daten
  • Übermittlung ins Ausland

Löschung und Korrektur auf Verlangen

Zu den neuen Fakten über Datenschutz gehört, dass Verbraucher eine Korrektur, aber auch eine Löschung erwarten dürfen. So müssen Unternehmen Daten löschen, die nicht mehr gebraucht werden. Auch der Widerruf einer Einwilligung zur Datennutzung sowie eine unerlaubte Nutzung führen zu einer Löschung.

Erleichterung von Datentransfer

Verbraucher können die eigenen Daten in einer automatisierten Anwendung in Zukunft für ihren eigenen Gebrauch verwenden. Hierzu können sie das Unternehmen zur Bereitstellung der entsprechend aufbereiteten Daten auffordern.

Unternehmer in der Pflicht – Fakten über Datenschutz

Unternehmer, die Daten erheben, haben bereits seit vielen Jahren eine besondere Pflicht zur Sorgfalt. Sie müssen nicht nur die ihnen anvertrauten Daten sorgfältig verwahren und vor Missbrauch schützen. Auch dürfen sie persönliche Daten nicht ohne Zustimmung erheben. Eine Veröffentlichung von persönlichen Daten ist ohne ausdrückliche Genehmigung darüber hinaus ebenso untersagt. Zu den Neuerungen der EU Verordnung gehört unter anderem, dass erhobene Daten so aufbereitet werden müssen, dass sie auch vom Verbraucher einzusetzen sind. Unternehmen sind verpflichtet, die technischen Voraussetzungen zu schaffen, die eine automatisierte Behandlung der Daten ermöglicht. Die Daten müssen für den Verbraucher zum Beispiel in seinem sozialen Netzwerk verwendbar sein. Darüber hinaus müssen Unternehmen Verletzungen des Datenschutzes an die Aufsichtsbehörde melden. Auch die Betroffenen müssen unter bestimmten Voraussetzungen eine Nachricht hierüber erhalten.

Weiterführende Links:

Verwandte Artikel

Das könnte dich auch interessieren

Finanzen

GEMA-Gebühren: Muss die Firma zahlen?

Im Verkaufsraum läuft leise Musik, auf deiner Firmenfeier legt ein DJ auf. Gut, wenn du dir rechtzeitig Gedanken darüber machst, …
Recht

Ferienwohnung vermieten: Muss ich ein Gewerbe anmelden?

Eine Ferienwohnung vermieten kann eine lukrative Einkommensquelle stellen. Ob Du dafür ein Gewerbe anmelden musst, hängt von verschiedenen Aspekten ab. …
Gründung

Nebengewerbe anmelden: So geht’s

Ein Nebengewerbe gründen, das kann ein guter Weg sein, neben dem Job eine Geschäftsidee umzusetzen. Du musst dein Nebengewerbe anmelden …

Privat: Billomat 60 Tage kostenlos testen

Mit der Anmeldung akzeptierst du die AGB.

Newsletter
Newsletter
Kontakt
Folge uns
Deine Einstellungen zu Cookies für diese Website:

Wähle selbst aus, welcher der nachfolgenden Cookies die Website verwenden darf. Du kannst diese Einstellungen jederzeit wieder über unsere Datenschutzbestimmungen ändern.

Ändere deine Cookie-Einstellungen mit dem Schieberegler:
Notwendig
Notwendig
Statistik
Statistik
Komfort
Komfort
Targeting
Targeting