16. Nov 2021 | Allgemein

Geld zurück: So lassen sich Geschenke von der Steuer absetzen!

Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft, doch auch in der Arbeitswelt sind sie Gang und Gäbe. Die wenigsten Arbeitgeber wissen allerdings, dass sie einige Geschenke von der Steuer absetzen können. Individuelle Geschenke für Kollegen oder Geschäftspartner wie von www.tassenbrennerei.de sind teils von der Steuer absetzbar und lohnen sich deshalb doppelt. Was im ersten Moment wie ein unglaubliches Märchen klingt, ist tatsächlich in einigen Bereichen umsetzbar. Allerdings trifft das nicht auf alle Präsente zu. Welche Voraussetzungen es gibt und worauf Du bei der Steuererklärung achten musst, verrät dieser Ratgeber! 

Geschenke von der Steuer absetzen und Geld zurück
Quelle: Unsplash, Urheber: Amol Tyagi

Die wichtigsten Grundlagen bei der Steuererklärung

Jedes Jahr ist die Einkommenssteuererklärung für Millionen von Menschen entweder eine lästige Pflicht oder aber die Kür, um erstattungsfähige Ausgaben ersetzt zu bekommen. Auch bei Geschenken gibt es die Option, vom Staat Geld zurückzubekommen. In der Geschäftswelt sind kleine Geschenke manchmal mehr als nur eine Pflicht, sie kommen von Herzen und kaum ein Arbeitgeber möchte darauf verzichten. Insbesondere zu Geburtstagen, aber auch zu Feiertagen wie Weihnachten ist es Gang und Gäbe, engen Geschäftspartnern eine Flasche Wein oder den Angestellten eine nette Aufmerksamkeit zu überreichen. 

Und genau hier beginnt der erste Unterschied. Bei der Einkommensteuererklärung kommt es maßgeblich darauf an, ob Du ein Geschenk für einen Arbeitnehmer oder für einen Deiner Geschäftspartner absetzen wollen. Für beide Beschenkte gelten allerdings zwei Grundregeln. Erstens muss es sich um ein Geschenk in Form einer Dienstleistung oder einer Sachleistung handelt und zweitens darf das Geschenk keine Gegenleistung für erbrachte Arbeitsleistung sein. 

Sofern Du diese Vorgaben erfüllst, gibt es gute Chancen, Präsente in einem gewissen Rahmen als Betriebsausgabe von der Steuer abzusetzen. 

Geschenke von Arbeitgebern für Arbeitnehmer

Ganze 79 % der Arbeitnehmer sehen ein Geschenk von ihrem Arbeitgeber als Grund zur Freude. Das ergab eine Umfrage mit 1.000 Personen zwischen 18 und 70 Jahren. Einen Grund zur Freude gibt es auch für den Arbeitgeber, denn selbst kostspielige Sachgeschenke können als Betriebsausgabe von der Steuer abgesetzt werden. Hier wird nicht einmal eine Freigrenze gesetzt, zumindest nicht für den Arbeitgeber. 

Anders sieht es jedoch bei den Arbeitnehmern aus. Pro Jahr dürfen, zu bestimmten Festlichkeiten (Weihnachten, Geburtstage, Hochzeiten) Geschenke im Wert von maximal 60 Euro brutto an den Arbeitnehmer übergeben werden, ohne dass dieser hierfür Steuern entrichten muss. Überschreitet der Wert des Geschenkes allerdings diese Grenze, muss das Geschenk versteuert werden. Das gilt auch dann, wenn es sich um eine Sachleistung handelt, nicht um ein Bargeschenk. 

Anders sieht es mit Sachbezügen aus, die ergänzend zum monatlichen Lohn an die Mitarbeiter übergeben werden. Hierbei kann es sich um Gutscheine für bestimmte Wellness-Dienstleistungen oder auch Gutscheine für das Betriebsrestaurant handeln. Hier haben Arbeitgeber die Möglichkeit, pro Monat Geschenke im Wert von 44 Euro Brutto zu machen, ohne dass der Arbeitnehmer Steuern entrichten müsste. 

