Gründung   14.6.2018

So gründen Frauen erfolgreich: 10 Tipps für Start-up-Gründerinnen

Idee haben, Businessplan ausarbeiten, Finanzierung klären und durchstarten: So gründen Frauen erfolgreich Start-ups. Nicht anders, als Männer das tun. Warum es dennoch ein Thema ist? Weil erstaunlich wenige Start-ups von Frauen geleitet werden.

Frauen als Unternehmensgründerinnen und Start-up-Chefinnen

Nur 14,6% der deutschen Startups wurden im Jahr 2017 von Frauen geführt, errechnet . In den Jahren zuvor war der Anteil sogar noch etwas geringer. Die Frauen holen also nur sehr langsam auf, obwohl insgesamt die Zahl an Unternehmensgründungen kontinuierlich hoch ist. 676.977 Gewerbeanmeldungen gab es im Jahr 2017 in Deutschland. Einige dieser Gewerbeanmeldungen sind Übernahmen bestehender Firmen. In anderen Fällen sind Unternehmen nach Deutschland umgezogen. Aber bei 553.270 handelt es sich um sogenannte Neuerrichtungen, sagt das . Nur ein geringer Anteil davon sind also Start-ups, die von Frauen initiiert werden. So gründen Frauen erfolgreich:

gründen Frauen erfolgreich

Wie gründen Frauen erfolgreich?

Wie gründen Frauen erfolgreich ihr eigenes Unternehmen?

Wer selbstständig ist, trägt die ganze Verantwortung, hat aber auch maximalen Gestaltungsspielraum. Als Selbstständige bestimmst du, für wen du arbeitest und wann. Du kannst eigene Ideen umsetzen, deine Arbeitszeiten flexibel gestalten und du suchst dir dein Team an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern selbst aus.

Dennoch ist es vollkommen normal, sich vor der Entscheidung für ein eigenes Unternehmen bewusst zu sein, mit welchen Risiken dieser Schritt verbunden ist. Aber Selbstständigkeit ist nicht unbedingt schwieriger, als einem geregelten Angestelltenjob nachzugehen.

So gründen Frauen erfolgreich: Was musst du beachten?

Die Spielregeln einer Unternehmensgründung sind für Frauen wie Männer gleich. Nur in einigen Punkten sollten Frauen darauf achten, dass sie sich keine Klischees, traditionellen Rollenbilder etc. überziehen (lassen), ohne es zu merken und womöglich ohne das selbst zu wollen.

Tipp 1: Gute Vorbereitung

Nur mit guter Vorbereitung vermeidest du Fehler bei der Unternehmensgründung. Das zum Beispiel gilt für jede neue Firma. Als Gründerin musst du dich nicht nur mit deiner Geschäftsidee und ihrer Umsetzung sondern auch mit den Voraussetzungen für eine Firmengründung auskennen. Dazu gehören zum Beispiel die Fragen:

  • Wo meldest du was an?
  • Wie sieht ein guter Businessplan aus?
  • Wie funktioniert Buchführung?

Finanzwissen für Gründer kannst du dir auch ohne Betriebswirtschaftskenntnisse aneignen.

Tipp 2: Mentoring oder Gründungscoaching

Wenn du guten Rat und fachkundige Hilfe bekommen kannst: Nimm sie an! Es ist immer gut, aus den Erfahrungen anderer zu lernen. Mit Hilfe eines Gründungscoaching schärfst du deinen Blick für das Wesentliche und profitierst von der Erfahrung deiner Mentoren. So kommst du schneller und auf direkterem Weg zum Ziel, als wenn du alles erst alleine herausfinden musst.

Tipp 3: Kommunikation – Trommeln gehört zum Handwerk

Was kannst du, bietest du, tust du, willst du erreichen? Klare Worte, gut strukturiert. Du musst dein Angebot nicht nur selbst kennen, sondern es auch kommunizieren. Was erwartet deine Kunden, wenn sie dich beauftragen? Das muss aus deiner Webseite, dem Mailverkehr mit dir und im Gespräch offensichtlich sein. Übe zu formulieren! Und gib Texte mit Außenwirkung in andere Hände, wenn du alleine nicht so gut schreiben kannst oder die Selbstdarstellung nicht magst: Dafür gibt es Fachleute.

