Organisation   11.10.2018

Links in E-Mails – anklicken oder nicht?

Immer wieder erhält man Links in E-Mails, die zum Anklicken auffordern. Welche dieser Links kann man heute überhaupt noch anklicken, ohne sich Viren und Trojaner auf den Rechner zu holen?

Links in E-Mails

Soll ich? Oder lieber nicht? Welche Links in E-Mails Du nicht anklicken solltest, erfährst Du hier.

Um sicherzugehen, gar keine? Das wäre für den Arbeitsalltag fatal, denn oftmals erhält man Links in E-Mails zu wichtigen oder interessanten Themen, die nicht unbedingt prominent auf der Startseite der betreffenden Website zu finden sind. Die Suche danach direkt auf der Website würde auf Dauer viel zu viel Zeit in Anspruch nehmen.

Dennoch ist es tatsächlich ratsam, nicht jeden Link in E-Mails anzuklicken. Denn sowohl private als auch geschäftliche E-Mail-Konten können gehackt und von dort aus Spam-Mails verschickt werden. Wie hält man aber die guten und die bösen auseinander? Darauf gibt es leider keine eindeutige Antwort, denn die Spammer und Hacker werden immer professioneller. Ein paar deutliche Anzeichen gibt es jedoch.

Betroffen sind E-Mails von Freunden und Kollegen genauso wie von Firmen, von denen man regelmäßige Newsletter erhält, oder auch von gänzlich unbekannten Firmen, die ihre Produkte oder Dienstleistung anbieten.

Augen auf im E-Mail-Verkehr – Wie erkennst Du die ‚bösen‘ Links in E-Mails?

Wer häufig E-Mails schreibt und empfängt, wird im Lauf der Zeit aus Erfahrung wissen, welche Mails sauber sind und welche nicht. Für alle anderen gilt: Augen auf im E-Mail-Verkehr! In den folgenden Fällen überlege gut, ob du den Link wirklich anklicken solltest – im Zweifel tu’s nicht:

  • wenn jemand, mit dem du beruflich zu tun hast, plötzlich einen privat scheinenden Link zu einem süßen Hundewelpenvideo schickt oder zu anderen Websites, die mit seiner Dienstleistung gar nichts zu tun haben;
  • wenn jemand, mit dem du per Sie bist, dich auf einmal duzt;
  • wenn die sonst übliche Signatur unter der E-Mail fehlt;
  • wenn die Anrede fehlt oder sie ganz allgemein gehalten ist, d. h. die Mail nicht direkt an dich adressiert ist;
  • wenn die Mail merkwürdige Rechtschreib- und Grammatikfehler aufweist;
  • wenn die Schrift und Schriftfarbe der E-Mail eine völlig andere ist als sonst;
  • wenn die E-Mail viel fett gedruckten Text und viele Ausrufezeichen enthält;
  • wenn in der Mail eine Geschichte von (vermeintlich) krebskranken Kindern, gefolterten Tieren, entführten Jugendlichen oder anderen haarsträubenden Dingen erzählt wird;
  • wenn die URL, die du anklicken sollst, keine dir bekannte Website ist oder
  • wenn die Mail eine Virus- oder Trojanerwarnung enthält.

Sicher gibt es noch mehr Warnzeichen, doch selbst bei diesen hier klingeln bei vielen Menschen noch keine Alarmglocken. Sie klicken die Links in E-Mails an und öffnen dadurch Viren und Trojanern bereitwillig Tür und Tor zu ihren Geschäftsgeheimnissen und -kontakten. Und sie leiten diese Mails sofort als gut gemeinte, aber blauäugige Warnung an alle in ihrem Adressbuch weiter – und dann dürfen die sich ebenfalls damit herumschlagen.

Was sind Hoaxes?

