01. Jun 2017 | Experten

Man darf nie stehen bleiben – Interview mit Beate Bender von HOPPE7

Inbound Marketing, Outbound Marketing, Whitepaper, Leads – mit der Digitalisierung sprießen komplizierte Anglizismen wie Pilze aus dem Boden. Wer da den Durchblick behalten will, fragt am besten bei einer Marketingexpertin nach. Das haben jedenfalls wir so gemacht. Im Interview erklärt Beate Bender von der Inbound Marketing Agentur HOPPE7 die wichtigsten Begriffe und gibt Marketing-Tipps für Gründer, Startups und KMU!

Interview mit Beate Bender von HOPPE7

Hallo Beate, stell dich unseren Lesern doch bitte kurz vor!

Hallo, mein Name ist Beate Bender, ich bin 43 Jahre alt und diplomierte Geographin. Seit fast 15 Jahren bin ich nun in der Werbe- und Medienbranche tätig. Da das lebenslange Lernen zu meinen wichtigsten Grundsätzen gehört, habe ich berufsbegleitend ein MBA-Studium sowie die BDU-Zusatzausbildung Unternehmensberatung absolviert. Seit Januar 2014 bin ich nun Projektmanagerin für (Online-)Marketing bei der HOPPE7. Als Prokuristin vertrete ich seit Kurzem außerdem die Geschäftsführer der Agentur.

Beate Bender, Projektmanagerin und Prokuristin bei HOPPE7
Beate Bender, Projektmanagerin und Prokuristin bei HOPPE7

Worum handelt es sich bei HOPPE7?

HOPPE7 ist eine Agentur für Inbound Marketing und zertifizierter HubSpot Silber-Partner. Wir unterstützen mittelständische Unternehmen dabei, die Chancen der Digitalisierung für ihre Vermarktung zu nutzen. Durch Content Marketing und weitere Instrumente des Online Marketing machen wir die Website eines Unternehmens fähig, rund um die Uhr (24/7) Leads für den Verkauf zu generieren. Man könnte auch sagen wir bauen „digitale Verkäufer“ für Unternehmen. Dafür ist allerdings nicht nur technisches Expertenwissen gefragt, sondern im Hintergrund laufen viele strategische Prozesse gemeinsam mit der Unternehmensleitung, dem Marketing und dem Verkauf ab. Wir sind fest davon überzeugt, dass Inbound Marketing die beste Antwort auf das veränderte Verhältnis zwischen Anbietern und Kunden ist.

Inbound Marketing ist die beste Antwort auf das veränderte Verhältnis zwischen Anbietern und Kunden.

Wie sieht dein typischer Arbeitsalltag als Projektmanagerin aus?

Als Projektmanagerin plane und koordiniere ich Aufgaben und Zuständigkeitsbereiche für eine stets reibungslose Projektabwicklung. Zunächst verschaffe ich mir einen Überblick über die relevanten Statistiken im HubSpot-Account meiner Kunden und von HOPPE7. Wichtig ist vor allem, welche neuen potentiellen Kunden (Leads) eingegangen sind. Außerdem sehe ich mir an, wie Blogartikel, Whitepaper und E-Mails aktuell performen, wie viele Downloads von Landing Pages getätigt wurden und wie viel Interaktion die Social Media Posts aufweisen. Gemeinsam mit dem eigenen Team und den Teams unserer Kunden bewerte ich anschließend die Ergebnisse und bespreche strategische Maßnahmen für das weitere Vorgehen zur Leadgenerierung und Kundengewinnung. Schriftlich und telefonisch unterstütze ich bei Fragen und Schwierigkeiten. Natürlich wird jeder Kunde ganz individuell nach seinen Bedürfnissen behandelt.

Welche Voraussetzungen sollte man mitbringen, um den Geschäftsführer/die Geschäftsführerin würdig vertreten zu können?

Ob für Agenturen oder Unternehmen – vor allem klassische Werte sind wichtig: Führungskompetenz und strategische Weitsicht sind ein absolutes Muss. Eine Führungskraft darf nie „stehen bleiben“, sondern muss sich stets nach neuen Trends umschauen und sich weiterbilden.
Speziell für unsere Agentur heißt das: Auf dem Laufenden bleiben, sich über neue Entwicklungen inner- und auch außerhalb unserer Branche informieren und Mitarbeiter für neue Themen begeistern, damit jeder im Team bzw. die gesamte Firma sich stetig weiterentwickeln kann.

Eine Führungskraft darf nie stehen bleiben.

Was haben Laien unter „Inbound Marketing“ zu verstehen?

