Finanzen   11.2.2020

Gesetzliche Pflichtangaben auf Rechnungen

Wir bei Billomat beschäftigen uns ja von Berufswegen mit dem Thema Rechnungserstellung und auch wir müssen Rechnungen erstellen. Dabei haben wir uns in der Vergangenheit dabei ertappt, dass wir die eine oder andere gesetzliche Rechnungsangabe vergessen oder einfach übersehen haben. Immerhin schreibt das Gesetz mittlerweile mehr als ein Dutzend gesetzliche Pflichtangaben auf Rechnungen vor. In diesem Beitrag verraten wir Dir, welche das sind!


  1. Welche Pflichtangaben müssen Rechnungen enthalten?
  2. Welche Folgen haben unvollständige Rechnungsangaben?
  3. Hinweis auf Steuerbefreiung bei Kleinunternehmer
  4. Unterschiede zwischen normaler Rechnung und Kleinbetragsrechnung
  5. Ausnahmen der Vereinfachung bei Kleinbetragsrechnungen
  6. Ganz einfach – Pflichtangaben auf Fahrausweisen
  7. Welche Anforderungen gelten für elektronische Rechnungen?
  8. Welche zusätzlichen Pflichtangaben für die Rechnung gelten in Sonderfällen?
  9. Gesetzliche Pflichtangaben auf Rechnungen nach dem Handelsgesetzbuch
  10. Welche weitere Pflichten gelten für die Rechnung?

Das muss drin sein – Gesetzliche Pflichtangaben auf Rechnungen

Die Vorgaben für gesetzliche Pflichtangaben auf Rechnungen werden in  geregelt.

Im Folgenden eine Übersicht über die vorgeschriebenen Rechnungsangaben ab dem 01.01.2004:

  • (finanzamtsbezogene) Steuernummer des leistenden Unternehmers oder die vom  erteilte USt-IDNr.
  • Bei innergemeinschaftlichen Lieferungen, Handelsvertreter-, Güterbeförderungs- und Bearbeitungsleistungen: USt-IdNr. des Kunden
  • Name und Anschrift leistender Unternehmer
  • Name und Anschrift Leistungsempfänger
  • Leistungsbeschreibung (Art, Menge bzw. Umfang)
  • Ausstellungsdatum (Rechnungsdatum)
  • Leistungszeitpunkt
  • Fortlaufende Rechnungsnummer
  • Bemessungsgrundlage (bei unterschiedlichen Steuersätzen gesondert)
  • Steuerbetrag und maßgeblicher Steuersatz (außer bei Steuerbefreiung oder Steuerschuldnerschaft des Auftraggebers)
  • Bei Lieferungen neuer Fahrzeuge an Abnehmer ohne Ust-IDNr. Angaben nach 
  • Bei Schlussrechnung: vorher vereinnahmte Teilentgelte und auf sie entfallende Steuerbeträge absetzen, falls über Teilentgelte Rechnungen ausgestellt worden sind
  • Hinweis auf Anwendung der Differenzbesteuerung (Reiseleistung, Gebrauchtwaren)
  • Hinweis auf Aufbewahrungspflichten bei Privatpersonen (zwei Jahre)
Gesetzliche Pflichtangaben auf Rechnungen

Es ist nicht willkürlich, was auf Rechnungen stehen muss, sondern gesetzlich vorgegeben. (Bild © pexels.com)

Welche Folgen haben unvollständige Rechnungsangaben?

Werden diese Bestimmungen nicht beachtet, könnte unter anderem der Vorsteuerabzug oder die komplette Rechnung als Betriebsausgabe vom Finanzamt nicht anerkannt werden. Dann drohen eventuell sogar hohe Steuernachzahlungen. Am Besten also immer auch die Eingangsrechnungen nach diesen Kriterien kontrollieren und gegebenenfalls eine korrigierte Rechnung nachfordern.