Geschenke für Geschäftspartner 

Auch unter Geschäftspartnern kann es sinnvoll sein, hin und wieder eine kleine Aufmerksamkeit zu überbringen. Umfragen haben gezeigt, dass vor allem Geburten als Anlass für kleine Präsente sehr beliebt sind. Und solche persönlichen Anlässe dürfen sogar etwas kostspieliger beschenkt werden. 60 Euro Brutto sind als Freigrenze vorgesehen, wenn Geschenke zwischen Geschäftspartnern zu persönlichen Anlässen wie der Geburt eines Kindes, einer Hochzeit oder als Kondolenzgeschenk übergeben werden. Es ist daher wichtig, dass in der Buchhaltung nicht nur die Ausgabe selbst erfasst wird, sondern auch der Name des Beschenkten sowie der Geschenkanlass. 

Sonstige Anlässe, zu denen auch Weihnachten oder andere Feiertage gezählt werden, senken die Freigrenze für Ausgaben, die von der Steuer abgesetzt werden können, ab. Hier dürfen pro Jahr maximal 35 Euro pro Person als Betriebsausgabe geltend gemacht werden. Zu beachten ist, dass Geschenke mit höherem Wert auch nicht anteilig angerechnet werden können. Wenn Du Deinen Geschäftspartnern daher eine Freude machen möchten, bedenkst Du die Freigrenzen, um auch sich selbst bei der Steuererklärung einen kleinen Bonus zu gönnen. 

Beliebte Geschenke für Mitarbeiter 

Nun kennst Du die Bedingungen, um beim Verschenken kleiner Aufmerksamkeiten bares Geld sparen zu können. Doch längst nicht jeder Arbeitgeber weiß, womit er seinen Angestellten eine kleine Freude bereiten kann. Einfacher ist es, wenn Du Geschäftsführer eines familiären Betriebs bist, denn hier kennst Du die Vorlieben Deiner Mitarbeiter im besten Fall recht gut. Wie sieht es aber in großen Betrieben, mit hunderten von Angestellten aus?

In diesem Fall eignen sich Allround-Geschenke, die für jeden Menschen interessant sind. Im ersten Moment erscheinen alkoholische Getränke und Süßigkeiten als gute und dezente Option, allerdings sind diese Mitbringsel oft problembehaftet. Viele Menschen vertragen keine Süßwaren, dürfen bestimmte Produkte nicht essen oder konsumieren keinen Alkohol. Dein gut gemeintes Mitbringsel landet dann vermutlich erneut als Geschenk auf dem Gabentisch der entfernten Verwandten Deines Mitarbeiters. 

Große Freude hingegen kannst Du Deinen Angestellten mit nützlichen Geschenken machen, die über das ganze Jahr genutzt werden können. Hierbei könnte es sich um lustig bedruckte Tassen handeln, Gutscheine für bestimmte Dienstleistungen oder auch Tankgutscheine. Die Auswahl kleiner Geschenke ist groß und insbesondere, wenn Du mehreren Personen das Gleiche schenken möchtest, sind nicht essbare Produkte die bessere Wahl. 

Worüber freuen sich Geschäftspartner?

Wenn Du Deinem Geschäftspartner ein nettes Mitbringsel überreichen möchten, kommt es auf verschiedene Faktoren an. Seid Ihr einander vertraut und kennt die persönlichen Vorlieben? Dann kann dies beim Geschenkekauf berücksichtigt werden. Du weißt, dass Dein Geschäftspartner einen erlesenen Whiskey zu schätzen weiß? Über ein Geschenk brauchst Du Dich dann keine Sorgen mehr zu machen. 

Was aber, wenn der Anlass ein besonderer ist und Du mehr als nur das typische Gastgeschenk mitbringen möchtest? In diesem Fall eignen sich persönliche Geschenke besser. Bei der Geburt eines Kindes sind beispielsweise Gutscheine für einen Restaurantbesuch beliebt, denn auch die Eltern möchten sich einmal erholen. Gern gesehen sind aber auch personalisierte Produkte, die den Namen des Kindes enthalten. 

Auch hier ist die Auswahl groß und Deine Wahl hängt letztlich auch davon ab, wie gut Du Deinen Geschäftspartner kennst. Bei fremden Personen, denen Du zum ersten Mal begegnest, sind neutrale Geschenke optimal geeignet. Meist wird es am Ende doch die obligatorische Flasche Wein, denn selbst wenn der Geschäftspartner sie nicht trinken möchte, kann er sie seinerseits an jemand anderen weitergeben, der sich über das Präsent freut. 

Bedenke bei allen Geschenken immer die jeweiligen Freigrenzen, damit Du bei der Einkommenssteuererklärung Deine Kosten von der Steuer absetzen kannst.