Organisation   23.5.2019

Kreatives Chaos zulassen oder Ordnung für freie Gedanken schaffen?

In der Bewertung des kreativen Chaos im Vergleich zur Ordnung scheiden sich die Geister. Viele Studien unterstützen den kreativen Effekt der Unordnung, während andere Studien genau das Gegenteil belegen. Daher lohnt sich ein Blick darauf, ob kreatives Chaos oder Ordnung in der Arbeitswelt für mehr Produktivität sorgen. Um sich dem Thema anzunähern gilt es daher, den Begriffen Kreativität, Chaos und Ordnung auf den Grund zu gehen.

  1. Was ist Kreativität?
  2. Was hat Intelligenz mit Kreativität zu tun?
  3. Was befördert die Kreativität?
  4. Kreatives Chaos oder Ordnung – Was dient der Kreativität mehr?
  5. Was sagt die Wissenschaft?
  6. Was ist förderlicher für die Konzentration?
  7. Was ist für Dich besser geeignet?
  8. Wie kann Ordnung Raum für Kreativität schaffen?
chaos oder ordnung

Du möchtest in der Arbeit möglichst produktiv und kreativ sein? Wir verraten Dir, wie es besser klappt: mit kreativem Chaos oder Ordnung. (Bild © unsplash.com)

Was ist Kreativität?

Ein Blick in die Psychologie und Pädagogik kann uns den Begriff der Kreativität näher bringen. Unter der Kreativität versteht man die Fähigkeit zu originellen und schöpferischen Leistungen, die einen Nutzen haben und demnach für einen bestimmten Zweck erbracht werden. Kreativität kann bei nahezu sämtlichen Tätigkeiten, die wir im Alltag verrichten, erforderlich sein. Doch insbesondere sind hohe kreative Leistungen in der Kunst, in der Literatur und in der Wissenschaft anzutreffen. Aber auch die Entwicklung von Technik und Methodik erfordert ein hohes Maß an Kreativität. 

Was kennzeichnet Kreativität? Woran ist sie zu erkennen?

Unsere Kreativität hängt stark mit der Fähigkeit zum so genannten divergenten Denken, also zum vielschichtigen verzweigten Denken zusammen. Die Fähigkeit zum vielschichtigen verzweigten Denken äußert sich zum einen durch die Fähigkeit, Gedanken zu entwickeln und aufeinander aufzubauen Zudem zeichnet sich das divergente Denken dadurch aus, dass wir die erarbeiteten Gedanken in eine Ordnung zu setzen und Verbindungen, beziehungsweise Assoziationen herstellen. Auch die Beweglichkeit des Denkens mit der Bereitschaft, vorhandene Denkstrukturen umzustellen und neu zu gestalten sowie die Fähigkeit, bekannte Inhalte in neue Zusammenhänge zu setzen, sind deutliche Anzeichen von Kreativität. 

Was hat Intelligenz mit Kreativität zu tun?

Intelligenz und Kreativität sind beide Anzeiger und Maßstäbe für die menschliche Gehirnleistung. Während die Intelligenz sich durch logisches und bewertendes Denken auszeichnet, das in der Lage ist, sinnvolle Schlüsse zu ziehen, geht die Kreativität mit einem beweglichen und flüssigen Denken einher, das sich durch Originalität auszeichnet, da ihre Ergebnisse nicht häufig und zwangsläufig vorkommen. Intelligenz sucht nach einer Problemlösung, während die Kreativität insbesondere nach Alternativen für eine gängige Aufgabenstellung sucht. 

Zusammenhang zwischen Intelligenz und Kreativität

Wissenschaftliche Untersuchungen in den 1960er und 1970er Jahren kamen zu dem Ergebnis, dass hohe Intelligenz zwar nicht unbedingt Kreativität nach sich zieht. Doch eine hohe Kreativität setzt voraus, dass eine ebenso überdurchschnittliche Intelligenz vorhanden sein muss. 

Beide Leistungen hängen demnach unmittelbar miteinander zusammen, während sie zugleich auf unterschiedliche Ergebnisse abzielen und dabei andere Wege gehen. Kreativität ist ein Zusammenspiel zwischen beiden Gehirnleistungen. Denn die logische, bewertende und schlussfolgernde Leistungsfähigkeit des Denkens ist eine unabdingbare Voraussetzung für intuitives Erfassen von Lösungsideen. 

Was befördert die Kreativität?