Hinweis auf Steuerbefreiung bei Kleinunternehmer

Wenn der Rechnungsaussteller unter die Kleinunternehmerregelung (geregelt im ) fällt, sind alle Positionen von der Umsatzsteuer befreit. Demzufolge müssen Kleinunternehmer keine Umsatzsteuer ausweisen. Um die Steuerbefreiung zu begründen, muss die Rechnung zwingend einen entsprechenden Hinweis tragen. Dieser kann lauten, wie zum Beispiel: „Der Rechnungssteller wendet die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG an und ist zu einem Steuerausweis nicht verpflichtet.“ Da Kleinunternehmer trotz ihrer Umsatzsteuerbefreiung dennoch normale Unternehmer sind, müssen ihre Rechnungen alle anderen Pflichtangaben enthalten.

Ein Hinweis, der den Rechnungssteller ausdrücklich als Kleinunternehmer ausweist, ist nicht zwingend erforderlich. Doch muss aus dem Hinweis auf der Rechnung eindeutig hervorgehen, dass eine Steuerbefreiung vorliegt und daher keine Pflicht zur Erhebung von Umsatzsteuer besteht sowie dass die Rechnung aus diesem Grund keine Mehrwertsteuer enthält.

Unterschiede zwischen normaler Rechnung und Kleinbetragsrechnung

Seit dem 01.01.2017 zählen Rechnungen bis zu 250 Euro brutto zu den Kleinbetragsrechnungen. Für sie gelten geringere Anforderungen als für andere Rechnungen (siehe ).

Hier ein hoffentlich einfacher und verständlicher Überblick zwischen den gesetzlich vorgeschriebenen Angaben zu einer „normalen“ Rechnung und einer Kleinbetragsrechnung:

Angabe auf Rechnungnormale RechnungKleinbetragsrechnung
Name und Anschrift des leistenden Unternehmensjaja
Name und Anschrift des Empfängersjanein

Liefermenge, handelsübliche Bezeichnung
der Lieferung bzw. Leistung

jaja
Zeitpunkt der Lieferung oder Leistungjanein
Entgeltjain einer Summe
Steuerbetragja
Steuersatzjaja
Ausstellungsdatumjaja
Steuernummerjanein
Rechnungsnummer fortlaufendjanein
Hinweis auf Steuerbefreiungjaja
Musterrechnung-neu-2 Gesetzliche Pflichtangaben auf Rechnungen

PDF: Muster-Rechnung

Muster-Kleinbetragsrechnung Gesetzliche Pflichtangaben auf Rechnungen

PDF: Muster-Kleinbetragsrechnung

Ausnahmen der Vereinfachung bei Kleinbetragsrechnungen

Der Gesetzgeber hat für gesetzliche Pflichtangaben auf Rechnungen von Beträgen unter 250 Euro brutto jedoch bestimmte Rahmenbedingungen gesteckt. Demnach greifen die Erleichterungen für die Angaben in Kleinbetragsrechnungen nicht, wenn das Geschäft einen der folgenden Bereiche betrifft:

  • Versandhandel
  • innergemeinschaftliche Lieferung
  • Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers

Die Ausnahmeregelungen finden sich im § 33 UStDV, § 3c, 6a und 13b UStG.

Ganz einfach – Pflichtangaben auf Fahrausweisen

Auch Fahrausweise sind Rechnungen, für die es gesetzliche Regelungen gibt. Denn Fahrausweise müssen dem Finanzamt zur steuerlichen Geltendmachung vorgelegt werden. Und damit das Finanzamt die Fahrausweise auch anerkennt, müssen auch sie Pflichtangaben enthalten. Dazu gehören

  • Name und Anschrift Aussteller
  • Rechnungsdatum
  • Endbetrag
  • Steuersatz
  • ggf. Hinweis auf Grenzübertritt

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Welche Anforderungen gelten für elektronische Rechnungen?

Seit Mitte des Jahres 2011 hat der Gesetzgeber elektronische Rechnungen den Rechnungen in Papierform gleich gestellt. Bis dahin mussten digital versendete Rechnungen eine elektronische Signatur tragen. Seither gilt als einzige Voraussetzung für den Versand elektronischer Rechnungen, dass der Empfänger damit einverstanden ist, seine Rechnung per E-Mail oder als Download zu empfangen. Die Rechnung, die auf elektronischem Wege zum Kunden gelangt, muss inhaltlich dieselben Anforderungen erfüllen, wie eine Rechnung in Papierform.

Welche zusätzlichen Pflichtangaben für die Rechnung gelten in Sonderfällen?

