Finanzen   22.8.2018

Google Adwords Rechnungen richtig verbuchen

Google-Rechnung  in der Buchhaltung

Google Adwords ist eine Werbemöglichkeit im Internet, die von vielen Unternehmen in großem Umfang genutzt wird. Bei der Abrechnung der Kosten entstehen einige Fragen für die buchhalterische Behandlung. Wie Du Google Adwords Rechnungen richtig verbuchen kannst, bedarf daher einer genaueren Betrachtung.  

  1. Wie funktioniert Google Adwords?
  2. Welche Besonderheiten hat die Google Adwords Rechnung?
  3. Google Adwords und die Umsatzsteuer
  4. Wie kann ich Google Adwords Rechnungen verbuchen?

Google Adwords Rechnungen richtig verbuchen

Google Adwords ist eine beliebte Werbemaßnahme im Internet. Wenn man allerdings Google Adwords Rechnungen richtig verbuchen will, gibt es einiges zu beachten.

Wie funktioniert Google Adwords?

Das Werbesystem aus den USA bietet eine Anzeigenschaltung, die die unternehmenseigene Dienstleistung mit Suchergebnissen kombiniert. Google schaltet Deine Anzeige dann, wenn ein Nutzer bestimmte vorher definierte Suchwörter in die Suchfunktion eingibt. Die Ausrichtung an den eingegebenen Suchbegriffen führt die Anzeige gezielt mit Interessenten zusammen. Auf diese Weise werden Streuverluste der Anzeige auf ein Minimum herab gesenkt. Für seine Leistung erstellt Google eine Rechnung. Den Rechnungsbetrag bucht das Unternehmen entweder von Deiner Kreditkarte oder Deinem Konto ab. Alternativ stellt Google Unternehmen, die bestimmte Anforderungen erfüllen eine monatliche Rechnung innerhalb eines vereinbarten Kreditrahmens. Die Rechnung muss regelmäßig bis zu einem bestimmten Zeitpunkt durch den Kunden bezahlt werden.

Welche Besonderheiten hat die Google Adwords Rechnung?

Die Rechnung von Google weist einige Besonderheiten auf, die Du bei der Buchung beachten musst. Denn Google arbeitet mit einem so genannten Credit System, durch das das Unternehmen mit seiner Anzeigenschaltung in Vorleistung geht. Erst nachträglich bucht Google den offenen Betrag für die verbrauchte Leistung von Deinem Konto oder Deiner Kreditkarte ab. Bei der Rechnungsstellung führt Google zwei unterschiedliche Beträge auf, die Du eindeutig zuordnen musst, um bei der Buchung keine Fehler zu machen:

  • Rechnungsbetrag
  • Zahlungsausgleich

Rechnungsbetrag 

Auf der Rechnung steht – wie bei jeder gewöhnlichen Rechnung auch – der Zahlungsbetrag. Die Google Adwords Rechnung weist diesen Betrag im oberen Absatz der Rechnung aus. Dieser Betrag zeigt die Forderungssumme an, die für die Leistung von Google im Abrechnungszeitraum entstanden ist. Das Kreditkonto wird dann um mindestens diesen Betrag wieder aufgeladen. 

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Zahlungsausgleich

Im zweiten Absatz auf der Rechnung sind die Zahlungen aufgeführt, die Du bereits geleistet hast. Die Übersicht in der Rechnung startet mit einem Anfangssaldo, der aus dem vorangegangenen Monat übernommen wird. Sobald die Werbeleistung das Guthaben aufgebraucht hat, zieht Google die entsprechende oder eine vereinbarte regelmäßige Summe zum Aufladen Deines Google-Kontos von Deiner Kreditkarte oder Bank ein. Der Saldo am Monatsende wird als Start-Guthaben auf den nächsten Monat übertragen. Die Aufstellung aus dem Zahlungsausgleich ist für Deine Liquiditätsplanung sehr wichtig. Denn Deine Kreditkarte oder Dein Konto sollte stets ausreichend Mittel für eine Abbuchung von Google zur Verfügung haben, damit Deine Werbung nicht gestoppt wird. 

Google Adwords und die Umsatzsteuer

Damit Deine Buchhaltung Google Adwords Rechnungen richtig verbuchen kann, musst Du die gesetzlichen Regelungen für die Umsatzsteuer kennen. Da Google seinen Sitz in den USA hat, erhebt das Unternehmen keine Mehrwertsteuer von Kunden in Deutschland. Deine Rechnung weist daher keine Mehrwertsteuer aus. Denn für die Rechnung von Google Adwords findet das Reverse-Charge-Verfahren Anwendung. Dieses dreht die Umsatzsteuerschuld um, indem sie diese dem Kunden auferlegt. Das bedeutet, dass Du die Umsatzsteuer auf die Google Adwords Rechnung selbst aufschlagen und an Dein zuständiges Finanzamt abführen musst. Bei Deiner Steuererklärung kannst Du die abgeführte Umsatzsteuer dann als geleistete Vorsteuer wieder von Deiner vereinnahmten Umsatzsteuer abziehen. 

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Wie kann ich Google Adwords Rechnungen richtig verbuchen?

Der Rechnungsbetrag kommt im SKR 03 auf das Konto „Werbekosten“ 4600 (6600 in SKR 04). Alternativ kannst Du in beiden Kontenrahmen auch ein eigenes Konto für die „Google Adwords Werbekosten“ anlegen. Die Umsatzsteuer kommt im SKR 03 auf das Konto „Umsatzsteuer nach § 13b UStG 19%“ mit der Nummer 1787 (3837 in SKR 04). Zuletzt kommt die Gegenbuchung auf das Konto „Abziehbare Vorsteuer nach § 13b UStG 19%“ (1577 im SKR 03 bzw. 1407 in SKR 04). 

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