Finanzen   09.1.2018

Dienstfahrrad steuerlich absetzen – Spartipps für Sportliche

Ein Fahrrad ist noch lange kein Auto. Trotzdem hat der Gesetzgeber seit 2012 die beiden Fortbewegungsvehikel zumindest steuerlich gleichgesetzt. Denn seit einigen Jahren können Arbeitnehmer ihr Dienstfahrrad steuerlich absetzen.

Mit Muskelkraft zum Steuervorteil – so kannst Du Dein Dienstfahrrad steuerlich absetzen

Das so genannte Dienstwagenprivileg gilt seit 2012 in Deutschland nicht mehr nur für den Dienstwagen. Auch Fahrräder fallen unter das Steuerprivileg. Darüber hinaus können Arbeitnehmer das Dienstfahrrad nicht nur für den Weg zur Arbeit, sondern auch nach Feierabend für ihre privaten Fahrten benutzen. Steuerlich zumindest macht das keinen Unterschied. Selbst wenn sie das Fahrrad zusätzlich privat nutzen, können Arbeitnehmer das Dienstfahrrad steuerlich absetzen.

Dienstfahrrad steuerlich absetzen

Für diejenigen, die ihr Fahrrad dienstlich nutzen müssen, gibt es gute Nachrichten: es lässt sich von der Steuer absetzen.

Dienstfahrrad schlägt Dienstwagen – zumindest bei der Steuer

Der Fiskus räumt dem Fahrrad sogar einen Vorteil ein: den Anfahrtsweg zur Arbeit mit dem Fahrrad musst Du im Gegensatz zur gleichen Strecke mit dem Dienstwagen nicht versteuern. Der Anfahrtsweg mit dem Dienstwagen kostet hingegen 0,03 Prozent pro Kilometer von der Wohnung bis zum Arbeitsplatz. Nur Fahrer von E-Bikes und S-Pedelecs, die schneller als 25 km/h fahren können, müssen den Weg zur Arbeit wie beim Dienstwagen versteuern.

Entfernungspauschale für Fahrräder – Dienstfahrrad steuerlich absetzen

Du kannst über die so genannte Entfernungspauschale in der Steuererklärung Dein Dienstfahrrad steuerlich absetzen. Dabei machst Du für jeden Kilometer von Deiner Wohnung bis zur Arbeitsstätte eine Pauschale von 30 Cent pro Arbeitstag geltend. Die Summe setzt Du in Deiner Steuererklärung als so genannte Werbungskosten an. Die Entfernungspauschale kannst Du übrigens auch dann ansetzen, wenn Du mit Deinem privaten Fahrrad zur Arbeit fährst.

Das Dienstfahrrad – ein Vorteil für alle Beteiligten

Nicht nur die gesundheitlichen Aspekte und die damit einhergehende Steigerung der Leistungsfähigkeit sprechen für den Einsatz von Dienstfahrrädern. Sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer profitieren bei der Anschaffung von dienstlichen Drahteseln. Denn Arbeitgeber können das Dienstfahrrad als Barlohnumwandlung einsetzen und so Arbeitgeberbeiträge für die Steuer und Sozialversicherung einsparen. Bei der Barlohnumwandlung behält das Unternehmen die Raten für das Leasing und die Versicherungsbeiträge vom Lohn des Angestellten ein. Das hat nicht nur den Effekt, dass das Unternehmen seine Lohnnebenkosten senkt. Auch der Arbeitnehmer profitiert, indem er sein Dienstfahrrad steuerlich absetzen kann.

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Fahrrad-Leasing – der steuergünstige Weg zum Wunschrad

Über einen Leasing-Vertrag können Unternehmen und Mitarbeiter die zahlreichen Vorteile eines Dienstfahrrads optimal nutzen. Denn dank der Splittung des Kaufpreises in monatliche Raten müssen Arbeitgeber keine hohen Kosten investieren. Die monatlichen Leasingraten und Versicherungsbeiträge können Arbeitgeber zu  ihren Betriebskosten addieren. Auf diese Weise können Unternehmen das Dienstfahrrad steuerlich absetzen.

Dienstfahrrad steuerlich absetzen – die Details

Um seinen Mitarbeitern ein Dienstfahrrad zur Verfügung zu stellen, schließt die Firma einen Leasingvertrag über einen festgesetzten Zeitraum. Der Mitarbeiter kann das Leasingrad nach der Vertragslaufzeit übernehmen. Hierfür muss er einen prozentualen Anteil am Restwert bezahlen. Der Arbeitgeber bezahlt die monatliche Leasingrate und den Versicherungsbeitrag. Beide Posten kann er über seine Betriebsausgaben steuerlich geltend machen. Das Unternehmen vereinbart eine Barlohnumwandlung. Diese besagt, dass der Mitarbeiter einen monatlichen Sachlohn erhält. Die Höhe des Sachlohns zieht das Unternehmen zusammen mit dem geldwerten Vorteil in Höhe von einem Prozent des Kaufpreises vom Bruttogehalt des Mitarbeiters ab. Das führt dazu, dass die Berechnungsgrundlage für die Steuer und Sozialabgaben absinkt. Sowohl das Unternehmen als auch der Arbeitnehmer bezahlen lediglich die Steuer und die Sozialabgaben auf der Grundlage eines reduzierten Gehalts. Beide führen dabei eine geringere Steuer und Soziallast ab und profitieren von der Steuereinsparung.

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