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Handwerkerportale – Vorteile und Nachteile

Fliesen legen lassen, Wände streichen, Bäume fällen, Maurerarbeiten – für all das benötigt man vielleicht einen professionellen Handwerker. Diesen zu finden gestaltet sich aber nicht immer so einfach. Besonders in Großstädten ist die Zahl der Handwerker aus den verschiedenen Gewerken besonders hoch. Da kann es schon mal schwer fallen, aus der riesigen Auswahl einen passenden und preiswerten Handwerker zu finden. Handwerkerportale helfen Dir als Kunden auf einfache Art im Internet einen geeigneten Handwerker zu finden.

Kunden beschreiben auf diesen Portalen in ihrem auszuführenden Auftrag Tätigkeiten, für die sie einen bestimmten Handwerker suchen. Sobald dieser Auftrag beschrieben und auf der Internetseite veröffentlicht wurde, bewerben sich anschließend passende Dienstleister aus der Region auf den Job.

Die großen Handwerkerportale versprechen Vorteile für beide Seiten. Kunden sollen zum einen ganz bequem am eigenen PC oder über das Smartphone Angebote und Dienstleister hinsichtlich Preis und Leistung vergleichen können, zum anderen sollen Handwerker schnell und flexibel Zugriff auf neue Aufträge erhalten. So können diese beispielsweise innerhalb kurzer Zeit saisonale Lücken in ihren Auftragsbüchern füllen.

Neben den klassischen Handwerkertätigkeiten, wie z.B. Maler- oder Fliesenlegerarbeiten, die bei den unterschiedlichen Portalen einen großen Anteil der Aufträge ausmachen, werden auch Arbeiten aus allen anderen handwerklichen Berufen um Haus und Garten vermittelt.

Handwerkerportale: Vor-und Nachteile
Die großen Handwerkerportale versprechen große Vorteile für Kunde und Handwerker. (Bild ©Unsplash.com)

Welche Handwerkerportale gibt es und was bieten sie an?

Auf Handwerkerportalen wie blauarbeit, myhammer oder doozer veröffentlichen Kunden den zu erledigenden Auftrag nach einer kurzen Auftragsbeschreibung. Alternativ kann sich der Kunde auch über ein in dem Portal integriertes Branchenbuch auf die Suche nach Handwerkern machen.

Für den Auftraggeber gibt es bei der Handwerkersuche über eine Online-Vermittlung eine Vielzahl von Vorteilen. Zunächst einmal erhält man mit nur einer Auftragsbeschreibung in der Regel gleich mehrere Angebote, die man miteinander vergleichen kann. Darüber hinaus kann man sich direkt über die Leistungen und Qualifikationen des jeweiligen Handwerkers informieren. Hierfür bieten die meisten Plattformen eigene Profilseiten an, auf denen die Handwerksbetriebe sich detailliert vorstellen können. “Bewertungen spielen auf den Vermittlungsseiten eine sehr große Rolle”, erklärt Experte und Geschäftsführer von Blauarbeit Ferdinand Seulen. Man sollte sich somit vor der Vergabe eines Auftrags zunächst darüber informieren, welche Bewertungen der Dienstleister bereits erhalten hat. Auch diese Information findet man direkt auf der Profilseite des Handwerkers. “Hat man sich für einen Handwerker entschieden, werden Preisvorstellungen und Auftragsdetails ganz individuell direkt zwischen dem Handwerker und dem Kunden vereinbart”, sagt Ferdinand Seulen.

Auf Handwerkerportalen sind alle Gewerke aus dem Bereich der Innen- und Außenarbeiten zu finden. Hierzu gehören unter anderem Maler, Sanitär – Fachleute, Elektriker, Dachdecker und Metallbauer sowie Gärtner. Aber auch nicht-handwerkliche Branchen von Computerhilfe bis zu Wellnessangeboten sind abgedeckt.

Kritik an Handwerkerportalen

In der Vergangenheit standen Handwerkerportale nicht immer im besten Licht. Vor einigen Jahren agierten diese Portale häufig noch als Auktionsplattformen, in der sich Handwerker gegenseitig unterboten haben, um an einen Auftrag zu gelangen. Allerdings entpuppte sich diese Strategie bereits nach kurzer Zeit als Flop. Es wurden “billige” Handwerker engagiert, das Ergebnis ließ jedoch oftmals zu wünschen übrig.

Im Laufe der folgenden Jahre nahmen die Vermittlungsplattformen immer wieder Änderungen vor, um qualitativ hochwertige Handwerksleistung zu einem guten Preis-/Leistungsverhältnis anbieten zu können.

