Finanzen   19.12.2017

Geld anlegen für Selbstständige: Welche Möglichkeiten gibt es im Zinstief?

Des einen Freud ist des anderen Leid. Während es derzeit billiges Baugeld gibt, die so manchen dazu verleiten, sich eine Immobilie anzuschaffen oder zu errichten, bestehen nur noch wenige Möglichkeiten, Geld einigermaßen ohne Verlustrisiko anzulegen. Dieser Beitrag stellt 3 Möglichkeiten vor, wie Selbstständige Geld sicher anlegen können.

Tagesgeldkonten: Es gibt sie mit positivem Zins

Sparer suchen Möglichkeiten, um Geld sicher anzulegen. (pixabay.com © finlin)

Banken bieten Tagesgeldkonten an. Sie haben ihren Namen daher, dass sie taggenau verzinst werden und täglich verfügbar sind. Die Angebote sind in den zurückliegenden Monaten immer spärlicher geworden. Doch es gibt sie noch: Tagesgeldkonten mit Verzinsung im positiven Bereich. Stiftung Warentest unterzieht in- und ausländische Angebote regelmäßig einer Prüfung und hat erst jüngst wieder einen aktuellen Test dazu veröffentlicht. Es loht sich, die aufgelisteten Banken einmal genauer unter die Lupe zu nehmen, denn es gibt tatsächlich Anbieter, die eine Alternative zum 0-%-Girokonto darstellen:

  • Oney Bank 0,65 %
  • Hoist Bank 0,60 %
  • TF Bank 0,55 %
  • Akbank 0,50 %
  • Moneyou 0,50 %

Stiftung Warentest rät dazu, sich die Einlagensicherungsfonds der einzelnen Banken anzusehen. Konservative Anleger setzen auf Anbieter wie die Akbank, die dem deutschen Einlagensicherungsfonds angehören.

Geld anlegen für Selbstständige

Goldbarren, Goldmünzen – im Grunde spielt es keine Rolle. Gold ist seit vielen Jahrzehnten
eine beliebte, weil weitgehend wertstabile Anlage.(pixabay.com © hamiltonleen)

Gold kaufen – sichere Wertanlage mit stabiler Entwicklung

Ein Blick auf den Verlauf der Goldkurse zeigt, dass sich die Schwankungen in den letzten drei Jahren in einem relativ überschaubaren Bereich halten. Im Dezember 2014 lag der Goldkurs bei rund 1.225 USD je Feinunze, im Dezember 2017 bei 1.247,08 USD. Das entspricht einem Wachstum von etwa 1,79 Prozent. Gold wird zum einen in Form von Wertpapieren gehandelt, doch das Edelmetall ist auch in Form von Münzen oder Barren verfügbar. Damit erhältst du einen realen Gegenwert, den du jeden Tag anfassen kannst. Das Gold liegt bei dir zu Hause – hoffentlich in einem Safe! – als sichere Notreserve für schlechte Zeiten.

Natürlich lässt sich die Entwicklung des Goldkurses nicht zweifelsfrei voraussehen, doch die Kaufkraft des Edelmetalls ist über die Jahrhunderte erhalten geblieben. Wer sich für die Geldanlage in Gold interessiert und sich mit dem Gedanken trägt, es zu kaufen, der sollte sich zunächst einmal intensiv damit auseinandersetzen und sich weitere Informationen besorgen.

Die Gentrifizierung in Berlin und anderen Großstädten verdrängt immer mehr Durchschnittsverdiener und sozial schwächere Schichten aus den ehemaligen Arbeitervierteln. Luxussanierungen führen zu exorbitant hohen Mietpreisen. (pixabay.com © Fotomek)

Die Gentrifizierung in Berlin und anderen Großstädten verdrängt immer mehr Durchschnittsverdiener und sozial schwächere Schichten aus den ehemaligen Arbeitervierteln. Luxussanierungen führen zu exorbitant hohen Mietpreisen.

Investition in Immobilien – Betongold als Geldanlage

Wohnraum wird immer teurer und erreicht in Ballungsräumen geradezu astronomische Höhen. Wohl dem, der eine teuer vermietete Immobilie besitzt, am besten in Berlins bester Lage. Wer sich ein wenig mit dem Immobilienmarkt in Deutschland beschäftigt, wird herausfinden, dass es Wohngegenden gibt, in denen praktisch niemals eine Wohnung frei zu werden scheint. Am Beispiel Berlin-Kreuzberg wird es deutlich. Mitten im Herzen der Hauptstadt ist hier fast jeder Quadratmeter bebaut und das, was noch frei ist, wird zu horrenden Quadratmeterpreisen neu bebaut und teuer vermietet. Auch die Gentrifizierung sorgt dafür, dass Anleger gerne ihr Geld investieren. Betrachtet man diese Situation durch die Anlegerbrille, liegen die Vorteile auf der Hand: Eine Investition in Immobilien kann sich rentieren. Die Chancen stehen zumindest gut. Vordergründig stimmt das auch, doch der Teufel steckt im Detail. Wer mit dem Gedanken spielt, Geld in Immobilien oder Immobilienfonds zu investieren, der sollte sich sehr gut informieren. Die allererste Regel lautet: Investiere nur, wenn du die Immobilie kennst. So verlockend ein Investment in einen offenen oder geschlossenen Immobilienfonds in der Hauptstadt auch erscheinen mag, ohne sich umfassend vor Ort zu informieren, sollte kein Selbstständiger investieren. Sicherer ist es, in ein Projekt in der eigenen Stadt oder Region einzusteigen. Dort kennt man sich aus, kann Wohnlagen und Qualitätsunterschiede beim Bau sowie das zu erwartende Klientel wesentlich zutreffender einschätzen, als anderswo. Deshalb gilt, erst informieren, dann investieren. Dieser Beitrag zeigt darüber hinaus, inwieweit eine Immobilie als Altersvorsorge für Selbstständige in Frage kommt.

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