Finanzen   20.12.2018

Kooperationen mit anderen Unternehmen – warum?

Kooperierst du bereits mit anderen Unternehmen? Kooperationen bringen viele Vorteile von Kostenersparnis, bis zu größeren Projekten, die du und deine Firma alleine gar nicht stemmen könnten. Du lernst andere Leute aus deiner Branche kennen. Deine Partner können in deiner Nähe oder ganz woanders arbeiten, egal ob im Nachbarort, am anderen Ende von Europa oder auf einem anderen Kontinent. Wir haben Dir Gründe zusammengestellt, warum es sich lohnt, sich dauerhaft oder gelegentlich mit anderen Firmen zusammen zu tun, und erklären Dir, was eine gute Kooperation ausmacht.

Kooperationen

Für Kooperationen mit anderen Firmen gibt es gute Gründe. Doch es ist wichtig, sich vorab konkrete Ziele zu vereinbaren. (Bild © pexels.com)

Was sind die Vorteile von Unternehmenskooperationen?

  • Aufträge: dein Leistungsspektrum wird größer, wenn du Knowhow aus anderen Firmen dazu nimmst. Gemeinsam könnt ihr größere Aufträge abwickeln, die ihr alleine nicht bekommen hättet.
  • Einkauf: Fahrradhändler tun es, viele andere Branchen auch – wenn sich Firmen einer Branche zusammentun, können sie bei ihren Zulieferern günstigere Preise erzielen und damit am Markt neben großen Ketten besser bestehen.
  • Forschung und Entwicklung: Was ein mittelständischer Betrieb nicht leisten kann, schafft vielleicht eine Forschungseinrichtung. Wissenschaftliche Einrichtungen und Unternehmen profitieren beide von der Zusammenarbeit.
  • Produktionskapazitäten: Maschinen anzuschaffen, lohnt sich nur, wenn sie auch ausgelastet sind. Gerade bei besonders teuren Anschaffungen oder ganzen Produktionsanlagen, lohnt sich die Überlegung: „Wer hat das schon oder wer außer mir braucht so etwas?“ Für solche Käufe können Kooperationen also von Vorteil sein.
  • Weiterbildung: Brauchen zum Beispiel mehrere kleine Unternehmen am Ort eine bestimmte Softwareschulung, kann es für alle Kosten sparen, sich gemeinsam einen Trainer zu buchen.
  • Marktforschung und Werbung: Die Händler einer Straße oder einer Kleinstadt bilden gemeinsam eine Werbegemeinschaft. So gelingt es ihnen gemeinsam verkaufsoffene Sonntage und Werbung zu organisieren. Eventuell lohnt es sich auch, sich die Kosten für eine Analyse Eurer Marktsituation durch ein Marktforschungsinstitut zu teilen.
  • Logistik: Transportfahrzeuge herum stehen lassen – wozu?
  • Vertrieb und Netzwerk: Firmen einer Branche vertreten auch die Produkte eines vermeintlichen Konkurrenten. Dadurch bekommt der Kunde immer das für ihn am besten passende Produkt und alle verdienen an dem Geschäft.
  • Personal und Verwaltung: Seid ihr zum Beispiel mehrere Firmen in einem Bürogebäude, dann brauchen vielleicht nicht alle eine eigene Empfangssekretärin. Die Kosten lassen sich also bei einer Kooperation teilen. Das gilt auch für andere Verwaltungskräfte, IT-Techniker oder zum Beispiel das Reinigungspersonal. Ihr schafft Arbeitsplätze, die sich jede Firma allein, vielleicht nicht hätte leisten können.

Es gibt also viele gute Gründe, warum du mit anderen Unternehmerinnen, Freiberuflern, Selbständigen und Firmen kooperieren solltest. Das birgt aber auch Risiken. Darunter ist mangelhafte Kommunikation, Chaos bei der Terminvereinbarung, einseitiges Abschöpfen von Wissen, mangelhafte Leistungen einer Partnerin oder eines Partners und vieles mehr. Damit die Kooperation mit anderen Unternehmen trotzdem gut läuft, sollten vorab Erwartungen und Ziele aller Beteiligten geklärt sein.

Was braucht es, damit Kooperationen gelingen?

  • Win-Win-Situation: Alle müssen profitieren können. Für alle involvierten Unternehmen soll die Kooperation Vorteile bieten.
  • Rechte und Pflichten: Achtet darauf, dass Rechte und Pflichten möglichst gerecht verteilt sind.
  • Erwartungshaltung: Habt ihr dasselbe Ziel – also vorab wirklich geklärt, ob sich alle einig sind, wohin die Reise gehen soll? Und mit welchen Verkehrsmitteln?
  • Zielvereinbarung: Formuliert präzise, was ihr erreichen wollt, schriftlich!
  • Fahrplan: Termine, Aufgabenverteilung und wer welche Ressourcen und Kompetenzen einbringt sollten definiert sein. Auch hier: Macht das besser schriftlich. Wie bei jedem Projekt, an dem Teams arbeiten, muss auch bei einer Kooperation mehrerer Firmen, klar sein, wer was wann erledigt.
  • Verträge: Schließt nach Möglichkeit einen Kooperationsvertrag, in dem alles detailliert aufgeführt ist.
  • Kompromissbereitschaft: Nicht immer den eigenen Kopf durchsetzen – sondern auch einmal andere Meinungen gelten lassen. So eine Kooperation ist auch nur ein Stück aus dem wahren Leben.
  • Engagement: Teamarbeit ist Teamarbeit – egal ob zwischen Kollegen oder unterschiedlichen Firmen. Alle Beteiligten müssen sich einbringen wollen, sonst gibt es Unstimmigkeiten.
  • Mitarbeiter ins Boot holen: Es nützt nichts, wenn allein die Firmenchefinnen ihre Kooperation ganz toll finden, die beteiligten Mitarbeiter sollten ebenfalls hinter den Zielen stehen. Sei in deiner Kommunikation zu dem Projekt transparent. Vermittle deinen Leuten, warum ihr die Kooperation mit den Unternehmen plant, was ihr damit erreichen wollt und was du von ihnen erwartest, damit es gut klappt.
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