Tipp 4: Öffentlichkeitsarbeit: dran bleiben

Viele Existenzgründer glauben, dass ihr Konzept so toll ist, dass es sich von ganz allein bekannt macht. Falsch! Wer mit Nichts tun in die Presse kommt bzw. im Internet viel Feedback bekommt, der muss schon sehr bekannt oder ein Glückspilz sein. Kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit ist sowohl bei Ladengeschäften, Handwerksbetrieben und bei Freiberuflerinnen notwendig, um die Sichtbarkeit zu erhöhen und zu erhalten. Bei den Kammern gibt es dazu Einsteigerseminare, in denen du die PR-Basics lernen kannst.

Tipp 5: Netzwerken

In der eigenen Branche und auch sonst gut vernetzt zu sein ist wichtig. Denn durch dein Netzwerk

  • finden Kunden dich,
  • erfährst du Branchenneuigkeiten,
  • wirst du innerhalb der Branche bekannter,
  • findest du Kooperationspartner, Subunternehmer oder gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Und das sind nur ein paar der Vorteile.

Tipp 6: Akquise ist immer

Viele Freiberuflerinnen und Selbstständige befinden sich in einer ewigen Auftragswippe: Mal wissen sie vor Arbeit nicht, was zuerst zu tun ist. Dann wieder gibt es Zeiten, in denen sie dringend auf neue Aufträge warten.

Das lässt sich ausgleichen, wenn du mit der Akquise nicht erst wartest, bis gerade nichts zu tun ist: Akquise ist immer. Denn gerade dann, wenn du viel zu tun hast, musst du dir Gedanken machen, welche Projekte danach kommen sollen.

Tipp 7: Gezielte Weiterbildung

Noch eine Sache, die für jeden Selbstständigen gilt: Bilde dich kontinuierlich weiter! Es gibt dir neue Impulse – und kann neue Netzwerkkontakte bringen, wenigstens einmal im Jahr eine Fortbildung zu besuchen oder gelegentlich zu Fachvorträgen auf Messen zu gehen. Auch mit Büchern, Webinaren und Moocs kannst du dich weiterbilden.

Aber verzettele dich nicht. Gerade mit unterhaltsamen Online-Kursen zu nicht unbedingt beruflich relevanten Themen oder beim Schmökern in Fachbüchern kann man auch viel Zeit vertrödeln. Geschieht das aus Unsicherheit oder weil sich damit super andere Aufgaben prokrastinieren lassen, dann schau nochmal gezielt hin, welche Fortbildung du wirklich brauchst. Vielleicht ist es ein Zeitmanagementseminar?

Tipp 8: Zeit- und Nervenraubendes auslagern

Musst du wirklich alles alleine machen?  Oder kostet dich der behördliche Papierkram, die Buchhaltung oder die Steuererklärung einfach zu viel Zeit, während der du besser inhaltlich arbeiten könntest? Dann buche dir eine gute Lösung oder lagere die Aufgaben aus! Vereinfache deine Abläufe, indem du Profis diese Dinge tun lässt. Sie können das auch besser als du, weil sie das Wissen und die Erfahrung haben. Es kann sich lohnen, einen Dienstleister zu bezahlen, wenn du in derselben Zeit mit deiner eigentlichen Arbeit mehr Geld verdienst, als du ausgibst oder wenn es einfach deine Nerven schont.

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Tipp 9: Familien- und Hausarbeit anders einteilen

Familien- und Hausarbeit gehört gerecht aufgeteilt. Beide Partner tragen zum Familieneinkommen, zur Kindererziehung und zum Alltag gemeinsam bei.

Tipp 10: Ach, erzählt mir nichts, ihr Besserwisser!

Wer sich statt für den vermeintlich sicheren Angestelltenjob für die Selbstständigkeit entscheidet, der muss sich so einiges anhören. Frauen bekommen vermutlich noch einen ganze Menge mehr Plattitüden, Kommentare und dumme Sprüche zu hören. Denn da ist das gerne und viel kommentierte Kinderthema: Hast du keine, ist es falsch. Hast du welche, ist es entweder falsch, dass du einer Erwerbstätigkeit nachgehst oder dass du es nicht tust. Alles Unsinn: Jede Familie entscheidet selbst, wie sie was aufteilt. Beide Partner sind erwachsen. Mach einfach, was für dich und deine Familie gut ist! Es ist egal, was die Cousine der Nachbarin deiner Schwiegermutter darüber denkt.

Fazit: Nicht beirren lassen! So gründen Frauen erfolgreich ihre eigenen Unternehmen.

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