Marketing   01.2.2018

Erfolgreiches Praxismarketing: Anregungen für wirkungsvolle Maßnahmen

In der Theorie klingen Marketingkonzepte immer vielversprechend. Bei der praktischen Umsetzung hapert es dann oft massiv, da sich die Realisierung als schwieriger erweist, als zunächst geplant. Wir haben konkrete Anregungen für Marketingmaßnahmen arrangiert, um Orientierung zu geben und dir die Marketingarbeit zu erleichtern.

(by TeroVesalainen via Pixabay)

Haptik: Der Schlüssel zu nachhaltiger Werbung

Online-Marketing ist unverzichtbar, aber gleichzeitig kein Garant für erfolgreiches Praxismarketing. Im Gegenteil: Wer sich ausschließlich auf die virtuelle Welt konzentriert, lässt in Sachen Marketing einen elementaren Faktor ungenutzt: Die Haptik! Die haptische Wahrnehmung bringt in Bezug auf das Marketing ein enormes Potenzial mit sich. Wer das nicht ausschöpft, verzichtet auf einige lohnenswerte Maßnahmen. Am Beispiel von Werbemitteln möchten wir das Thema näher durchleuchten:

Werbung via Internet, TV und Radio ist wichtig, aber nicht das Nonplusultra. Die meisten Verbraucher sind regelrecht werberesistent und schalten auf Durchzug, wenn sie am heimischen Computer, TV oder Mobilgerät mit Werbebotschaften überschwemmt werden. Der moderne Konsument sehnt sich heute verstärkt nach echten Werten, nach Dingen zum Anfassen. Und genau hier kommt die Haptik ins Spiel. Fühlt sich ein Produkt beziehungsweise die Verpackung gut an, erweckt das beim Verbraucher ein Gefühl von Qualität und gleichzeitig wird der Besitzwunsch angesprochen.

Der physische Kontakt hat eine nicht zu unterschätzende Macht, wenn es darum geht, Produktmarketing in die Tat umzusetzen. Im Zusammenhang mit Marketing spielen bei der Haptik aber nicht nur Produkte eine zentrale Rolle, sondern auch Werbemittel. Die internationale Marktforschungsstudie „Global Advertising Specialties Impressions Study“, die vor einigen Jahren veröffentlicht wurde, bestätigt, dass der Erinnerungswert bei klassischen Werbeartikeln beeindruckend ist. Die Gründe sind vielfältig: Schreibutensilien, Kalender oder Regenschirme bringen einen konkreten Nutzen mit sich und lassen sich von werbenden Unternehmen individualisieren. Logos und Botschaften können flexibel platziert werden und je länger ein Werbeartikel vom Verbraucher in Verwendung ist, desto öfter wird er mit der Marke konfrontiert. Fühlt sich der Artikel auch noch gut an, wird der Erinnerungswert durch den haptischen Eindruck zusätzlich gefördert.

Wenn du es richtig anstellst, avanciert ein einfacher Artikel zur wirksamen Werbung zum Anfassen. Beispiele gibt es viele und einige Unternehmen haben sich auf individualisierbare Lösungen spezialisiert. Der  aus Frankfurt fertigt Notizbücher, die mit Werbeseiten zur Inszenierung einer Marke bestückt werden können. Egal ob Texte, Fotografien oder Illustrationen: Ein Notizbuch mit durchdachten Werbebotschaften wirkt über einen langen Zeitraum auf seinen Besitzer, da es sich um einen Artikel handelt, der als täglicher Begleiter dient. Mit der ständigen Nutzung geht ein hoher Erinnerungswert einher. Vorausgesetzt, derartige Werbeartikel sind von Qualität geprägt.

Eine weitere Möglichkeit, die Haptik erfolgreich mit Werbeartikeln zu kombinieren, liefern beflockte Textilien. Bei der Beflockung handelt es sich um eine exklusive Veredelungsmethode, die eine samtartige Struktur hervorbringt, welche sich von der Oberfläche von T-Shirts und Co. deutlich unterscheidet. Auch T-Shirts gehören zu beliebten Werbeartikeln und können vielfältig eingesetzt werden. Egal ob bei betrieblichen Veranstaltungen, um die Zugehörigkeit von Mitarbeitern optisch zu unterstreichen oder als Give-away für Verbraucher auf Messen und sonstigen Events.