Um zu entscheiden, ob kreatives Chaos oder Ordnung die Leistungsfähigkeit für kreative Prozesse befördert gilt es, die Phasen der Kreativität zu kennen. Der österreichische Psychologe Werner Stangl beschreibt die verschiedenen Phasen der Kreativität, die zu dem schöpferischen Ergebnis führen. In der vereinfachten Darstellung sind diese:

  • Problemerkennung:
    Während der Einstiegsphase in den kreativen Prozess wird die Aufgabenstellung benannt. Hierbei stellt der Kreative traditionelle Lösungswege in Frage. 
  • Erforschung:
    In der zweiten Phase des kreativen Prozesses ordnet der Kreative Erfahrungen, Informationen und vorhandenes Wissen neu, um mehrere Lösungsmöglichkeiten zu eröffnen. 
  • Nonverbale Neuorganisation:
    In der darauf folgenden Phase werden Erfahrungen und Versuche nicht sprachlich, sondern symbolhaft neu geordnet, während die Aufgabenstellung aus dem Gesichtsfeld verschwindet. 
  • Lösung durch Inspiration:
    Die Inspiration ist ein Erlebnis, das spontan zu Lösungen führt. Die Lösungsansätze werden dabei spielerisch verändert, ergänzt, angenommen und verworfen. In dieser Phase entdeckt der Kreative neue Zugänge zur Realität, die zur Lösung der Aufgabenstellung führt.
  • Ausarbeitung:
    Der noch unfertige Lösungsansatz wird nun von der symbolischen Ebene in die sprachliche Ebene überführt. In dieser letzten Phase stellt der Kreative seine Lösung für seine Umwelt zur Verfügung. Danach wird die kreative Lösung auch körperlich in die Realität überführt. 

Kreatives Chaos oder Ordnung – Was dient der Kreativität mehr?

Ein Blick auf die unterschiedlichen Phasen der Kreativität gibt zu erkennen, welchen Einfluss kreatives Chaos oder Ordnung für den gesamten Prozess nehmen können. Während die Problemerkennung und Erforschung ordnende Vorgänge bezeichnen, lassen die nonverbale Neuorganisation und die Lösung durch Inspiration die optimale Ausgangssituation offen. Die Ausarbeitung der Lösungsidee hingegen erfordert wiederum ein gewisses Maß an ordnenden Kräften. Daraus lässt sich unschwer erkennen, dass für die Kreativität zumindest ein gewisses Maß an Ordnung erforderlich ist. Ob für die Kreativitätsphasen der nonverbalen Neuorganisation und Inspiration eher kreatives Chaos oder Ordnung hilfreich sind, bleibt nach wie vor offen und mag dem Kreativen selbst überlassen werden. Im Ergebnis der Betrachtung kann die Vermutung angestellt werden, dass für die Kreativität mit Chaos und Ordnung beide Faktoren einen Beitrag leisten können. In welchem Maße das Chaos und die Ordnung zum Tragen kommen, mag zudem abhängig von der Persönlichkeit des Kreativen sein. 

Was sagt die Wissenschaft? – Kreative Köpfe und Kreatives Chaos

Die Psychologin Kathleen Vohs von der Universität Minnesota untersuchte den Zusammenhang zwischen Kreativität unter Berücksichtigung von Chaos und Ordnung. Sie kam zu dem Ergebnis, dass Ordnung zu produktiven Entscheidungen, Großzügigkeit und Beständigkeit führen, während Unordnung Kreativität mit sich bringt. Bei ihrer Untersuchung stellte sie ihre Aufgaben einem Teil ihrer Probanden in einer ordentlichen und einem anderen Teil in einer unordentlichen Umgebung. Im Ergebnis hatten beide Gruppen gleich viele Einfälle. Die Originalität der Ideen war bei der Gruppe in der unordentlichen Umgebung jedoch sehr viel höher. Ihre Lösungen zeichneten sich durch mehr Einfallsreichtum und Originalität aus. Die Psychologin zog daher den Schluss aus ihrer Versuchsreihe, dass kreatives Chaos den Schöpfungsprozess befördert. 

Leere Schreibtische – Leere Köpfe?