Abhängig davon, für welchen Zweck eine Rechnung ausgestellt wird, können über die regulären Pflichtangaben für die Rechnung hinaus noch weitere Angaben erforderlich sein. Zu den besonderen Fällen zählen:

Innergemeinschaftliche Lieferung eines neuen Fahrzeugs

Das Umsatzsteuergesetz regelt im die Besteuerung neuer Fahrzeuge im innergemeinschaftlichen Erwerb. Laut § 1a und 1b UStG fällt bei innergemeinschaftlichem Erwerb von neuen Fahrzeugen beim Abnehmer die Erwerbsbesteuerung an. Um den innergemeinschaftlichen Erwerb laut den Vorgaben des Umsatzsteuergesetzes korrekt zu besteuern, muss die Rechnung Pflichtangaben aufnehmen, die über die regulären Rechnungspflichtangaben hinausgehen. Laut Umsatzsteuergesetz sind die Merkmale anzugeben, wie sie in § 1b Abs. 2 und 3 UStG ausgeführt sind und auf das Fahrzeug zutreffen. Daher muss die Rechnung Angaben über die Größe des Fahrzeugs, die bisherige Nutzungsdauer des Fahrzeugs oder Angaben über seine Herstellung aufweisen:

  • Art des Fahrzeugs (Land-, Wasser- oder Luftfahrzeug)
  • Antrieb (z.B. Motorantrieb)
  • Größe in Kubikzentimetern oder KW
  • Bisherige Nutzungsdauer (max. 6.000 km oder sechs Monate seit Inbetriebnahme für Neufahrzeug KFZ)
  • Angaben über Herstellung

Welche zusätzlichen Pflichtangaben gelten für die Rechnung von Reiseveranstaltern?

Die Besteuerung von Reiseleistungen ist im Umsatzsteuergesetz geregelt. Demnach sind Reisevorleistungen als Lieferungen und sonstige Leistungen Dritter, die in einem Drittlandsgebiet erbracht werden, steuerfrei. Wird eine Reiseleistung abgerechnet, so ist als Pflichtangabe auf der Rechnung ein Hinweis auszuführen, der angibt, dass das Reiseunternehmen die Sonderregelungen gemäß § 25 UStG anwendet. Für den Hinweis gilt die Pflicht, die Formulierung „Sonderregelung für Reisebüros“ zu verwenden. 

Was gilt bei Differenzbesteuerung?

Wie die Pflichtangaben auf regulären Rechnungen ist auch die Differenzbesteuerung im Umsatzsteuergesetz behandelt. Im behandelt das Gesetz die Besteuerung beim Verkauf von beweglichen Gebrauchtgegenständen. Die Differenzbesteuerung vermeidet, dass bei einem Wiederverkauf zum Beispiel eines gebrauchten Fahrzeugs durch einen Autohändler die Umsatzsteuer in voller Höhe anfällt. Vielmehr sorgt die Differenzbesteuerung dafür, dass lediglich auf die Differenz zwischen dem Einkaufspreis und dem erzielten Preis beim Wiederverkauf Umsatzsteuer anfällt. 

Voraussetzung für die Differenzbesteuerung ist der Kauf und der Wiederverkauf innerhalb der EU. Zudem darf beim Kauf des Gegenstandes durch den Wiederverkäufer keine Umsatzsteuer anfallen. Das trifft zu, wenn der Erstverkäufer eine Privatperson oder ein Kleinunternehmen ist oder zu einer steuerbefreiten Berufsgruppe gehört. Nur gewerbliche Wiederverkäufer, die mit gebrauchten Waren handeln, wie zum Beispiel Gebrauchtwagenhändler, Antiquitätenhändler oder Kunsthändler können die Differenzbesteuerung anwenden. 

Welche Pflichtangaben gehören auf die Rechnung bei Differenzbesteuerung?

Verkauft ein Gebrauchtwarenhändler einen gebrauchten Gegenstand, wie beispielsweise ein Auto, einen Kunstgegenstand oder eine Antiquität an einen Kunden, muss er auf seiner Rechnung einen Hinweis angeben, mit dem er auf die Anwendung der Sonderregelungen gemäß § 25a UStG hinweist. Hierbei muss der Gebrauchtwarenhändler eine der folgenden Formulierungen verwenden, die für ihn zutrifft:

  • Gebrauchtgegenstände/Sonderreglung
  • Sammlungsstücke und Antiquitäten/Sonderregelung
  • Kunstgegenstände/Sonderregelung

Welche Pflichtangaben auf der Rechnung gelten bei Reverse Charge?