Weitere beispielhafte Werbeartikel, die über Haptik und Besitzwunsch den Erinnerungswert positiv beeinflussen:

  • USB-Sticks
  • Smartphone-Reinigungspads
  • Kugelschreiber
  • Taschen
  • Trinkbehälter
  • Kopfhörer

(by aiiapromogifts via Pixabay)

Das emotionale Sprungbrett zum Kunden

Viele Unternehmen scheitern letztlich, weil sie den Zugang zum Kunden nicht finden. Es gelingt ihnen nicht, die Menschen von ihrer Marke zu überzeugen und die Begeisterung für ihre Produkte zu wecken. Um herauszufinden, wie es besser geht, lohnt sich der Blick auf Apple. Der Konzern hat es über eine clevere Marketingstrategie geschafft, Kunden zu treuen Fans zu machen. Und das ist eine Kunst für sich. Apples Anhänger sind größtenteils stolze Markenbotschafter, die scheinbar ohne direkten Einfluss iPhone, iPad und Co. freiwillig und mit Begeisterung weiterempfehlen.

Doch dahinter steckt mehr. Nämlich der emotionale Kontakt zum potenziellen Käufer. Apple hat in der Vergangenheit bewiesen, dass es beim Werben deutlich wichtiger ist, die Gefühle der Konsumenten anzusprechen und nicht den Verstand. Statt auf technische Details seiner Produkte hinzuweisen, hat das Technologieunternehmen seine Innovationen in einem alltäglichen Kontext präsentiert und den Menschen gezeigt, dass diese das Leben bereichern. Und das war nicht einmal gelogen. Apple weckt positive Gefühle und hält am Ende auch das, was es über Werbung verspricht. Du willst das auch erreichen? Dann solltest Du zum einen gute Produkte beziehungsweise Dienstleistungen in petto haben und diese zum anderen über emotionales Marketing in Szene setzen. Recherchiere nach passenden Worten und Bildern, welche im Zusammenhang positive Emotionen erzeugen.

Im Video des Deutschen Instituts für Marketing erklärt Geschäftsführer Prof. Dr. Michael Bernecker interessante Details zum Storytelling, einer effektiven Methode, um Produkte und Dienstleistungen zu emotionalisieren:

            

Auf der Internetseite des Deutschen Instituts für Marketing findest Du ergänzend eine Checkliste zum Storytelling, die verrät, worauf es bei diesem Thema ankommt.

Empfehlungsmarketing effektiv einsetzen

Eine echte Empfehlung ist bekanntlich die beste Form des Marketings. Denn nichts überzeugt einen Konsumenten mehr, als die authentische Aussage eines anderen Verbrauchers, der bereits gekauft hat. Schließlich reduziert sich beim Interessenten damit das Risiko, einen Fehlkauf zu tätigen um ein Vielfaches. Insbesondere in Zeiten, wo die Gesellschaft mit leeren Floskeln und falschen Versprechungen verlockt und am Ende oft enttäuscht wurde, gewinnt das Empfehlungsmarketing zunehmend an Bedeutung.

Die Basis für künftige Empfehlungen ist selbstverständlich ein hervorragendes Angebot. Ist das gewährleistet, besteht der erste Schritt in der Regel darin, das Thema Empfehlung bei der Kundschaft anzusprechen. Viele Betriebe vergessen das völlig und verzichten damit auf ein wirksames Werkzeug. Leider sprechen sich negative Erfahrungen deutlich schneller herum, als positive. Aus diesem Grund ist es entscheidend, bei zufriedenen Kunden um die Weiterempfehlung zu bitten. Die eisten sind gerne bereit, ihre Erfahrungen nach außen zu tragen und mit anderen darüber zu sprechen, vergessen es aber schlichtweg. Hätten sie eine negative Erfahrung gemacht, würde es nicht lange dauern und der Großteil der Kontakte würde Bescheid wissen. Wer sich Empfehlungen wünscht, muss diese fordern!

Weitere Tipps, um mehr Empfehlungen zu erzielen:

  • Aufmerksamkeit erregen: Diejenigen Marken, die sich vom Markt abheben und mit interessanten Maßnahmen auf sich aufmerksam machen, bleiben eher in Erinnerung und lösen mehr Empfehlungen aus.
  • Doppelte Freude ankündigen: Beim Versenden von Gutscheinen kannst Du dem Empfänger weitere Gutscheine beilegen, die er beliebig weitergeben kann.
  • Guerilla-Marketing: Manchmal braucht es verrückte Ideen, um ins Gespräch zu kommen und dem Empfehlungsmarketing einen Schubs zu geben. Beim Guerilla-Marketing geht es darum, eine große Wirkung mit geringem Einsatz zu erzielen. Sei kreativ! Worauf du achten solltest, hat Businesscoach Anne M. Schüller in der Marketing Börse erläutert.

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