„Wenn ein unordentlicher Schreibtisch einen unordentlichen Geist repräsentiert, was sagt dann ein leerer Schreibtisch über den Menschen aus, der ihn benutzt?“ Gerne wird Albert Einsteins Zitat dazu heran gezogen, um kreatives Chaos gegen die Ordnung zu rechtfertigen. Auch die Süddeutsche Zeitung stellt in einem Artikel mit dem Titel „Produktive Leere und kreatives Chaos“ eine suggestive Antwort auf die Frage nach dem optimalen Zustand unseres Schreibtisches zur Verfügung. Hierfür zieht auch die SZ die Untersuchungen von Kathleen Vohs von der Universität Minnesota heran. Demnach fördere die ordentliche Umgebung ein Verhalten, das sich durch Gewissenhaftigkeit auszeichne, während Chaos auf dem Schreibtisch die Kreativität unterstütze. 

Der Segen des Chaos – mit dem Segen der Wissenschaft

Ihre Studienergebnisse überzeugten Kathleen Vohs davon, dass unaufgeräumte Schreibtische zu unkonventionellen Lösungswegen führen. Klinisch strukturierte Büros mit leeren Schreibtischen hingegen würden die Kreativität hemmen. Zu diesem Ergebnis kamen auch zwei Wissenschaftlerinnen der Universität Groningen. Laut ihrer Untersuchungen helfe das kreative Chaos auf dem Schreibtisch dabei, einfacher zu denken. So unterstütze die Unordnung den Kreativitätsprozess, indem Lösungen mit möglichst schlichtem Ansatz gefunden würden. Denn das kreative Chaos auf dem Schreibtisch biete dem Gehirn erforderliche Ablenkungen und Reize, die die Findung neuer Lösungsansätze und spontaner Ideen befördern würden. Kreatives Chaos auf dem Schreibtisch ist im Ergebnis der wissenschaftlichen Untersuchungen demnach ein Ansporn und eine Ermutigung für Ideensucher, herkömmliche Sichtweisen zu überwinden und Neues auszuprobieren. Für das Chaos auf dem Schreibtisch sprechen unterschiedliche Argumente. 

Chaoten sind kreativer – Plädoyer für die Unordnung

Neben den oben bereits erwähnten wissenschaftlichen Ergebnissen unterstreichen weitere Argumente für das kreative Chaos aus Studien den Wert der Unordnung für die Kreativität. 

  • Wer sich ablenken lässt, arbeitet effektiver. Dieses Argument bezieht sich auf die Konzentrationsfähigkeit, die durch gezielte Übungen verbessert wird. Die Ablenkung wird dabei gezielt herbeigeführt. 
  • Wer laut wissenschaftlicher Studien Chaos zulassen kann, der denkt nicht gradlinig, wie besonders ordentliche Menschen. Das führt dazu, dass zum Beispiel bei der Suche nach neuen Ideen Kreative mit Hang zur Unordnung übliche Gedankenpfade verlassen und originellere Lösungen finden. 
  • Wenn die Blicke auf dem unaufgeräumten Schreibtisch über Zettelberge, Zeitschriftenhaufen, Briefstapel und Aktenchaos schweifen können, dann regt das möglicherweise die Kreativität an.
  • Zugelassenes Chaos als so genanntes Ordnungssystem für Chaoten steht dem viel beschwörten Ordnungsstress entgegen. Dieser übt seinen Druck auf Betroffene aus, indem er einfordert, möglichst viele Arbeitsbereiche zu optimieren, effizienter zu gestalten und zu perfektionieren.

Volle Schreibtische – Schnelle Lösungen?

Die Erklärung für das in den Untersuchungen gefundene Ergebnis liegt nach Auffassung der Wissenschaftler in einem einfachen Effekt der Psychologie. Da der Mensch im Grunde stets nach Ordnung strebe, reagiere er auf Chaos mit dem Bedürfnis, Ordnung zu schaffen, indem er die Unordnung sortiere und neu organisiere. Werde jedoch das Ausmaß der Unordnung so groß, dass ein zügige Herstellung von Ordnung nicht möglich sei, dann schalte das Gehirn auf die Findung des einfachsten Lösungsweges um. Laut den Wissenschaftlerinnen der Universität Groningen mache Chaos auf dem Schreibtisch die Arbeit zwar nicht produktiver. Es helfe jedoch dabei, Aufgaben möglichst einfach anzugehen und erhöhe bei der Lösungsfindung die Konzentration auf das Wesentliche.

Kreatives Chaos oder Ordnung – Was dient der Konzentration?