Neben den genannten Sonderfällen, die dazu verpflichten, besondere Hinweise auf der Rechnung anzugeben, gelten auch für grenzüberschreitende Dienstleistungen eigene Regelungen für die Rechnungsstellung. Denn Unternehmer, die in Deutschland ansässig sind rechnen grenzüberschreitende Leistungen an Kunden mit Sitz in einem anderen EU Land oder in einem Drittland außerhalb der EU ohne Umsatzsteuer ab. Ist der Leistungsempfänger innerhalb der EU ein Unternehmen, so ist das Reverse Charge Verfahren anzuwenden. Dieses dreht die Umsatzsteuerschuld um, sodass der Leistungsempfänger die Umsatzsteuer aus der Rechnung selbst ermittelt und an sein zuständiges Finanzamt meldet und ausbezahlt. Die Vorschriften über die Pflichtangaben in der Rechnung sind innerhalb der Europäischen Union weitgehend gleich ausgestaltet. Daher muss der Dienstleister bei grenzüberschreitenden Dienstleistungen an Unternehmen in seiner Rechnung neben den regulären Angaben auf die Anwendung des Reverse Charge Verfahrens hinweisen. Dabei können die folgenden Formulierungen zum Einsatz kommen:

  • „Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers“
  • „VAT Reverse“
  • „Reverse Charge“
  • „Für diese Leistung wird das Reverse Charge angewendet“

Der Hinweis auf die Umkehr der Steuerschuld sollte bei Kunden außerhalb des deutschen Sprachraums in der Amtssprache des Landes, in der der Leistungsempfänger seinen Sitz hat oder zumindest in englischer Sprache ausgeführt werden.  

Zudem muss die Rechnung sowohl die Umsatzsteuer-Identitätsnummer des Rechnungsstellers als auch die USt ID des Leistungsempfängers aufweisen. 

Gesetzliche Pflichtangaben für Rechnungen nach dem Handelsgesetzbuch

Neben dem Umsatzsteuergesetzbuch stellt auch das Handelsgesetzbuch eigene Anforderungen an die Pflichtangaben der Rechnung. Dabei richtet sich das Augenmerk des Handelsgesetzbuches auf grundsätzliche Vorschriften für die Ausgestaltung von Geschäftsbriefen, zu denen auch die Rechnung gehört. Das HGB unterscheidet dabei Pflichtangaben auf der Rechnung nach der Form des Unternehmens. 

  • Nicht eingetragene Einzelunternehmen
    Nicht eingetragene Einzelunternehmen müssen auf allen Geschäftsbriefen den Familiennamen mit ausgeschriebenem Vornamen angeben.
  • Gesellschaft Bürgerlichen Rechts (GbR)
    Geschäftsbriefe einer GbR müssen die Familiennamen aller Gesellschafter mit mindestens einem dazu gehörenden Vornamen anführen. 
  • Eingetragene Einzelunternehmen
    Eingetragene Einzelunternehmen müssen neben dem eingetragenen Firmennamen den Zusatz „eingetragener Kaufmann“ oder „e.K.“, den Ort ihrer Handelsniederlassung sowie das Registergericht und die Handelsregisternummer auf der Rechnung angeben. 
  • Offene Handelsgesellschaft (oHG) und Kommanditgesellschaft (KG)
    Die oHG sowie die KG müssen neben dem eingetragenen Firmennamen ihre Rechtsform, den Sitz der Gesellschaft sowie das Registergericht und ihre Handelsregisternummer anführen. 
  • Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)
    Rechnungen einer GmbH müssen neben dem eingetragenen Firmennamen, Rechtsform, Sitz der Gesellschaft, Registergericht und Handelsregisternummer auch alle Geschäftsführer sowie den Vorsitzenden des Aufsichtsrates mit Familiennamen und mindestens einem ausgeschriebenen Vornamen aufweisen. 
  • Unternehmergesellschaft (UG) haftungsbeschränkt
    Alle Pflichtangaben auf Geschäftsdokumenten, die für die GmbH gelten, sind auch für die UG vorgeschrieben. Zusätzlich muss als Zusatz zur Rechtsform zwingend die Formulierung „UG haftungsbeschränkt“ oder „Unternehmergesellschaft haftungsbeschränkt“ auf der Rechnung angegeben sein.  

