Interview   05.9.2017

Für die individuelle Work(-out)-Life-Balance – Interview mit Benjamin Roth vom Urban Sports Club

Dreimal die Woche auf dem Laufband – von Abwechslung kann da kaum die Rede sein. Und gerade auf Abwechslung setzt der Urban Sports Club. Co-Gründer und CEO Benjamin Roth erklärt das Prinzip und die Vorteile der Fitness-Flatrate im Interview!

Interview mit Benjamin Roth vom Urban Sports Club

Hallo Benjamin, stell dich und dein Unternehmen unseren Lesern doch bitte kurz vor!

Gerne! Ich stamme aus Nürnberg und habe in Bamberg, München und in den USA studiert. Als Diplom-Kaufmann war ich in zwei Beratungsfirmen tätig. Mir und meinem guten Freund Moritz Kreppel fiel dabei auf, wie schwer es sein kann, Arbeitsalltag und vielfältiges Sporttreiben unter einen Hut zu bringen. Mit der Motivation, mehrere Sportangebote auf einer Plattform zusammenzufassen, entstand die Idee zum . Dieser ist als Sport-Flatrate aufgebaut:  Als Mitglied habe ich per Smartphone-App Zugang zu mehr als 40 Sportarten bei mehr als 1.400 Sportpartnern in rund einem Dutzend deutschen Großstädten. Anstatt mehrere Verträge mit einzelnen Sportstätten einzugehen, bin ich als vielfältig interessierter Sportler mit einer einzigen Mitgliedschaft genau an der richtigen Adresse.

Moritz Kreppel und Benjamin Roth, Gründer vom Urban Sportsclub

Moritz Kreppel und Benjamin Roth, Gründer vom Urban Sports Club

Was ist das Prinzip des Urban Sports Club und welche Vorteile bietet er gegenüber gewöhnlichen Fitnessstudios?

Unser Ziel ist es, Menschen dazu zu bewegen, mehr Sport zu treiben. Unser Modell hat drei Komponenten: Vielfalt, Flexibilität und Gemeinschaft. Wir bieten eine Vielfalt an Sportarten, so dass ich – egal in welcher Gemütslage ich gerade bin und egal wie das Wetter draußen ist – immer das Richtige finde. Wir bieten klassische Sportarten wie Schwimmen, Fitness oder Yoga, gesundheitsfördernde Aktivitäten wie Wellness oder Massagen, aber auch Trendsportarten wie Stand-Up-Paddling, Beachvolleyball oder Wakeboarding an. Wir setzen auf Flexibilität, denn ich habe als Mitglied überall die Möglichkeit, Sport zu machen, egal ob ich in der Nähe der Arbeit, bei der Wohnung oder bei Freunden um die Ecke bin. Durch den Sport erschaffen wir eine Gemeinschaft, die motiviert, am Ball zu bleiben. Und durch das große Angebot gibt es weniger Ausreden, die Füße hochzulegen, doch dafür mehr Gründe, neues zu entdecken. Von klassischen Fitnessverträgen unterscheiden uns die flexible Pausenregelung und die monatliche Kündbarkeit.

„Wir setzen auf Flexibilität.“

Urban Sports Club ist bereits in 12 deutschen Städten verfügbar, darunter Berlin, München, Frankfurt und Nürnberg. Wie identifiziert ihr neue, lukrative Standorte?

Generell ist für uns jede deutsche Stadt mit mehr als 500.000 Einwohnern interessant. Hinzu kommen natürlich noch weitere Faktoren. Neben der Expansion in Deutschland starten wir jetzt auch in Europa durch: Mit Paris und bald auch weiteren französische Städten bieten wir dann grenzübergreifenden Sport an!

Welche Sportarten werden am meisten von euren Nutzern beansprucht?

Zu den beliebtesten Sportarten zählen in der Regel  Yoga, Fitness, Schwimmen, Bouldern und EMS. Allerdings variiert das von Stadt zu Stadt. Wir bieten die volle Bandbreite des Sports an und kriegen auch für exotische Angebote wie Bogenschießen oder Wasserski tolles Feedback aus unserer Community.

Und welche Stadt ist die fitteste?

Letzten Sommer haben wir das getestet, indem wir zu einer Challenge aufgerufen haben. Die Mitglieder sollten es schaffen, sich für vier Monate in Folge mindestens vier Mal zum Sport einzuchecken. Damals war München der Sieger! Die diesjährige Ausgabe läuft, das heißt, die anderen Städte können sich jetzt revanchieren. Im Zwischenstand ist übrigens Nürnberg die sportlichste Stadt ;).