Die Konzentration ist die Fähigkeit, seine Aufmerksamkeit einer bestimmten Aufgabe zuzuwenden. Sie überwindet dabei Störfaktoren in der Umgebung, indem sie diese ausblendet. Die Konzentrationsfähigkeit versetzt uns in die Lage, bestimmte Reize wahrzunehmen und diese im Sinne der Aufgabenstellung produktiv weiter zu verarbeiten. Dabei filtert die Konzentration störende Reize aus und unterdrückt diese, da sie der Aufgabenstellung entgegen stehen. 

Eine spürbare Unordnung in der Arbeitsumgebung kann als Störfaktor für die Konzentration betrachtet werden. Ob die Unordnung dem Kreativen bei seiner Aufgabenstellung hilft oder ihn hindert, kann davon abhängen, wie sehr er in der Lage ist, Unordnung als unbrauchbare Reize auszufiltern und bestimmte Aspekte der Unordnung in seine Aufgabenstellung einzubeziehen. 

In der Folge geht der Umgang mit vorhandener Unordnung unmittelbar einher mit der Persönlichkeit des Kreativen. Während viele Menschen Unordnung als störenden Reiz empfinden, sehen andere einfach darüber hinweg und nehmen Unordnung nicht als solche wahr. Ob wir Unordnung einfach ausblenden oder gar als Ideenlieferant nutzen können, könnte demnach davon abhängen, wie wir diese bewerten. Wer Unordnung ablehnt, der wird sich an einem unordentlichen Schreibtisch stören und als unangenehmen Störreiz wahrnehmen. Für den kreativen Prozess muss ein ordnungsliebender Mensch daher erhöhte Energie aufwenden, um sich auf seine Aufgabe zu konzentrieren. Kreative hingegen, die Chaos als positiv vertreten, müssen keine geistige Kraft aufwenden, um Unordnung im Sinne der Konzentration auszublenden. 

Fazit – jedem Kreativen seine Un-Ordnung

In der Folge ist es eine Frage der Einstellung, ob kreatives Chaos oder Ordnung besser geeignet ist, originelle Ideen zu entwickeln. Es muss daher offen bleiben, ob kreatives Chaos oder Ordnung der hierfür erforderlichen Konzentration dient und es darf als Ansichtssache und persönliche Neigung dem Kreativen überlassen bleiben. 

Chaos oder Ordnung – was ist für Dich besser geeignet?

Nicht alle kreativen Köpfe in Kunst, Literatur und Wissenschaft zeigten in der Geschichte und Gegenwart eine einheitliche Neigung zum kreativen Chaos oder zur peniblen Ordnung. Höchstleistungen in der Kreativität wurden oftmals in ordentlich geführten Ateliers und Arbeitsräumen erzielt. Dahingegen lässt das Zitat Albert Einsteins vermuten, dass er um Verständnis für die Unordnung auf dem eigenen Schreibtisch plädiert. 

Die eigene Arbeitseinstellung überprüfen

Aus diesem Grund müssen Kreative ausschließlich darauf achten, in welcher Umgebung sie sich am wohlsten fühlen. Welches Maß an Ordnung oder Unordnung die Kreativität im Einzelfall befördert, muss jeder Kreative durch Erfahrungswerte selbst herausfinden. Erst danach kann er für sich die geeignete Arbeitsumgebung schaffen, die seine Ideenfindung am besten unterstützt. Dabei gilt es jedoch darauf zu achten, dass man das kreative Chaos nicht als Vorwand für die eigene Nachlässigkeit benutzt. 

Kreative Ordnung statt kreatives Chaos?

Wer für seinen Fall zu dem Ergebnis kommt, dass das Chaos auf seinem Schreibtisch nicht etwa Kreativität, sondern einfach nur Chaos verursacht und daher gegen die Unordnung auf seinem Schreibtisch ankämpft, dem sei der Einsatz bewährter Ordnungssysteme anbefohlen. Denn die Vorzüge der Ordnung sind allgemein bekannt. 

Wie kann Ordnung Raum für Kreativität schaffen?