Welche weitere Pflichten gelten für die Rechnung?

Neben den Pflichtangaben auf der Rechnung müssen Unternehmer weitere Pflichten beachten. Dazu gehört die Pflicht, alle geschäftlichen Dokumente aufzubewahren. Denn für sämtliche Geschäftsdokumente gilt eine Aufbewahrungspflicht von mindestens sechs Jahren, während für Dokumente, die eine steuerliche Bedeutung haben, die Aufbewahrungsfristen zehn Jahre umfassen. Insbesondere Rechnungen gelten als steuerliche Belege für geschäftliche Transaktionen, die über den vorgeschriebenen Zeitraum hinweg zu archivieren sind. Dabei ist darauf zu achten, dass die Dokumente während des gesamten Zeitraums jederzeit auffindbar sind und lesbar bleiben. Das gilt sowohl für die Aufbewahrung von auf Papier gedruckten Dokumenten als auch für elektronisch erstellte Dateien. 

Rechnungen auf Thermopapier verblassen sehr schnell und sind nicht über die gesamte Archivierungszeit lesbar. Daher sind Rechnungen auf Thermopapier zu kopieren und zusammen mit dem Original abzuheften oder aber einzuscannen und als elektronische Datei abzuspeichern.  

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Hinweis: Dieser Artikel beschreibt die gesetzliche Situation in Deutschland. Die Bestimmungen anderer Länder können abweichen.

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Diskussion

21 comments

  1. 18. März 2009 am 17:24

    Getrennte Ust-Sätze
    Auf dem linken Beispieldokument sieht man, dass dort verschiedene Posten auch verschiedene Umsatzsteuer-Sätze haben. Diese Funktionalität scheint aber derzeit in billomat noch nicht integriert zu sein. Oder habe ich da was übersehen?

  2. 18. März 2009 am 17:38

    Re: Getrennte USt-Sätze
    Ja, das ist korrekt. Noch muss mit dem Workaround gearbeitet werden, im Fall des Falls zwei separate Rechnungen zu schreiben.
    Die Unterstützung für mehrere Steuersätze pro Rechnung ist aber in Arbeit.

  3. 19. März 2009 am 13:19

    Steuerbefreiung
    Wie könnte denn ein ordungsgemäßer Satz zur Steurbefreiung aussehen? Danke!!

  4. 19. März 2009 am 13:25

    Re: Steuerbefreiung
    Zum Beispiel so:
    „Umsatzsteuerfreie Leistungen gemäß § 19 UStG (Kleinunternehmerregelung)“

  5. 3. April 2009 am 14:16

    Abschlagszahlungen
    Ich sehe mit Billomat keine Lösung den o.g. Anspruch zu erfüllen:
    Bei Schlussrechnung: vorher vereinnahmte Teilentgelte und auf sie entfallende Steuerbeträge absetzen, falls über Teilentgelte Rechnungen ausgestellt worden sind.

    Aber vielleicht habe ich auch was übersehen?

  6. 6. April 2009 am 16:34

    Re: Abschlagszahlungen
    Hallo und danke für das Feedback.
    Hier eine Lösung bzw. auch ein Beispiel, wie eine Abschlagszahlung in Billomat behandelt werden kann.

    Beispiel: Gesamtnettorechnung eines Bauvorhabens über EUR 10.000,-. Nach einem gewissen Baufortschritt sind EUR 2.000,- netto als Abschlagszahlung zur Zahlung fällig bzw. vereibart. Über diesen Teilbetrag kann dann eine Rechnung über EUR 2.000,- zzgl. 19 % MwSt. erstellt werden.