Nicht jede Spam-Mail enthält einen Link zu einem Virus – in vielen Fällen kann die Mail auch ein sogenannter Hoax sein. Bei einem Hoax (aus dem Englischen für „Scherzmeldung“) handelt es sich um das, was die Journalisten eine „Ente“ nennen – eine Falschmeldung. Meistens handelt es sich um Warnungen vor vermeintlichen Gefahren verbunden mit der Aufforderung, die Mail an alle, die du kennst, weiterzuleiten. Diese Mails werden meist aus Jux verschickt (ihr Vorbild ist der Kettenbrief, der früher die Post recht wohlhabend gemacht haben dürfte). Manche kursieren sogar schon seit mehr als zehn Jahren durch das Internet. Auch wenn sie keine Schadsoftware enthalten, verstopfen sie dennoch die Postfächer weltweit.

Wie kannst Du überprüfen, ob die Mail ein Hoax ist?

Wenn du nicht sicher bist, was es mit einer Mail auf sich hat, kannst du zumindest auf dieser Website nachprüfen, ob es sich bei der Mail um einen Hoax handelt oder nicht: Hoax-Info Service. Bei dieser Website handelt es sich um eine Liste des IT-Service-Centers der Technischen Universität Berlin. Sie mag nicht vollständig sein, doch die meisten Hoaxes kann man hier finden. Solltest du unserem Link jetzt nicht mehr trauen, dann suche im Internet nach den Worten „Hoax“ und „Technische Universität Berlin“ – du wirst dann auch auf dieser Website landen. Oder du kannst eine spezielle Zeile aus der Mail kopieren und nach genau diesem Wortlaut online suchen – häufig findest du denselben Wortlaut auf Websites wieder, die mit diesen Zitaten vor Hoaxes und Viren warnen.

Wenn du per E-Mail eine Warnung bekommen hast, der du nicht traust, dann hast du die Möglichkeit, im Internet nach Meldungen von großen (Computer-) Zeitschriften zu suchen. Seriöse Magazine wie , , , etc. berichten meist sehr schnell, wenn es eine reale Virus- oder Trojanerwarnung gibt.

Und solltest du immer noch unsicher sein, ob die Mail, die du bekommen hast, wirklich von dem dir bekannten Absender stammt, dann schreib dem (vermeintlichen) Absender eine neue Mail (nicht einfach nur auf „Antworten“ klicken) und frage nach, was es mit der anderen Mail auf sich hat. Im Lauf der Zeit wirst du die guten von den bösen Mails auseinanderhalten können. Doch auch dann solltest du immer noch gut überlegen, was du anklickst und was besser nicht.

Verwandte Artikel

Das könnte dich auch interessieren

online Kundenverwaltung
Organisation

8 gute Gründe für die Kundenverwaltung online

Du meinst, Rechnungen sind eine Sache, Kundenverwaltung eine andere. Da liegst Du falsch! Wenn Du Kundenverwaltung und Rechnungen online und …
Risiko Existenzgründung
Gründung

Risiko Existenzgründung: So hältst du es gering!

Und wenn das schief geht? Das Risiko bei der Existenzgründung schreckt viele potenzielle Gründer ab. Der Schritt in die Selbstständigkeit …
Eventkalender 2019
Gründung

Eventkalender 2019 – Messen und Veranstaltungen für Gründer, …

Innovationen, Kontakte und Netzwerke im Neuen Jahr Gründer, Startups und Selbstständige müssen sich nicht nur um die Kundenaquise, die Abwicklung …

Buchhaltung für Gründer und Selbstständige

Billomat epaper Buchaltung für Gründer

Sichere dir dein kostenloses ePaper!

Alles, was du über Buchführung wissen musst auf einen Blick:

Mit Klick auf den Button erkläre ich mich mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden.

Privat: Billomat 60 Tage kostenlos testen

Mit der Anmeldung akzeptierst du die AGB.

Newsletter
Newsletter
Kontakt
Folge uns
Deine Einstellungen zu Cookies für diese Website:

Wähle selbst aus, welcher der nachfolgenden Cookies die Website verwenden darf. Du kannst diese Einstellungen jederzeit wieder über unsere Datenschutzbestimmungen ändern.

Ändere deine Cookie-Einstellungen mit dem Schieberegler:
Notwendig
Notwendig
Statistik
Statistik
Komfort
Komfort
Targeting
Targeting