Das Phänomen, das auch als Broken-Window-Theorie bekannt ist, bringt die Dynamik der Unordnung an den Tag. Demnach kann bereits ein wenig Unordnung, wenn ihr nicht begegnet wird, völlige Verwahrlosung nach sich ziehen. Die Verwahrlosung umfasst am Arbeitsplatz nicht nur den Ort, sondern zieht auch eine Brache aller mentaler Energien nach sich. Dem steht das Prinzip der Ordnung entgegen, das Raum für die Kreativität schafft, indem es zahlreiche Vorzüge mit sich bringt:

  • Ordnung schafft eine Arbeitsumgebung, die frei ist von ablenkenden Reizen
  • Ein ordentlicher Arbeitsbereich verschafft einen schnellen Überblick über die Aufgabenstellung, über Ressourcen und über Möglichkeiten zur Umsetzung. Darüber hinaus verhilft die Ordnung zu einem schnellen Zugang zum notwendigen Arbeitswerkzeug für die Realisierung von Ideen.
  • Der ordentliche Arbeitsraum sorgt für die notwendige Ruhe, die für die Kreativität unabdingbar ist.
  • Das Schaffen von Ordnung markiert zumeist einen neuen Abschnitt und kann für einen Energieschub sorgen. Steht ein neues Projekt an, dann sind Bestandteile von alten Projekten zumeist hinderlich für neue Ideen.
  • Wer im Team arbeitet, der muss auch daran denken, dass sich andere an seinem Arbeitsplatz zurecht finden müssen. Vertreten Dich Kollegen während Deiner Abwesenheit im Urlaub, dann benötigst Du ein sinnvolles Ordnungssystem, in dem sie sich schnell zurecht finden.
  • Kampf der Zahlen: kreatives Chaos und Ordnung sind Gegenstand unzähliger wissenschaftlicher Studien. Wie so oft kommen die Untersuchungen zum Teil zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen. Die Ergebnisse beweisen daher insbesondere, dass noch nicht eindeutig belegt werden kann, ob Chaos oder Ordnung die Kreativität tatsächlich befördern oder behindern. Daher ist es wichtig, sich  hinsichtlich der eigenen Kreativität nicht von wissenschaftlichen Studien anleiten zu lassen, sondern vielmehr von den eigenen Erfahrungswerten. 
  • Ordnung sorgt für Ökonomie: Wer seine Arbeitsmaterialien im Blick hat, der kann den Verbrauch besser kontrollieren. Mit einer ordentlichen Organisation funktionieren nicht nur die Verwaltung und die Materialbeschaffung besser. Auch die Kreativität profitiert davon, wenn erforderliches Material schnell und zuverlässig verfügbar ist.

Tipps für Ordnungsliebhaber

Wer für sich herausfindet, dass er in einer ordentlichen Umgebung besser kreativ arbeiten kann, dem seien die folgenden Tipps für die Ordnung anbefohlen:

  • Checklisten:
    Checklisten fassen in Minutenschnelle zusammen, welche Ziele Du Dir setzt. Sie schaffen einen Überblick über die erforderlichen Maßnahmen und ermöglichen Dir, Deine Ziele Schritt für Schritt umzusetzen. Die Checkliste eignet sich auch ausgezeichnet als einfaches Instrument für ein effektives Ordnungssystem für Chaoten.
  • Termine festlegen:
    Damit Deine Checkliste nicht unbehandelt liegen bleibt, solltest Du Dir für die Erledigung ihrer Aufgaben einen oder mehrere feste Termine vornehmen. Denn der Termindruck sorgt dafür, dass alle Bestandteile Deiner Liste innerhalb eines absehbaren Zeitraums umgesetzt werden. 
  • Belohnung:
    Wenn die Checkliste abgearbeitet ist, dann solltest Du für eine Belohnung sorgen. Denn die Belohnung erhöht nicht nur die Motivation. Sie dient auch als Zielsetzung dafür, dass Du Deine eigene Checkliste mit der erforderlichen Ernsthaftigkeit umsetzt. 
  • Plan erstellen:
    Komplexe Aufgaben solltest Du mit einem Plan für die Umsetzung beschreiben. So sinkt die Hemmschwelle bei der Umsetzung, da der Plan den Ablauf ordnet. Auf diese Weise weißt Du genau, mit welchem Arbeitsschritt Du die Bearbeitung einer umfangreichen Aufgabe beginnen musst. 

Welche Maßnahmen für Dein Ordnungssystem Du auch immer wählst, um diejenige Übersicht für Deinen Arbeitsplatz herzustellen, mit der Du kreativ arbeiten kannst – Du solltest Dich zugleich darum bemühen, das System auch regelmäßig anzuwenden. Zur Erhaltung Deiner Ordnung gehört neben der regelmäßigen Checkliste auch das einfache regelmäßige Ausmisten. Denn erst die Regelmäßigkeit sorgt dafür, dass Dein Niveau an Ordnung ohne großen Zeitaufwand stets erhalten bleibt. 

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