Finanzen   05.7.2018

Einen Grabstein von der Steuer absetzen: So geht’s

Beerdigungkosten übernehmen die Erben oder nahe Angehörige. Doch nicht nur Endkunden erwerben Grabsteine. Das Stein-Gut ist zuvor durch Hände und Bücher von Steinmetzen und  Bestattern gegangen. Und was ist eigentlich mit Vampiren? Wer kann einen Grabstein von der Steuer absetzen – und wie?

Wer kauft Grabsteine?

Grabsteine sind eine Handelsware wie jede andere. Eine mit Gewicht. Manche sind kleine Single-Portionen, andere sind so groß, dass eine ganze Familie mit all ihren Namen darauf passt und der Stein eine einmalige Anschaffung für Generationen ist.

Grabstein von der Steuer absetzen

Grabstein von der Steuer absetzen – wie funktioniert das?

Grabsteine werden von Steinmetzen, ihren Zulieferern und Abnehmern gehandelt und in der Regel an Privatkunden verkauft. So ein Grabstein ist dem Finanzamt übrigens den vollen Umsatzsteuersatz wert: 19% Mehrwertsteuer fallen an.

Wie können Privatpersonen einen Grabstein von der Steuer absetzen?

Bestattungen sind in der Regel Privatangelegenheit. Die Erben oder nahe Angehörige übernehmen die Kosten und können sie auf zwei Wegen steuermindernd ansetzen. Entweder der Nachlass reicht aus, um die Bestattung zu zahlen, dann senken die Beerdigungskosten die Höhe der Erbschaft und womöglich anfallende Erbschaftssteuer. Deckt der Nachlass die Bestattungskosten nicht oder zahlt jemand die Beerdigung, der nicht erbt, dann gehören die Kosten in der Einkommensssteuererklärung zu den außergewöhnlichen Belastungen.

Somit kannst du als Privatperson einen Grabstein von der Steuer absetzen – entweder so oder so.

Wie funktioniert das für Steinmetze und Bestatter?

Den Grabstein wählen die Angehörigen über den Bestatter oder direkt beim Steinmetz aus. Für den Steinmetz sind die Rohlinge ganz normales Arbeitsmaterial, eingekaufte Grabsteine zählen hier also zu den Betriebsausgaben und gehören in die Bilanz oder die Einnahmen-Überschuss-Rechnung, wo sie den jährlichen Gewinn verringern.

Rechnet der Steinmetz seine Leistung nicht direkt mit den Kunden sondern über ein Bestattungsunternehmen ab, dann ist seine Rechnung auch für den Bestatter eine Betriebsausgabe. Das Beerdigungsinstitut reicht die Kosten an den Kunden durch und verbucht sie auch wieder als Einnahme.

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Vampire: dein Grabstein, deine Geschäftsadresse

Für die Privatiers unter den Vampiren ist es besonders ärgerlich, dass die Pflege und Reparaturen an Grabsteinen sich nicht als haushaltsnahe Dienstleistungen anrechnen lassen.

Wer sich dagegen als Vampir selbstständig macht, hat andere Möglichkeiten, um den Grabstein von der Steuer absetzen zu können. Ein Vampir startet sein Business generell im Homeoffice, es sei denn, die Familiengruft dient als Coworking-Space. Doch auch dann gilt, dass der Grabstein für den hauptberuflichen Vampir nicht Privatsache sondern sein Firmenschild und gleichzeitig Visitenkarte ist. Der Grabstein und seine Pflege ist also im Vampirbüro Teil der Marketingkosten.

Angestellte Vampire sollten versuchen, den Grabstein bei den Werbungskosten in ihrer Steuererklärung unterzubringen.

Zombies: du kommst nicht mehr zurück

Man sollte meinen, dass hauptberufliche Zombies ihren Grabstein steuerlich ähnlich handhaben wie Vampire. Wenn sie etwas Hirn einsetzen, können sie den Grabstein auch als Betriebsausgabe oder Werbungskosten begründen. Der Unterschied ist aber: Der Zombie nimmt seine Tätigkeit auf und wankt davon. Im Allgemeinen kehrt er nicht regelmäßig zu seinem Geschäftssitz zurück wie der Vampir. Bei einem Zombie kann die Steuerfahndung also davon ausgehen: Wo sein Grabstein ist, befindet sich nur eine Briefkastenfirma.

Fazit: Wie ein Grabstein steuerlich berücksichtigt wird, hängt davon ab, ob du ihn als Privatperson erwirbst oder ob du ein berufliches Interesse an dem Stein hast.

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