Interview   14.11.2017

Getränkeservice 4.0 – Interview mit Saber Kaygusuz  von Sbotlight

Wer kennt es nicht. Gerade auf dem Sofa gemütlich gemacht, die Lieblingsserie läuft schon und dann der Alptraum: Getränk vergessen. Ach, wäre da doch jemand, der einem ein eiskaltes, erfrischendes Wasser bringt, ohne dass man noch einmal aufstehen muss. Gibt’s nicht? Gibt’s doch! Der Jungunternehmer Saber Kaygusz hat sich diesem Problem angenommen und mit seiner Firma Sbotlight einen fahrbaren Getränkeroboter erfunden. Mehr dazu erfahrt ihr im Interview!

Interview mit Saber Kaygusuz  von Sbotlight

Hallo Saber, stell dich und dein Unternehmen Sbotlight unseren Lesern bitte kurz vor.

Ich bin Saber Kaygusuz, bin 20 Jahre alt und habe eine Ausbildung als Fachinformatiker absolviert. Momentan arbeite ich neben Sbotlight noch bei einem großen Telekommunikationsunternehmen. Sbotlight ist ein Unternehmen, welches es sich zur Aufgabe gemacht hat, High-Tech Roboter zu entwickeln und zu produzieren. Diese werden in erster Linie zum Aufzeigen der neusten Technologie genutzt und können einfache Tätigkeiten übernehmen, wie zum Beispiel unser erstes Produkt Drink-S. Auf Knopfdruck kann man sich so ein Glas Wasser bestellen, das einen vom Roboter serviert und sogar gebracht wird.

Saber Kaygusuz von Sbotlight

Saber Kaygusuz von Sbotlight

Wie ist die Idee von Sbotlight entstanden und wie sieht deine Geschäftsidee aus?

Die Idee von Sbotlight hat sich aus der Schule heraus entwickelt. Alexander Brehl und ich waren damals sehr fasziniert von den autonom fahrenden Staubsaugerrobotern. Wir dachten uns, wenn es andere schaffen einen Roboter aufzubauen, schaffen wir das auch. Knappe 18 Monate später, als wir 17 Jahre alt waren, war der erste Prototyp eines fahrbaren Getränkeroboters fertig. Unsere Lehrer bekamen auch von dem Roboter mit und haben uns bei Jugend Forscht eingetragen. Von da an wurden wir von einer Veranstaltung zur nächsten eingeladen und haben extrem viel positives Feedback bekommen. Zusätzlich haben wir viele Mietanfragen für den Roboter erhalten, mussten aber immer absagen, da wir einfach nicht wussten, wie man Vermietungen handhabt. Also haben wir aus dem Prototypen ein Produkt entwickelt und daraus die Firma Sbotlight gegründet.

Wie funktioniert der Getränkeroboter?

Intern hat Drink-S einen 8 Liter Tank. Er fährt autonom durch den Raum und erkennt Personen, diesen bietet er ein Glas Wasser an. Wenn jemand ein Glas Wasser bestellt, wird es intern abgefüllt und über einen internen Lift nach oben gefahren. Wir haben gemerkt, dass so ein Roboter die Leute fasziniert und sich bei Veranstaltungen immer Menschen um Drink-S positionieren. Aus diesem Grund bieten wir unseren Roboter für Veranstaltungen zur Miete an. Dabei können Kunden dann die Benutzeroberfläche und die Farbe des Roboters individualisieren.

„Wir haben gemerkt, dass Roboter die Leute faszinieren.“

Wo siehst Du die wesentlichen Einsatzbereiche? Wer sollte sich das Gerät auf jeden Fall zulegen?

Wir sehen Drink-S hauptsächlich auf Veranstaltungen, indem er Leute fasziniert. Deshalb fokussieren wir uns zunächst auf den B2B Bereich und wollen dort Unternehmen unterstützen, deren Kunden auf beinahe magische Art und Weise zu faszinieren.

Die Frontansicht des Getränkeroboters Drink-S

Die Frontansicht des Getränkeroboters Drink-S

Welche Kanäle nutzt ihr für die Vermarktung eures Produktes?

Also wir sind momentan noch an dem Punkt, wo wir kein aktives Marketing betreiben, da wir immer noch mitten in der Entwicklung unserer Produkte stecken.

Sind weitere vergleichbare Produkte in der Planung?

Wir fokussieren und bei unseren nächsten Produkten ausschließlich auf die Faszination von Robotik, ebenfalls im Veranstaltungsbereich. Wir sind momentan schon mitten in der Entwicklung eines neuen Produkts, das größer und faszinierender wird.

Wo willst du in drei Jahren mit deinem Unternehmen stehen?

In drei Jahren wollen wir unsere Zielgruppe vergrößern, das heißt, nicht nur auf Firmenveranstaltungen gemietet werden, sondern wir wollen den Menschen aktiv im Alltag unterstützen. Wir wollen vor allem Deutschland die „Angst“ vor Innovation nehmen. Unser Langfristiges Ziel ist es, dass Mensch und Roboter Hand in Hand interagieren können.

Sbotlight ist dein erstes Gründungsprojekt. Was waren die größten Hürden bei der Firmengründung und der Etablierung des Produktes?

Das schwerste war es tatsächlich, keine richtige Anlaufstelle zu finden. Ich glaube das Wichtigste am Anfang jedes Unternehmens ist es, über seine Idee zu reden und dahinter zu stehen. Ich selbst habe nur durch Wikipedia-Artikel differenzieren können, dass wir eine Kapitalgesellschaft gründen sollten. Nach dem Entschluss ging alles relativ schnell, das habe ich nicht erwartet.

Hast du Tipps für andere junge Gründer, die sich selbstständig machen wollen?

Versucht mit so vielen Personen wie möglich über eure Idee zu reden und versucht einen Prototypen umzusetzen. Dafür ist nicht viel nötig. Steht immer hinter eurer Idee und liebt das, was ihr tut.

„Steht immer hinter eurer Idee und liebt das, was ihr tut.“

Wo könnte sich Deutschland in Sachen Startups-Förderung noch verbessern?

Mittlerweile gibt es auch in Nürnberg ein digitales Gründerzentrum, absolut empfehlenswert. Aber ich denke, man könnte viel mehr Anlaufstellen für Startups oder einfach Ideen in Deutschland realisieren.

Über Saber Kaygusuz

Saber Kaygusuz ist 20 Jahre alt und hat eine Ausbildung als Fachinformatiker für Systemintegration bei einem großen Telekommunikations-Unternehmen gemacht. Seit 2013 arbeitet er auch dort und hat 2017 dann zusammen mit den Gesellschaftern Sbotlight gegründet.

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