“Sowohl für alteingesessene Firmen als auch für Unternehmensgründer im Bereich des Handwerks sind diese Plattformen inzwischen eine gute Möglichkeit, um freie Kapazitäten auszulasten oder sich einen Kundenstamm aufzubauen.” – Ferdinand Seulen

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So funktioniert’s für Handwerker

Als Dienstleister registriert man sich auf diesen Portalen und entscheidet sich für eine kostenpflichtige Mitgliedschaft. Hierbei bieten die Portale teils unterschiedliche Möglichkeiten und Mitgliedspakete, die man unbedingt im Vorfeld vergleichen und den individuellen Bedürfnissen entsprechend wählen sollte.

Einige Handwerkerportale stellen ganz unterschiedliche Pakete zur Verfügung, die für Kunden interessant sein könnten. Blauarbeit bietet beispielsweise mit dem Starter- und Premium Paket zwei verschiedene Mitgliedschaften an. Mit dem Starter-Paket erhalten Handwerker beispielsweise zu einem monatlichen Preis von 24,90 Euro die Möglichkeit, einen direkten Kontakt zu potentiellen Auftraggebern aufzunehmen. Im Paket enthalten sind ebenfalls die Eintragung von Kontaktdaten und ein aussagekräftiges Profil, mit dem sich das Unternehmen im Internet vorstellen kann.

Ein anderes Handwerkerportal, wie Myhammer bietet zum Beispiel eine Testmitgliedschaft für 19,90 Euro monatlich für drei Monate an. Wird diese Mitgliedschaft nicht gekündigt, verlängert sich der Vertrag automatisch um eine Laufzeit von 12 Monaten, die dann mit 59,90 Euro je Monat in Rechnung gestellt werden. Für die Mitgliedschaft erhält man sechs Mal die Möglichkeit, mit einem Auftraggeber in Kontakt zu treten. Als Kontakt wird gewertet, wenn man einem Interessenten persönliche Kontaktdaten übermittelt oder wenn ein Auftraggeber auf eine Nachricht antwortet.

Worauf Du achten solltest

Leider sind trotz aller Sicherheitsvorkehrungen auch bei Online-Vermittlungsplattformen schwarze Schafe nicht gänzlich auszuschließen. Zwar sind diese im Bereich der Handwerkerportale nicht besonders präsent, dennoch solltest Du einige Dinge beachten, wenn Du online nach einem Handwerker suchst. Denn allein ein Gewerbeschein macht den Handwerker nicht immer gleich zum Profi. Achte insbesondere auf folgende Punkte:

  • Bewertungen anderer Nutzer lesen
  • Unternehmensprofil checken → Sind Kontaktdaten vorhanden und richtig? Gibt es Bildergalerien von durchgeführten Arbeiten? Hat die jeweilige Webseite grundsätzlich eine seriöse Erscheinung?
  • Erster Kontakt am Telefon → wirkt der Dienstleister vertrauenswürdig und kompetent?
  • Geh nicht in Vorkasse! Handwerkliche Arbeiten sind grundsätzlich erst nach vollständiger Erledigung zu bezahlen. Bei großen Projekten kann man Abschlagszahlungen vereinbaren
  • Bestehe auf den Erhalt einer Rechnung – nur so kannst Du einen eventuell notwendigen Gewährleistungsanspruch geltend machen

Kleiner Tipp: Wenn Du bei der Suche eine Handwerkerplattform in Erwägung ziehst, ist es hilfreich, dass Du die anfallenden Arbeiten in Deinem Auftrag so detailliert wie möglich beschreibst. So können Dienstleister Dir ein individuelles und zutreffendes Angebot erstellen und zusenden. “Bei aufwändigeren Arbeiten ist es ratsam, den Handwerker erstmal zu einer Besichtigung der zu erledigenden Arbeit einzuladen und einen kostenlosen Kostenvoranschlag erstellen zu lassen”, rät Ferdinand Seulen.

Unter Umständen kannst Du auch durch Empfehlungen aus Deinem Freundes- oder Bekanntenkreis auf einen Handwerker zurückgreifen, der anfallende Arbeiten durchführt.

Ist dies nicht der Fall, bieten Handwerkerportale eine tolle Möglichkeit, um zuverlässige und in ihrem Gewerk versierte Fachleute zu finden. In Ballungsgebieten ist die Dichte an Handwerksbetrieben naturgemäß groß, aber auch bzw. gerade in ländlichen Gebieten, in denen merklich weniger Handwerker ansässig sind, erleichtern Online-Plattformen die Suche deutlich.

Wenn Du bei der Handwerkersuche auf Internetportale zurückgreifst, verzichtest Du auf unnötigen Zeitaufwand und bekommst schnellstmöglich einen passenden Handwerker aus Deiner Region.

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