Finanzen   15.6.2017

Laufende Kosten für Selbstständige – was gehört dazu?

Einige laufende Kosten für Selbstständige musst du bei der Gründung unbedingt mit einrechnen – zusätzlich zu den individuellen Investitionskosten, die dein ganz spezifisches Business erfordert. Um realistisch zu kalkulieren, welche Summen du in den ersten Monaten wirklich zum Leben und Arbeiten brauchst und was du auch künftig erwirtschaften musst, ist eine Auflistung sämtlicher Kosten unbedingt erforderlich – damit kannst du erfolgreich kalkulieren und planen!

Laufende Kosten für Selbstständige durch dein Personal

Jede Person, die dein Unternehmen stärkt und weiterbringt, verursacht gleichzeitig Personalkosten. Was sie auf ihrem Lohn- bzw. Gehaltszettel sieht, ist nur ein Teil der Kosten, die du für Personal aufwenden musst: Ehe dein Personal sein Nettogehalt ausgezahlt bekommt, legst du noch Arbeitgeberleistungen, den Bruttoanteil, möglicherweise Beiträge für die Berufsgenossenschaft, eventuell Urlaubs- und Weihnachtsgeld, vermögenswirksame Leistungen oder sonstige betriebliche Zuwendungen oben drauf.

Laufende Kosten für Selbstständige - was gehört dazu?

Auch wenn man als Gründer zuerst vom großen Geld träumt: Die Ausgaben werden zu Anfang wahrscheinlich größer sein als der Gewinn.

Sachgemeinkosten – was ist denn das?

Unter Sachgemeinkosten sind alle betrieblichen Ausgaben zu verstehen, die notwendig für den Ablauf deines Unternehmens sind, aber nicht direkt mit deinem Produkt oder deiner Dienstleistung zusammenhängen. Das heißt zum Beispiel: Wenn du einen Tisch produzierst, ist ein Büro für die Produktion offensichtlich nicht unmittelbar notwendig – um die geschäftlichen Abläufe inklusive Buchhaltung zu organisieren, brauchst du trotzdem einen Raum mit Schreibtisch, Computer und sonstiger Office-Ausstattung. Zu den Sachgemeinkosten gehören Ausgaben für Miete, Infrastruktur wie Telefon und Internet, Absicherungen wie deine betrieblichen Versicherungen, Kosten für dein Marketing und deine Werbung, Steuerberaterhonorar etc.

Was du dir selbst auszahlen wirst …

Deine Selbstständigkeit soll dich im Idealfall nicht nur notdürftig Monat für Monat über die Runden bringen, sondern dich gut versorgen, dir einen angenehmen Lebensstandard ermöglichen und dir auch eine Absicherung fürs Alter erlauben. In die laufenden Kosten für Selbstständige solltest du unbedingt einbeziehen, welche privaten Ausgaben du mit deinen Umsätzen finanzieren möchtest. Bedenke dabei, dass du mit deiner Selbstständigkeit auch Rücklagen für Krankheit, Urlaub oder geschäftliche Flauten bilden musst. Anders als Angestellte bist du in diesen Phasen nicht durch Lohnfortzahlungen abgesichert! Urlaubszeiten sind auch keineswegs ein unnötiger Luxus, auf den du notfalls verzichten kannst – Urlaub als Selbstständiger ist unbedingt notwendig, damit du deine Kräfte angemessen schonst, um dein Business erfolgreich zu machen. Auszeiten finanzieren zu können ist aus unternehmerischer Sicht definitiv wichtig, um langfristig gute Ergebnisse zu erzielen – beziehe diese Überlegungen in der Aufstellung deiner laufenden Kosten also unbedingt mit ein!

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