    Sobald das Bauvorhaben vollständig fertiggestellt worden ist, wird dann eine neue Rechnung (Abschlußrechnung) erstellt. Hier muss folgendermaßen vorgegangen sein. In Position 1 kommt der Gesamtbetrag – in diesem Fall die EUR 10.000,- netto -. In Position 2 wird die Abschlagszahlung abgezogen – hier (-) minus EUR 2.000,– (lt. Abschlagszahlung Nr. xxx vom xx.xx.xxxx). Als Saldo ergibt sich ein Betrag von EUR 8.000,– Auf diesen Betrag wird dann die MwSt. hinzugerechnet.

    In Billomat läßt es sich so umsetzen, dass einfach zwei unterschiedliche Rechnungen erstellt werden. In der ersten sollte in der Beschreibung der Position "Abschlagszahlung zum Projekt/Bauvorhaben XY" stehen" und in der Abschlußrechnung sollte diese Abschlagszahlung in der Positionsbeschreibung erwähnt werden und der Betrag von EUR 2.000,– (in diesem Fall) abgezogen werden. Das geschieht in Billomat indem man ein Minuszeichen vor dem "Preis" hinzufügt. Auf diese Weise wird ein Betrag negativ und damit abgezogen.

    Das ist unser Vorschlag, wie man mit Abschlagszahlungen umgeht und auf diese Weise wird die Umsatzsteuer korrekt berücksichtigt und abgerechnet.

  7. 17. April 2009 am 13:37

    Danke!
    …für die Informationen zum Thema!

  8. 1. Mai 2009 am 10:30

    #
    Umsatzsteuerfreie Leistungen gemäß § 19 UStG (Kleinunternehmerregelung so soll ich es bei steuerbefreiung raufschreiben???

  9. 3. Mai 2009 am 8:48

    USt-IdNr des Kunden
    Ihr erwähnt bei innergemeinschaftlichen Geschäften auch die USt-IdNr des Kunden, auf dem Muster ist diese aber soweit ich das erkennen kann nicht mit eingebracht.

    Wie und wo würdet ihr diese unterbringen?

    Danke und beste Grüße,
    serk

  10. 4. Mai 2009 am 8:58

    Re: USt-IdNr des Kunden
    @serk Ich würde die USt-IdNr des Kunden einfach in den Textblock vor oder nach den Rechnungspositionen unterbringen.
    Oder vielleicht unter die Rechnungsnummer.

    Wo diese auf der Rechnung steht, sollte egal sein. Hauptsache, sie steht drauf und ist auch als solche zu erkennen.

  11. 4. Mai 2009 am 12:36

    Re: Abschlagszahlungen
    Ich hab nur eine kurze Anmerkung zu den Abschlagszahlungen zu machen.
    Wenn man eine Rechnung korrekt nach Umsatzsteuergesetz mit Abschlagsrechnungen schreiben will genügt es nicht, nur die Abschlagszahlung als Rechnungsposition von der Gesamtsumme abzuziehen. Um den Vorsteuerabzug zu gewährleisten muss der Gesamtbetrag netto + darauf entfallende Umsatzsteuer = Gesamtbetrag brutto.
    Beim Abzug der Abschlagszahlung muss man genauso verfahren, also Abschlagszahlung netto + darauf entfallende Umsatzsteuer.
    Das ist allerdings eine Gestaltungsfrage z. B. könnte man ja auch 3 Spalten mit netto, Steuer und brutto machen. (Geht das bei Billomat?)
    Eine weitere möglichkeit wäre einfach wie beschrieben den Restzahlungsbetrag + Umsatzsteuer anzugeben und zusätzlich z. B. darunter den Umsatzsteuerbetrag, der auf die Gesamtleistung entfällt, sowie den Umsatzsteuerbetrag der Abschlagszahlung.
    In den Umsatzsteuerrichtlinien zu § 14 UStG (187 Abs. 8 UStR) sind ein paar Beispiele dazu drin.

  12. 29. Mai 2009 am 16:02

    Re: Steuerbefreiung
    Vorsicht:
    Keinesfalls auf einer Rechnung das Wort „steuerfrei“ verwenden. Laut BMWi sollte auf der Rechnung für Kleinunternehmer folgendes stehen:
    „Im ausgewiesenen Rechnungsbetrag ist gem. § 19 Abs. 1UstG keine Umsatzsteuer enthalten.“
    Denn, wenn ich recht informiert bin, sind steuerfreie Leistungen in einem anderen Paragraphen des Umsatzsteuerrechts geregelt.

