Marketing   11.1.2018

Individualität im E-Commerce: Anforderungen an die Produktkonfiguration

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Massenware hat bei vielen Verbrauchern ausgedient. Stattdessen steigt die Nachfrage nach individuellen Angeboten, um den persönlichen Bedarf zu stillen. Für viele Unternehmer ist diese Entwicklung eng mit erhöhten Produktansprüchen verknüpft. Die modernen Wünsche der Konsumenten erfordern personalisierbare Artikel mit Mehrwert. Im E-Commerce gehen damit massive Herausforderungen einher. In erster Linie braucht es Konfiguratoren, welche sowohl für Betriebe als auch Verbraucher komfortabel zu bedienen sind und durch Maximierung des Kauferlebnisses nachvollziehbare Wettbewerbsvorteile bringen. In diesem Beitrag erfährst du, worauf es bei Konfiguratoren ankommt.

Was Konfiguratoren leisten müssen

Kunden können in Onlineshops heute eine Vielzahl an Waren konfigurieren. Egal ob Möbel, Schuhe, Textilien, Accessoires oder Pralinenarrangements: Das personalisierbare Angebot ist riesig und bedient individuelle Kundenwünsche. Selbst Parkhäuser, Pkws, Lastkraftwagen oder Häuser lassen sich online an besondere Anforderungen anpassen. Eine Tatsache, die vor 20 Jahren noch völlig utopisch wirkte. Damit der User Produkte ohne Beratung durch einen Fachverkäufer eigenhändig am PC oder via mobiler Geräte bequem gestalten kann, braucht es smarte Software. Ohne sie wäre Individualität, wie wir sie im Internethandel derzeit gewohnt sind, nicht realisierbar. Für ein überzeugendes Shoppingerlebnis, das Seitenbesucher abholt und letztendlich zum erfolgreichen Kaufabschluss führt, muss die Technik im Hintergrund effizient arbeiten. Nachfolgend wesentliche Faktoren, welche die Produktkonfiguration mit sich bringen muss:

  • Kompetente Beratung und Flexibilität

Ein guter Konfigurator übernimmt die Aufgabe eines kompetenten Verkäufers und führt den Nutzer verständlich zum gewünschten Ergebnis. Die Benutzerführung muss clever vonstattengehen, damit sich der Kunde bestens aufgehoben fühlt und sich zu jedem Zeitpunkt zurechtfindet. Keinesfalls darf es zum Beispiel ein Problem sein, wenn der Anwender mehrere Schritte zurückgehen oder kurz vor der Bestellung eine weitere Änderung vornehmen möchte. Korrekturmöglichkeiten sind ein Muss.

  • Vorschau

Eine Vorschau spielt in vielerlei Hinsicht eine entscheidende Rolle. Zunächst ist es für den Kunden hilfreich, wenn bereits im Bereich der Vorauswahl eines passenden Artikels eine Vorschau der Individualisierungsoptionen aufgezeigt wird. Für eine beispielhafte Darstellung dient der Onlineshop für Kinderkleidung , der unter anderem personalisierbare Babymode im Programm hat. Bei einigen Artikeln, darunter Schlafsäcke, Strampler und Badecapes, wird Interessenten bereits beim Ansteuern von Textilien mit dem Mauszeiger eine repräsentative Vorschau eingeblendet. Da im genannten Beispiel Stickereien im Fokus stehen, erhält der User eine Detailansicht, um sich einen besseren Eindruck zum potenziellen Ergebnis zu verschaffen. Wurde ein Produkt mit Stickerei ausgewählt, zeigt der Konfigurator bei Eingabe des Wunschnamens zeitgleich die Positionierung, Größe und Farbe der Stickerei. Entscheidet sich der Besucher für andere Farben, lässt sich die Veränderung unmittelbar erkennen.

Ein zeitgemäßer Konfigurator muss zu jedem Zeitpunkt der Gestaltung sämtliche Anpassungen realistisch wiedergeben. Ansonsten wäre der kreative Prozess stark eingeschränkt und das Risiko für Verluste wertvoller Interessenten hoch. Verbraucher müssen das Gefühl haben, beim Erstellen ihres Unikats zuschauen zu können und eine exakte Wiedergabe vorfinden. Im Idealfall lassen sich individualisierte Waren von allen Seiten in 3D betrachten und Oberflächenstrukturen sind deutlich zu sehen.