Spannend für all unsere Unternehmer: Ihr bietet auch „Firmensport“ an. Welche Motivation könnten Unternehmenskunden haben, Sportpässe für den Urban Sports Club an ihre Mitarbeiter weiterzugeben?

Wenn ich mich in einem Unternehmen mit Betrieblichem Gesundheitsmanagement auseinandersetze, komme ich um die Komponente Sport als soziales Bindeglied und Gesundheitsförderer nicht herum. Teambuilding, Reduzierung krankheitsbedingter Fehlzeiten, erhöhte Motivation – die Liste der Vorteile ist vielfältig. Über eine Kooperation mit dem Urban Sports Club als Sportanbieter aus einer Hand gebe ich als Arbeitgeber meinen Mitarbeitern die Chance, sich vor allem vielfältig und unverbindlich sportlich zu betätigen.

„Reduzierung krankheitsbedingter Fehlzeiten, erhöhte Motivation – die Liste der Vorteile ist vielfältig.“

Gibt es Möglichkeiten für den Arbeitgeber, Urban Sports Club-Mitgliedschaften steuerfrei als Gesundheitsförderung abzurechnen?

Unsere Mitgliedschaften können derzeit über den Sachbezug abgerechnet werden. Sport kann so durch das Unternehmen als Betriebsausgabe genutzt werden. Derzeit bieten wir Firmensport in unterschiedlichen Paketen an: Arbeitgeber haben dabei die Möglichkeit, die Mitgliedschaft ihrer Mitarbeiter anteilig oder vollständig zu unterstützen.

Du hast den Urban Sports Club zusammen mit deinem Partner Moritz Kreppel gegründet. Was waren die größten Herausforderungen bei der Gründung und wie habt ihr sie gemeistert?

Mit Pyler, eine Art Vorversion von Urban Sports Club, bin ich 2009 an Indoor-Fußballhallen herantreten, um sie beim Vermarkten ihrer Plätze zu unterstützen. Doch damit war ich noch etwas zu früh: Die Besitzer waren nicht überzeugt, dass sich Sportler über das Internet organisieren würden. Dabei habe ich mit Moritz Kreppel aber gemerkt, dass es sich lohnt, unser Modell mit weiteren Sportarten zu ergänzen und sind Schritt für Schritt dem Gerüst des Urban Sports Clubs näher gekommen. Der Weg dorthin war auf keinen Fall ein Selbstläufer, denn in den ersten Jahren haben wir ohne Gehalt gearbeitet und mussten erst die Studiobesitzer von unserem Konzept überzeugen.

Hand aufs Herz: Findest du als Gründer und Geschäftsführer eigentlich selber noch Zeit für Sport und Fitness?

Das gestaltet sich in der Tat schwierig! Ich nehme mir zumindest zwei Sporttermine in der Woche vor. Dabei weiß ich aber, dass als Familienvater mit zwei Kindern und Arbeitgeber mit der Verantwortung für mehrere Dutzend Angestellte leider mal einer ausfallen muss.

Wie motivierst du dich nach einem 8+ Stunden Arbeitstag zum Sport. Hast du Tipps, wie auch unsere Leser ihren inneren Schweinehund bekämpfen können?

Wichtig ist: Jeder Mensch braucht eine individuelle . Sport soll nicht zum Dogma werden, sondern Spaß machen. Ich mache einen großen Schritt zu einem aktiv-gesunden Lebensstil, wenn ich neugierig bleibe und wage, mit Freunden neue Sportarten auszuprobieren. Dadurch besiege ich den inneren Schweinehund vielleicht nicht völlig, aber ich lerne mit ihm umzugehen und ihn etwas zu zähmen.

„Sport soll nicht zum Dogma werden, sondern Spaß machen.“

Über Benjamin Roth

Benjamin Roth gründete den 2012 gemeinsam mit Moritz Kreppel. Es ist die zweite Gründung des 38-Jährigen nach dem Fußball-Startup Pyler, aus dem der Urban Sports Club hervorging. Zuvor war der Diplom-Kaufmann bei zwei Beratungsfirmen tätig. Roth ist gebürtig aus Nürnberg und hat in Bamberg, München sowie den USA studiert. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

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