Gründung   27.4.2017

Haftpflichtversicherungen für Unternehmen: Wo liegen die Unterschiede?

Deine Privathaftpflichtversicherung deckt berufliche Haftungsrisiken nicht ab. Selbstständige und Unternehmen müssen sich also zusätzlich mit dem Thema berufliche Haftungsrisiken beschäftigen und klären, welche Versicherungen im Fall eines Sturzes, Stolperers oder Flüchtigkeitsfehlers einspringen.Bei Haftpflichtversicherungen für Unternehmen geht es immer darum, Dritte zu entschädigen. Wenn dem Versicherten ein Unglück passiert ist oder von Dingen, die er besitzt, ein Risiko ausgeht, ist eine Haftpflichtversicherung sinnvoll. Beispielsweise Autobesitzer müssen eine abschließen, in machen Bundesländern auch die Hundehalter, denn von Hund oder Auto kann ein Risiko ausgehen. die Privathaftpflichtversicherung kommt zum Beispiel für den Schaden auf, wenn du versehentlich bei Freunden oder Nachbarn Gegenstände beschädigst oder dein mitversichertes Kind beim Nachbarn einen Fußball durchs Gewächshausfenster schießt.

Haftpflichtversicherungen für Unternehmen: Wo liegen die Unterschiede?

Spätestens, wenn bei einem Unfall eine dritte Partei involviert ist, ist eine Haftpflichversicherung sinnvoll. Bei Haftpflichtversicherungen für Unternehmen gibt es aber Unterschiede.

Haftpflichtversicherungen für Unternehmen: die Unterschiede

Im beruflichen Kontext gibt es im Grunde drei Typen von Haftpflichtversicherungen.

Vermögensschadenshaftpflicht

Diese Versicherung deckt finanzielle Schäden bei deinen Kunden ab, wenn dort durch deine Arbeit ein solcher Schaden aufgetreten ist. So ein Schaden kann durch einen Beratungs- oder Flüchtigkeitsfehler entstehen. Diese rein finanziellen Schäden sind oft in der Berufshaftpflicht nicht mit abgesichert. Daher kann hier eine gesonderte Versicherung nützlich sein.

Ein Vermögensschaden entsteht zum Beispiel wenn ein Hochzeitsplaner versehentlich die Räumlichkeiten, Catering und Blumenschmuck für die zehnfache Personenzahl oder zum falschen Termin bestellt und sich dadurch die Kosten für die Hochzeitsfeier verdoppeln.

Berufs- oder Betriebshaftpflicht

Eine Berufshaftpflichtversicherung deckt Sach- und Personenschäden ab. Da ist sie ähnlich der Privathaftpflichtversicherung. Nur geht es bei der beruflichen Haftpflicht darum, dass die Schäden im Arbeitskontext entstehen.

Fällt Ritterdarsteller Uwe(, der gerne mal seine Quittungen verliert und fast ohne Belege bucht) in seiner Freizeit vom Pferd, ist das etwas anderes, als wenn ihm so ein Missgeschick in beruflichem Zusammenhang passiert. Auf einem Mittelaltermarkt lässt er seine Lanze fallen. Sie schlägt eine Zeltstange um, so dass ein Stand mit Töpferware zu einem Scherbenhaufen wird. Hier sind Sachschäden entstanden, über die Ritterdarsteller Uwe anschließend mit seiner Berufshaftpflichtversicherung reden muss. Die Töpferei, deren Ware beschädigt ist, wird eine Entschädigung für den Sachschaden verlangen.

Berufliche Schlüssel-Erlebnisse

Auch Angestellte und Beamte können einen Teil ihres beruflichen Risikos per Haftpflichtversicherung abdecken. Wer zum Beispiel mit Schlüsseln für Betriebsgebäude und Büroräume nach Hause geht, läuft Gefahr, diese Schlüssel zu verlieren. Vielleicht werden sie auch gestohlen. Dadurch können hohe Kosten für neue Schließzylinder und -anlagen entstehen, denn kein Betrieb geht das Risiko ein, dass Schlüssel in die falschen Hände geraten sind und Unbefugte so Zutritt erlangen. Daher haben einige Privathaftpflichtversicherungen ergänzende Passagen zu beruflichen Schlüsseln, um deren eventuellen Verlust mitzuversichern.

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