03. Feb 2017 | Unternehmenssteuerung

Frühaufsteher oder Langschläfer: Wer sind die besseren Unternehmer?

Frühaufsteher oder Langschläfer, bei dem Thema heißt es: Vorsicht Fettnapf. In Deutschland ist es weit verbreitet, das Vorurteil, frühes Aufstehen hätte etwas mit Fleiß und Erfolg zu tun. Aber ganz so einfach ist das nicht.

Der frühe Vogel fängt den Wurm, heißt es. Dabei wird zweierlei außer Acht gelassen:

  1. Die Geschäftszeiten der Katze.
  2. Der Biorhythmus der Würmer.

Für das Wurm-Vogel-Katze-Business muss natürlich jedes Tier persönlich vorstellig werden. Das ist aber nicht in jedem Geschäftsfeld nötig. Die digitalen Möglichkeiten der modernen Arbeitswelt machen es nicht mehr zwingend erforderlich, dass alle gleichzeitig arbeiten, um sich gut erreichen und verständigen zu können.

Dennoch sieht die Tradition einen frühen Arbeitsbeginn vor. Der wird von klein auf über den frühen Unterrichtsbeginn in der Schule trainiert. Mit Erfolg oder der idealen Arbeitszeit hat das wenig zu tun. Früher lag es vielleicht am Tageslicht, das man unbedingt ausnutzen wollte, weil bei Kerzenschein nicht jede Arbeit ausführbar ist. Heute ist die beste und schlechteste Begründung für den frühen Arbeitsbeginn: Gewohnheit. Unsere Gesellschaft ist halt darauf ausgerichtet.

Frühaufsteher oder Langschläfer: Wer sind die besseren Unternehmer?
Langschläfer gelten als faul und unmotiviert, doch eigentlich arbeitet nur derjenige besonders gut, der wirklich ausreichend geschlafen hat. Da sind Frühaufsteher oft im Nachteil. (©drubig-photo – Fotolia)

Eulen und Lerchen

Für manch einen ist das ideal. Es gibt echte, natürliche Frühaufsteher. Ihr Biorhythmus sieht einfach Aktivitätsphasen am frühen Morgen vor. Frühes Aufstehen fällt ihnen leicht. Dafür sind sie abends zeitig müde. Solche Menschen bezeichnet man als Lerchen. Die Lerche ist ein Vogel, der schon vor Sonnenaufgang mit seinem Gesang beginnt. Lerchen-Typen sind also früh aktiv. Tagsüber liegen ihre besten Kreativzeiten und Leistungsphasen etwas anders verteilt als bei ihrem Gegenpart, den Eulen. Eulen sind überwiegend nacht- und dämmerungsaktive Tiere. Menschliche Eulen werden später munter, haben dafür aber später am Tag ihre Kreativitäts- und Energieschübe, in denen sie am besten ihre Projekte stemmen können.

Blöd für die Eulen ist, dass sie in einer Lerchenwelt leben. Sonst ist weder an dem einen noch an dem anderen Aktivitätsmuster etwas auszusetzen. Auch an den vielen anderen Vögeln ist nichts falsch, die weder Lerche noch Eule sind. Es sind einfach unterschiedliche Biorhythmen.

Ausgeschlafen sein

Frühaufsteher oder Langschläfer: für alle gilt, dass es ausreichend Schlaf sein muss. Wer ständig ein Schlafdefizit mit sich schleppt, ist dauernd erschöpft. Die Konzentrationsfähigkeit ist eingeschränkt und das Immunsystem findet den Mangel an Erholung auch nicht hilfreich.

Was ausreichend Schlaf ist, lässt sich auch nicht verallgemeinern. Auch bei der idealen Schlafdauer ist jeder Mensch ein wenig unterschiedlich. Die Aufgabe lautet also: Finde heraus, wie dein Biorhythmus tickt und versuche deine Arbeitszeiten daran anzupassen. Gerade Selbstständige können ihre Arbeitszeitmodelle ja zu einem gewissen Teil selbst gestalten.

Gut oder schlecht gibt es nicht. Frühaufsteher oder Langschläfer: Beide können erfolgreiche Unternehmer sein, wenn sie ihre kreativen und wachsten Phasen am Tag ideal ausnutzen.

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