  13. 4. November 2009 am 15:38

    Kleinbetragsrechnung 150,-€ Brutto oder Netto?
    Handelt es sich um eine Kleinbetragsrechnung bis 150,-€ Brutto oder Netto? Bzw. was gilt im Gesetz als „Gesamtbetrag“?
    Im §33 UStDV steht: „Eine Rechnung deren Gesamtbetrag 150 Euro nicht übersteigt, …“
    Für mich ist die Aussage mal wieder nicht 100%ig klar.
    Ich bin mir zwar ziemlich sicher, dass es 150,-€ Brutto sind, hätte aber gern noch einen Beweis aus dem Gesetz.

    Vielen Dank im Voraus.

  14. 6. November 2009 am 12:03

    Re: Kleinbetragsrechnung
    Eine explizite Aussage darüber, dass es sich bei den EUR 150,- um den Bruttobetrag handelt, konnten wir im Gesetz und diversen Richtlinien (insbes. 185a Abs. 1 UStR) nicht finden.
    Dieser Umstand ergibt sich jedoch aus dem Wortlaut, denn der Gesamtbetrag kann immer nur am Ende stehen, also nach dem Nettobetrag und USt. So würden wir es erläutern.

  15. 10. Oktober 2011 am 21:56

    “ Zahlbar innerhalb 30 Tagen …“ geht nicht mehr, das genaue Datum muss genannt werden, danach ist automatisch Zahlungsverzug ohne Mahnung.
    Theoretisch kann sofort ein Mahnbescheid erwirkt werden.
    Bert

  16. 26. November 2011 am 8:55

    Nettobeträge auf Rechnungen
    generell eine Frage, da dies zu einer Diskussion bei uns in der Firma geführt hat.
    Wenn ein Lieferant eine Rechnung schreibt und die Leistungen, die er erbringt bzw. die Lieferungen ,welche er tätigt, in der Zeile der Beschreibung der handelsüblichen Lieferung/Leistung mit einem Bruttopreis angibt (Einzel- und Gesamt), den Gesamtnettopreis der Rechnung unterhalb des Bruttogesamtpreises komplett angibt, dazu den Steuersatz und die daraus resultierende Steuer – kann man das auch so gelten lassen?
    In der Musterrechnung sind die Einzelpreise netto und Gesamt aufgeführt, ist diese Vorgehensweise vorgeschrieben?
    Ich habe es zwar während meiner Ausbildung so gelernt, eine Rechnung so aufzuschlüsseln, das liegt aber bereits Jahrzehnte zurück und nun bin ich verunsichert, da meine Kollegen eine Rechnung, wie oben als Beispiel genannt, als korrekt und ausreichend ansehen.
    Danke im Voraus für die Beantwortung meiner Frage

    • 26. November 2011 am 10:06

      Für solche Detailfragen wäre der Steuerberater der richtige Ansprechpartner. Eine wirklich belastbare Aussage trauen wir uns hier leider nicht zu.

  17. 2. September 2015 am 8:29

    Ich bin als Freiberufler unterwegs und ein Kunde versucht eine Rechnung abzulehnen, weil in meiner von billomat erstellten Rechnung in der Absender-Zeile mein Eigenname nicht drin steht – nur Firmenname, Straße, Ort. Ich weiß auch gar nicht wo ich das in billomat ändern kann – bei den Einstellungen zur Firma ist mein Namen drin, nur auf der Rechnung, da erscheint er halt nicht (bei der Absender-Angabe). Eine Einschätzung?

    • 18. Februar 2016 am 11:17

      Du kannst den Platzhalter für deinen Eigennamen unter Einstellungen / Dokumente / Briefpapier / Vorlage unter Kopf- und Fußzeile ändern.

  18. 19. Februar 2018 am 22:25

    Danke für diesen super Beitrag zum Thema Rechnungsstellung, war wirklich informativ und hilfreich!

    • 20. Februar 2018 am 16:40

      Vielen Dank für deine lieben Worte!
      Freut uns sehr, zu hören, dass die Beiträge gut ankommen.

      Beste Grüße, Julia von Billomat

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