Organisation   20.1.2020

Innerbetriebliche Qualifizierungsbedarfsanalyse – erste Schritte

Innerbetriebliche Weiterqualifikation findet während der Arbeitszeit statt. Das bedeutet: Die Mitarbeiter müssen dafür frei gestellt werden. Außerdem kostet die Maßnahme Geld. Daher will es gut überlegt sein, welche Fortbildungsveranstaltung oder welcher Onlinekurs zu welchen Angestellten passt und wann der optimale Zeitpunkt dafür ist. Diese Überlegung heißt innerbetriebliche Qualifizierungsbedarfsanalyse.

innerbetriebliche Qualifizierungsbedarfsanalyse

Sieh Dir Dein Team bei einer innerbetrieblichen Qualifizierungsbedarfsanalyse genau an: Wer braucht eine Fortbildung und hat ausreichend Motivation, um erfolgreich daran teilzunehmen? (Bild © Fotolia)

Innerbetriebliche Qualifizierungsbedarfsanalyse: Wie gehst Du vor?

Dazu gehört mehr als nur die Zeit- und Kostenplanung. Es zählt auch, welche Aufgaben und Funktionen der Weiterbildungskandidat oder der Fortbildungsanwärter im Betrieb hat. Nicht nur jetzt, sondern auch in Zukunft. Was soll sich strukturell in den nächsten Monaten und Jahren ändern? Was soll mit der Fortbildung für diese eine Person erreicht werden? Kompetenzprofile helfen dir, zu entscheiden, wem du eine Maßnahme vorschlagen wirst.

Zunächst machst du, was du auch bei einer Stellenausschreibung tätest: Leg dir zurecht, was dein Wunschkandidat können soll. Dann weißt du, welche konkreten Tätigkeiten und Kompetenzen dahinter stehen. Das sind Anforderungsmerkmale, die du unbedingt erfüllt sehen willst – zum Beispiel durch betriebliche Weiterqualifikation vorhandener Mitarbeiter.

Was soll bei innerbetrieblicher Weiterbildung herauskommen?

Um das Soll-Profil zu erstellen, unterteilst du diese Anforderungsmerkmale in drei Kategorien:

  • Bei welchen reicht Grundwissen?
  • Wovon sind gute Kenntnisse erforderlich?
  • Was muss der Kandidat unbedingt sicher und souverän beherrschen?

Mach dir am besten ein Formular oder eine Tabelle dazu, anhand derer du nun übersichtlich feststellen kannst, was davon die für eine Fortbildung in Frage kommenden Mitarbeiter bereits erfüllen. Die folgenden Fragen helfen Dir dabei, den Ist-Zustand festzuhalten:

  • Wie schätzt du die Kenntnisse und Fähigkeiten deiner Teammitglieder ein, die für die geplanten Aufgaben in Frage kommen?
  • Wie schätzen sich diejenigen selber ein?

Letzteres kannst du herausfinden, indem du sie sich selbst anhand des von dir erstellten Fragebogens selbst bewerten lässt. Gleichzeitig kannst du auch erfragen, wie hoch das Interesse an einer Weiterqualifikation ist und wie es um die Motivation zur Fortbildung steht.

Nun hast du ein Soll-Profil und den Ist-Zustand. Das ist deine innerbetriebliche Qualifizierungsbedarfsanalyse. Daraus mußt du den Handlungsbedarf ableiten. Erfolgversprechend ist es, diejenige oder denjenigen weiterzuqualifizieren, der dem Soll-Profil schon am nächsten kommt. Du als Chefin oder Vorgesetzter entscheidest, wem du innerhalb des Betriebes eine Weiterqualifikation anbietest. Achte darauf, dass du niemanden über- oder unterforderst.

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