Marketing   02.6.2014

Farben im Webdesign – wie wichtig sind sie?

Sie spielen eine größere Rolle, als wir meinen: Farben im Webdesign. Wer (s)eine Website plant, macht sich nicht nur Gedanken darum, welche Inhalte hineinmüssen, was die Kundschaft am ehesten auf der Website sucht und wie sie leicht aktuell zu halten ist. Besonders wichtig ist natürlich auch das Design der Website – eine unübersichtliche, veraltete, verschlafene Website besucht niemand gern, geschweige denn, dass jemand dann auch noch deine Dienste in Anspruch nimmt. Zum Design gehören Farben – doch die Wirkung von Farben wird häufig außer Acht gelassen.

Die Farbenlehre ist nicht nur in der Malerei wichtig. Du solltest sie auch bei der Wahl deines Webdesigns beachten.

Die Farbenlehre ist nicht nur in der Malerei wichtig. Du solltest sie auch bei der Wahl deines Webdesigns beachten.

In der Farbenlehre gibt es Farben, die zueinander passen, und Farbkombinationen, die sich beißen. Je nach aktuellem Modetrend passen plötzlich Farben zusammen, die bislang als absolutes No-Go galten: z. B. Blau und Schwarz oder Pink und Orange. Für den hippen Auftritt auf einer Party mag das angehen, da dieser Auftritt zeitlich beschränkt ist. Dein Webauftritt jedoch ist immer da. Es sei denn natürlich, du änderst ihn wieder.

Wenn du die Farben für deine Website aussuchst, solltest du dich selbstverständlich zum einen an den Farben deines Logos bzw. Signets oder deiner Corporate Identity orientieren. Doch da die Farbpalette riesig ist, lohnt es sich durchaus, sich einmal damit auseinanderzusetzen, welche Farbe welche Wirkung auf deine Kundschaft haben könnte. Dabei können dir die folgenden Fragen helfen:

  • In welchem Land lebt deine Kundschaft?
    Farben werden in den unterschiedlichen Kulturen auch unterschiedlich wahrgenommen. Die Farbe Weiß ist in unserer Kultur bspw. neutral, steht für Frieden (die Friedenstauben sind immer weiß, nie grau und noch was Unbestimmtes wie in Wirklichkeit), für Medizin (Arztkittel sind in Deutschland in der Regel weiß) oder für den althergebrachten Begriff der Unschuld und Reinheit (wie er sich im weißen Brautkleid widerspiegelt). In Ländern wie China oder Japan jedoch steht die Farbe Weiß für Trauer, Tod und Unglück. Wenn deine Website also Kundschaft in Asien anziehen soll, dann solltest du die Farbe Weiß möglicherweise sparsam einsetzen. Es sei denn, du verkaufst Särge nach China.
  • Wie alt ist deine Kundschaft?
    Das Alter deiner Zielgruppe ist natürlich wichtig, denn je nachdem, in welche Altersgruppe du sie einordnest, kannst du dich mit den Farben mal mehr, mal weniger austoben. Eine jüngere Zielgruppe ist eher für schrille Farbkombinationen wie Pink und Orange zu begeistern als Senioren über 60.
  • Welches Gefühl willst du bei deiner Zielgruppe auslösen?
    Farben lösen etwas in uns aus, und meist verläuft dies völlig unbewusst. Hellere Farben machen eher wach, dunklere entspannen. Rot verbinden wir bspw. mit Liebe, mit Wärme und Leidenschaft, aber auch – je nach Schattierung – mit Aggression. Ein helleres Rot wirkt wach und frisch, ein dunkleres Rot verströmt mehr Wärme und Gemütlichkeit. Grün verbinden wir mit der Natur, mit Frische, Gesundheit, Harmonie und Sicherheit. Gelb hingegen verbinden wir mit Sonne, mit Kraft und Geld, doch in zu kräftigem Ausmaß kann Gelb auch als überbordend gesehen und mit Neid assoziiert werden.

Schau dir nun einmal die Websites deiner Konkurrenz an. Wie beurteilst du deren Farbwahl? Ist sie gelungen und perfekt auf die Zielgruppe ausgerichtet? Oder verspürst du eine Ablehnung, die nicht nur daraus rührt, dass es sich um deine Konkurrenz handelt? Die richtige Farbe für deine Website solltest du also mit Bedacht wählen und dir immer diese drei Fragen stellen: Wo? Wie alt? Welches Gefühl?

 

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