Verständlich wird der Begriff „Inbound Marketing“ in der Gegenüberstellung mit dem sogenannten „Outbound Marketing“, der klassisch offensiven Bewerbung eines Produkts. Grob ausgedrückt: Der Anbieter zwingt dem Empfänger seine Botschaft („Kauf mich!“) auf – ob dieser will oder nicht. Das Problem: Die meisten wollen nicht.
In Abgrenzung zum Outbound Marketing könnte eine einfache Definition von Inbound Marketing also in etwa so aussehen: Anstatt möglichst viele möglichst laut anzuschreien, liegt der Fokus von Inbound Marketing darauf, sich mittels Content strategisch so zu platzieren, dass man vom Interessenten gefunden wird – und zwar bereits in der frühesten Phase seiner Entscheidungsfindung.  Also zu einem Zeitpunkt, wo der Interessent noch gar keine klare Kaufabsicht besitzt. Im weiteren Verlauf begleitet man den Interessenten dann wiederum mittels relevantem, nützlichem und informierendem Content auf seinem Kaufentscheidungsprozess (Buyer’s Journey) bis hin zum Kauf eines Produktes oder einer Dienstleistung.

HOPPE7
Inbound Marketing ist Team-Arbeit! Wer sich so gar nicht mit dem Thema auskennt tut gut daran, eine Agentur wie HOPPE7 damit zu beauftragen.

Was gehört deiner Meinung nach heutzutage in einen guten Marketing-Mix?

Im Zeitalter der immer schneller fortschreitenden Digitalisierung sollte der Fokus einer jeden Marketingstrategie auf Online Marketing liegen.

Egal ob Großkonzern, Mittelständler oder der kleine Dienstleister von nebenan – die Wirkung des eigenen Internetauftritts sollte man nicht unterschätzen! Eine Unternehmenswebseite und Präsenz aus mehreren, verschiedenen Social Media Plattformen sind heutzutage obligatorisch für erfolgreiches, gewinnbringendes Marketing. Auch Social Selling, also das Netzwerken über Plattformen wie XING oder LinkedIn, sollte stets Bestandteil der eigenen Marketingstrategie sein, um nicht zuletzt den Vertrieb zu entlasten.

Ab welcher Firmengröße lohnt es sich, eine Agentur zu beauftragen, die sich um Inbound Marketing kümmert?

Spätestens, sobald ein Unternehmen den Sprung vom Ein-Mann-Start-Up zum KMU geschafft hat, mit bestimmten Ressourcen ausgestattet ist und womöglich über eine eigene Marketingabteilung verfügt, lohnt es sich, Aufgaben an eine Agentur abzugeben. Besonders dann, wenn es um konkrete Bereiche wie z.B. Content Marketing geht, sollten entsprechende Spezialisten beauftragt werden. Auch für kleinere Unternehmen empfiehlt sich eine Agentur als Berater für Marketingaktivitäten, um vom Expertenwissen zu profitieren und den Fokus ganz auf eigene Aufträge legen zu können. Hier würde man nicht das ganze Inbound Marketing Paket auf einmal beauftragen, sondern einzelne Bausteine (z.B. Buyer Persona, Bloggen, Landing Pages) nach und nach erarbeiten.

Die Wirkung des eigenen Internetauftritts sollte man nicht unterschätzen.

Kann man deiner Meinung nach als mittelständisches Unternehmen ohne einen Marketing-Experten langfristig überleben?

In der Regel verfügen mittelständische Unternehmen über eine eigene – manchmal auch kleine –  Marketingabteilung. Die Herausforderung besteht natürlich darin, sich konsequent hinsichtlich neuer Marketingtrends auf dem Laufenden zu halten. Schließlich will ein Marketer seiner Zielgruppe nicht hinter rennen, sondern seiner Zielgruppe voraus sein.

Neben den klassischen vier P’s (Product, Price, Place, Promotion) kommt nun die komplette, schnelllebige Online-Welt dazu. Hier ist ein Unternehmen sicherlich gut beraten, wenn es zeitweise auf einzelne externe Spezialisten zugreift. So lässt sich beispielsweise Inbound Marketing mittelfristig gut alleine von einem Unternehmen bewältigen, aber für den Start ist die Begleitung durch eine Agentur sehr hilfreich. Durch das gemeinsame Projekt lernt das hauseigene Marketingteam von der Agentur dazu und das Wissen verbleibt nachhaltig im Unternehmen.

Hast du Marketing-Tipps für Gründer und Startups, die sich große Marketing-Maßnahmen nicht leisten können, geschweige denn eine Agentur zu engagieren?

Ein Fokus sollte auf jeden Fall auf Online-Marketing liegen, da man hier auch mit kleineren Budgets gute Resultate erzielen und einzelne Zielgruppen sehr genau ansprechen kann. Möglicherweise verfügt man als Startup zunächst über mehr Zeit als Geld, dann könnte Content Marketing eine gute Lösung sein. Das Erstellen von wertvollen Inhalten ist meist sehr zeitintensiv und bindet Ressourcen, lohnt sich aber als nachhaltige Maßnahme.

Die Online-Welt ist schnelllebig – wie hältst du dich trendmäßig auf dem Laufenden?

Hier unterstützt HubSpot sehr: jährlich gibt es eine großartige Convention, auf der angesehene Sprecher und Experten vertreten sind. Zusätzlich lese ich regelmäßig Branchen-Blogs, klicke mich durch thematisch relevante Foren und nehme an Webinaren oder Online-Schulungen teil.

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