Marketing   29.8.2019

Kostenloses E-Book als Marketinginstrument?

Immer mehr Firmen bieten über ihre Website kostenlose E-Books an. Manche Selbstständige und Freiberufler tun dies über Anbieter, die darauf spezialisiert sind. Und viele dieser Titel versprechen, hilfreiche, fundierte Fachbücher und Ratgeber zu sein. Sind sie es, und sind sie als Marketinginstrument geeignet?

  1. Wie viel Werbung ist erlaubt?
  2. Wie kann ich ein E-Book herstellen?
  3. Was muss ein kostenloses E-Book enthalten?
  4. Wie schreibe ich ein E-Book, wenn ich gar nicht schreiben kann?
  5. Wie veröffentliche ich das E-Book auf meiner Website?
  6. Wie bringe ich mein kostenloses E-Book „an den Mann“?
e-book

E-Books kannst Du auf Deiner Website als Marketinginstrument verwenden – allerdings sollte dabei nicht Deine Eigenwerbung, sondern der Mehrwert Deiner Leser im Vordergrund stehen. (Bild © unsplash.com)

Kostenlose E-Books sind Werbevehikel

In erster Linie sind kostenlose E-Books Vehikel für die Autoren, um sich als Spezialisten einer bestimmten Dienstleistung oder eines genau umrissenen Themas zu positionieren. Sie zeigen damit auf innovative und freigiebige Weise, dass sie ihr Thema beherrschen und geben eine bestimmte Menge ihres Spezialistenwissens preis. Doch bei genauerem Hinschauen entpuppen sich die meisten Bücher als eine eher oberflächlich angelegte Starthilfe, als eine Art Lockmittel, das Appetit auf mehr machen soll. Wer darüber enttäuscht ist, sollte bedenken, dass das Buch immerhin kostenlos ist. Dennoch sollte man natürlich versuchen, auch mit einem kostenlosen Buch die Leser (und möglicherweise zukünftigen Kunden) positiv zu stimmen.

Wie viel Werbung ist erlaubt?

Da kostenlose E-Books in erster Linie Werbung für dich und deine Dienstleistung sein sollen, ist Eigenwerbung selbstverständlich erlaubt. Wie viel Werbung ist aber gut? Vergleiche mit anderen E-Books und vertraue im Zweifel deinem eigenen Urteil: wie viel Werbung möchtest du selbst in einem E-Book sehen? Wann beginnt „Schleichwerbung“, dich zu nerven? Danach solltest du dich in deinem Buch richten. Denn ein Zuviel an Werbung kann potentielle Kunden auch abschrecken.

Etwas anderes ist es, wenn du dein E-Book bei einem Anbieter kostenloser E-Books unterbringst, zum Beispiel Bookboon. Dort wirst du üblicherweise prozentual am Verkaufserlös beteiligt, hast aber keinen Einfluss darauf, wie viel Fremdwerbung in deinem Buch platziert wird. Über diese Fremdwerbung finanzieren sich solche Portale jedoch, weshalb es sein kann, dass auf jeder 2. oder 3. Seite Werbung steht.

Wie kann ich ein E-Book herstellen?

Die einfachste Möglichkeit, ein E-Book zu schreiben, ist, es in einer Word-Datei zu verfassen und dann als pdf-Datei zu exportieren. Pdf-Dateien können heute alle an ihren Computern lesen. Füge ein Deckblatt, ein Inhaltsverzeichnis und dein Firmenlogo hinzu. Ebenfalls dürfen natürlich deine Kontaktdaten nicht fehlen, damit interessierte Leser dich auf einfachem Weg erreichen können.

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Was muss ein kostenloses E-Book enthalten?

 

Inhaltlich kannst du das E-Book gestalten, wie du möchtest. Du entscheidest, wie viel Wissen du preisgeben kannst, ohne dir und deiner Firma einerseits wirtschaftlich zu schaden, andererseits dennoch den Lesern einen Mehrwert zu bieten. Sie möchten keine reine Werbebroschüre lesen, sondern etwas Neues lernen. Sie möchten das Gefühl haben, dass hier ein Experte am Werk war. Und sie möchten einen kleinen Einblick in deine Arbeit oder deine Dienstleistung bekommen.

Wichtig ist, dass du beim Schreiben keine Urheberrechte anderer verletzt: dass du nicht ungefragt irgendwo abschreibst und Grafiken und Bilder anderer nicht ohne Genehmigung in dein E-Book integrierst. Das könnte nicht nur teuer werden; es schadet auch deinem Ruf.

Ein kostenloses E-Book soll kein Lebenswerk sein. Halte es lieber knapp, als zu viel zu schwätzen. Nimm deine Leser ernst, glaube nicht, dass sie auf seitenlange leere Worthülsen und Platzhalter hereinfallen. So etwas würde eher gegen dich sprechen als für dich. Schreib präzise und klar, verständlich im Stil, sodass auch Fachfremde verstehen könnten, worum es bei dir geht.

Wie schreibe ich ein E-Book, wenn ich gar nicht schreiben kann?

Für den Fall, dass dir das Schreiben nicht liegt oder du keine Zeit dafür hast, gibt es Ghostwriter, die diese Arbeit für dich übernehmen. In Gesprächen erarbeitet ihr zusammen ein Konzept und überarbeitet gemeinsam den daraus entstandenen Text, bis du zufrieden bist. Gute Ghostwriter kannst du online in entsprechenden Datenbanken finden, zum Beispiel beim Texttreff.

Wie veröffentliche ich das E-Book auf meiner Website?

Wenn dein E-Book fertig ist, exportierst du (oder dein Webmaster) es als pdf-Datei und lädst es auf den Server deiner Website hoch. Auf der Website selbst verlinkst du an prominenter Stelle auf das Buch, und dann können es deine zukünftigen Kunden über diesen Link auf deiner Website herunterladen. Achte darauf, dass die Datei nicht aufgrund zahlreicher Bilder zu groß wird. Nicht jeder hat eine schnelle Internetverbindung und ein großes Downloadvolumen.

Wie bringe ich mein kostenloses E-Book „an den Mann“?

Wenn du es auf deiner Website zum Download zur Verfügung stellst, und zwar an sichtbarer Stelle, sodass keiner der Website-Besucher es verfehlen kann, dann hilft das schon enorm. Wenn du einen regelmäßigen Newsletter versendest, solltest du das E-Book dort selbstverständlich erwähnen. Setze einen Link zum Buch in deine E-Mail-Signatur, und solltest du in einem persönlichen oder telefonischen Gespräch merken, dass deine Gesprächspartner Interesse an dem E-Book haben könnten, dann weise sie ruhig darauf hin. Doch auch hier gilt: Werbung in gesundem Maße.

Es gibt kein Limit dafür, wie viele E-Books man veröffentlichen sollte. Solange du etwas zu sagen hast, solange du deinen Kunden einen interessanten Mehrwert bieten kannst, spricht nichts dagegen, ab und zu ein neues kostenloses E-Book anzubieten. Und vergiss nicht, bei neuen Erkenntnissen oder Veränderungen deine alten E-Books zu aktualisieren und auch dies zu kommunizieren.

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