  • Optik und Leistung

Zudem muss ein Konfigurator optisch und hinsichtlich der Geschwindigkeit begeistern. Nutzer sollten Spaß daran haben, ein Unikat zusammen zu klicken und nicht unnötig lange auf die Darstellung von Änderungen warten müssen.

  • Optionale Filtermöglichkeiten

Je nach Angebot, sind Filtermöglichkeiten erforderlich. Hierzu liefert mymuesli.de ein positives Beispiel. Der Anbieter für individualisierbares Frühstück hat einen „Müsli-Mixer“ im System integriert, der es Interessenten erlaubt, die Zutaten zu filtern. Leidet ein Kunde beispielsweise unter einer Laktoseintoleranz, kann er die Auswahlmöglichkeiten entsprechend beeinflussen und alle Zutaten aus der Vorschau verbannen, die ihm gesundheitlich schaden könnten. Auch Veganer, Liebhaber von fruchtigen Müslis oder alle, die es knusprig mögen, können die Zusammenstellung mit einem Klick beschleunigen. Das spart dem Anwender wertvolle Zeit und die Chancen auf Kaufabschlüsse steigt.

  • Information

Egal ob Versandkosten, Lieferzeiten, Rückgaberecht oder Preis: Sobald eine Option der Individualisierung Auswirkungen auf derartige Faktoren hat, muss der Anwender darüber informiert werden.

  • Call-to-Action

Ein Call-to-Action Button muss beim Konfigurieren stets gut erkennbar platziert sein. Nur so ist gewährleistet, dass Verbraucher die Individualisierung umgehend abschließen können, sollten sie mit dem Produkt zufrieden sein. Ein Großteil der Seitenbesucher, die diesen Button suchen müssen, verabschieden sich in wenigen Sekunden vom Angebot.

  • Optimierungspotenzial

Wie das Produkt selbst, sollte sich ein Konfigurator kontinuierlich verbessern lassen. Individuallösungen sind zwar teurer, aber in vielen Fällen langfristig effektiver. Flexible Technologien werden anhand des Feedbacks von Nutzern optimiert, um damit das Shoppingerlebnis zu maximieren. Willst du für deine Kunden eine smarte Anwendung schaffen, die wie bei Applikationen über Drag & Drop flüssige Abläufe und kurze Ladezeiten gewährleistet, sind Standard-Produkte für Internetshops oft nicht ideal. Stattdessen lohnt sich die Investition in die individuelle Umsetzung von Frontends. Umsetzungen basierend auf Javascript Model-View-Control und HTML5/CSS3 Frameworks bringen einen gewissen Anspruch mit sich. Im Rahmen von Mass Customization (mehr dazu unter wirtschaftslexikon.gabler.de) sind jedoch innovative Lösungen erhältlich, welche die Produktindividualisierung auf ein völlig neues Level anheben.

Wichtiges zur Auswahl von Produkt-Konfiguratoren

Die Auswahl an Konfiguratoren ist groß: Egal ob die 3D-Spezialisten Moving Elements oder Elaspix, die Mass Customization Standardsoftware Apto.One von Confirado, welche auf das PHP-Framework „Symfony“ setzt oder maßgeschneiderte CPQ-Lösungen von Orisa, wie sie Porsche und Siemens verwenden. Um nur wenige Anbieter zu nennen. Die zentrale Frage, die Unternehmen bei der Entscheidung für oder gegen einen Konfigurator beantworten müssen, lautet: Lässt sich die Software problemlos in das bestehende System integrieren und sind alle nötigen Schnittstellen gegeben? Ist eine Lösung beispielsweise nicht mit dem etablierten Logistik- oder Zahlungssystem kompatibel, wäre der Kauf wenig sinnvoll. Achte darauf, dass die Kosten in einem gesunden Verhältnis zum Nutzen stehen!

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