Finanzen   21.12.2017

Eröffnungsbuchung am Jahresanfang – Wissenswertes über Buchführung

Die Buchhaltung schließt am Ende des Jahres sämtliche Geschäftskonten. Dahingegen steht die Eröffnungsbuchung am Jahresanfang. Sie eröffnet das Wirtschaftsjahr in Unternehmen, die eine doppelte Buchführung haben.

Eröffnungsbuchung am Jahresanfang

So startet dein Unternehmen ins neue Jahr – Eröffnungsbuchung am Jahresanfang

Die Bücher der Buchführung

Die Buchführung eines Unternehmens setzt sich aus verschiedenen Büchern zusammen. Zu den drei Säulen der Buchführung gehören

Nachweis für jede Bewegung – die Belege

Zu den Belegen gehören sämtliche Dokumente, die den Zahlungsverkehr dokumentieren. Die Belege setzen sich zusammen aus

  • Eingangsrechnungen
  • Ausgangsrechnungen
  • Kassenbelegen
  • Eigenbelegen
  • Kontoauszügen

Tagebuch des Unternehmens – das Grundbuch

Das sogenannte Journal beziehungsweise das Tagebuch zeichnet alle Vorgänge eines Unternehmens in zeitlicher Chronologie auf. Zu den Geschäftsvorgängen zählen

  • Eröffnungsbuchung
  • Laufende Buchungen
  • Abschlussbuchungen

Hauptbuch – Neusortierung des Grundbuchs

Das Hauptbuch eines Betriebes überträgt die Vorgänge der Firma aus dem Grundbuch in ein Hauptbuch. Der Unterschied zwischen den beiden Büchern liegt in der Sortierung. Das Hauptbuch ordnet die Vorgänge in sachlicher Ordnung, während das Grundbuch eine zeitliche Reihenfolge dokumentiert. Das Hauptbuch sortiert alle Buchungen in Bestandskonten und in Erfolgskonten ein.

Bestandskonto und Erfolgskonto zum Verständnis der Eröffnungsbuchung am Jahresanfang

Bestandskonto

Die Bestandskonten dokumentieren für die Bilanz das Guthaben oder den Verlust sowohl an Finanzmitteln als auch an Gegenständen. Im Anfang des Jahres steht die Eröffnungsbilanz, während die Schlussbilanz das Wirtschaftsjahr beschließt. Die Bilanz hat eine Aktiv- und eine Passiv-Seite. Daher sind die Bestandskonten so genannte Aktiv-Konten und Passiv-Konten. Die Aktiv-Konten bezeichnen das Guthaben einer Firma, wie zum Beispiel Finanzen oder Maschinen. Die Passiv-Konten geben Auskunft über Darlehen oder Verbindlichkeiten gegenüber Dienstleistern oder Lieferanten.

Erfolgskonto

Die Erfolgskonten halten Geschäftsvorgänge fest, die für Einnahmen oder Abflüsse Bedeutung haben. Sie beschreiben den Gewinn oder den Verlust eines Unternehmens. Die Erfolgskonten starten zum Jahresbeginn bei Null. Zu den Erfolgskonten gehören die

  • Ertragskonten
  • Aufwandskonten

Die Ertragskonten geben Einnahmen und Erträge wieder, während die Aufwandskonten Abflüsse, wie Mieten oder Steuern dokumentieren.

Kassensturz GuV-Konto

Das GuV-Konto zeigt den Gewinn oder den Verlust eines Unternehmens an. Hierfür stellt das Konto die Erträge dem Aufwand gegenüber. Danach dokumentiert das GuV-Konto am Jahresende durch Errechnung des Saldos den Gewinn oder Verlust der Firma im Geschäftsjahr.

Jahresabschluss am Jahresende – Eröffnungsbuchung am Jahresanfang

Im Zuge des Jahresabschlusses schließt die Buchhaltung sämtliche Konten. Nachdem das GuV-Konto zu einem Ergebnis gekommen ist und Gewinn oder Verlust eines Unternehmens bezeichnet hat, schließt die Buchhaltung die Konten ab. Zum neuen Jahr hingegen eröffnet die Buchhaltung sämtliche Konten erneut. Hierfür legt sie in Form der Eröffnungsbuchung und durch die Erstellung der Eröffnungsbilanz die Basis für die Buchhaltung des neuen Jahres. Dabei muss die Eröffnungsbilanz für das neue Jahr mit der Schlussbilanz des alten Jahres identisch sein.

Schlussbilanz und Eröffnungsbilanz

Im ersten Schritt überträgt die Buchhaltung die Werte aus der Schlussbilanz des Vorjahres in die Eröffnungsbilanz zu Jahresbeginn. Die Aktiva der Schlussbilanz stehen auf der linken Seite, während sie die Passiva auf der rechten Seite dokumentiert. Die Eröffnungsbilanz übernimmt bei der Übertragung Werte und Anordnung aus der Schlussbilanz. Lediglich die Bilanzsumme aus der Schlussbilanz wird in der Eröffnungsbilanz zum Gewinnvortrag umbenannt. Der Rest der beiden Bilanzen ist identisch.

Eröffnungsbuchung  – Eröffnungsbilanzkonto

Das Eröffnungsbilanzkonto (EBK) heißt auch „umgekehrte Bilanz“. Die „umgekehrte Bilanz“ ist ein Hilfsmittel der Buchführung, mit der sie die Eröffnungsbuchung ausführt. In der Eröffnungsbilanz stehen noch die Aktiva auf der linken Seite und die Passiva auf der rechten Seite. Die Eröffnungsbuchung zum Jahresanfang hingegen benennt zunächst Aktiva in Haben und Passiva in Soll um. Dann stellt sie das Soll im Eröffnungsbilanzkonto auf die linke Seite und das Haben auf die rechte Seite.

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