Lifestyle   28.5.2019

Mehr Bewegung in der Mittagspause? Geocaching als Ausgleich für Schreibtischtäter

Hast du dir vorgenommen, dich in deiner Mittagspause mehr zu bewegen? Und langweilst du dich bei den immer gleichen Spaziergängen in der Umgebung deines Arbeitsortes? Entdecke deine bekannten Routen doch mal ganz neu! Schließ dich modernen Schatzsuchern an und erobere die Welt des Geocachings!

  1. Was ist Geocaching?
  2. Wie wird man Geocacher?
  3. Ist Geocaching etwas für die Mittagspause?
  4. Wer steckt hinter den Geocaches?
mittagspause geocaching

Als Fan des Geocaching wirst du überrascht sein, von wie vielen versteckten Schätzen du schon seit einiger Zeit unbemerkt umgeben warst! Das beste dabei: du kannst sogar in deiner Mittagspause suchen. (Bild © unsplash.com)

Passanten, die nichts verloren haben – aber dennoch die Ritzen und Spalten in Mauern und Gehwegen gründlich inspizieren. Die ihre Blicke schweifen lassen und begeistert auf jeden kleinen Hohlraum im öffentlichen Raum reagieren: Das sind Merkmale der Schatzsucher des digitalen Zeitalters, Menschen, die Spaß an einem Trend gefunden haben, der sich in vielen Ländern zunehmender Beliebtheit erfreut.

Was ist Geocaching?

Geocaching“ heißt die moderne Art der Schnitzeljagd, eine Zusammensetzung aus dem griechischen Wort für „Erde“ („Geo“) und dem englischen Ausdruck für „geheimes Lager“ („Cache“). Mithilfe eines GPS-Geräts und Spaß am Spürsinn kann jeder an diesem weltumspannenden Abenteuer teilnehmen.

Die geheimen Lager, die sich an öffentlichen Plätzen in Städten ebenso wie an Waldwegen, auf Wiesen und Feldern befinden, bestehen aus wetterfesten, wiederverschließbaren Behältern in verschiedenen Größen. In jedem Cache ist ein Logbuch enthalten, in dem sich Finder mit ihrem Geocacher-Spitznamen sowie Datum und Uhrzeit ihrer „Bergung“ eintragen. Manchmal sind es zentimeterkleine Boxen und Röhren, manchmal regelrechte Truhen. Wenn die Größe des Behältnisses es zulässt, ist es mit kleinen Tauschobjekten gefüllt. Wer einen Cache findet, darf sich einen dieser Gegenstände herausnehmen und legt dafür selber einen hinein: Er muss haltbar sein (die Caches sind darauf angelegt, über Jahre hinweg versteckt zu bleiben), darf nicht stark riechen (um keine Tiere auf freier Wildbahn anzulocken) und sollte kindertauglich sein (denn Geocaching ist auch bei jungen Familien beliebt).

Wie wird man Geocacher?

Aber wie findet man nun einen dieser Schätze? Um selber zum Geocacher zu werden, ist zunächst eine Registrierung in einer der einschlägigen Online-Communitys wie www.geocaching.com oder www.opencaching.de nötig. Nach der Anmeldung lässt sich die bevorzugte Region auswählen, in der das Geocaching stattfinden soll. Die GPS-Schnitzeljagd ist mittlerweile so beliebt, dass sich die Schätze überall in deiner Umgebung verbergen: Auf dem Land ebenso wie in der Stadt, auf Wander- und Feldwegen, im Wald, in U-Bahn-Stationen und in Bahnhofshallen, am Geländer der Fußgängerbrücke und unter der Einfassung des Springbrunnens auf dem Marktplatz: Die Fantasie der Geocacher kennt keine Grenzen – ihre Regeln und ihr Ehrenkodex allerdings durchaus. Caches sind immer so versteckt, dass auf der Suche keine Grundstücksgrenzen von Privateigentum überschritten werden, und immer wird darauf geachtet, dass Schatzsucher weder Naturschutzgebiete noch Tiere stören.

Ist Geocaching etwas für die Mittagspause?

Bei der Auswahl der Cache-Verstecke gibt es solche, bei denen schon die Beschreibung im Internet Längen- und Breitengrade angibt, an denen nach dem begehrten Behältnis gesucht werden kann. Manchmal muss erst ein Rätsel gelöst werden – ein paar Rechnungen ergeben dann die Koordinaten, an denen sich der Schatz versteckt. Oder eine Aufgabe führt zu einem Versteck, in dem ein neues Rätsel hinterlegt ist, das den nächsten geheimen Ort nennt – die Suche kann sich über lange Wege und mehrere Stationen ziehen oder bei einem kurzen Spaziergang in der Mittagspause erledigt werden. Die Beschreibung im Internet verrät schon im Vorfeld, auf welche Strecken und auf wie viele Aufgaben sich der Geocacher gefasst machen kann. Er erfährt hier ebenso, welche Schwierigkeit zu erwarten ist: Ist das Versteck besonders knifflig ausgesucht, liegt es auf unwegsamem Terrain, oder bietet es sich für Einsteiger an? Es finden sich Hinweise, ob Caches auch für Kinderwagen und Rollstühle geeignet sind, ob feste Schuhe oder sogar Kletterkünste notwendig sind.

Wenn das Geocaching-Fieber Dich ansteckt…

Und dann geht es los – bewaffnet mit einem GPS-Gerät oder einem GPS-fähigen Smartphone, das gefüttert mit den korrekten Koordinaten zum Geocache führen soll. Kreativ und gewitzt sind die Verstecke, damit kein Uneingeweihter sie zufällig findet – deshalb: Augen auf! Wen einmal die Geocaching-Leidenschaft gepackt hat, für den sehen von nun an alle Nischen, Zwischenräume, Ritzen und Spalten im öffentlich zugänglichen Raum verdächtig aus. Jeder Moosteppich wird darauf untersucht, ob er vielleicht gar nicht mit seinem Untergrund verwachsen ist, sondern lose zur Tarnung auf einer Kiste liegt. Metallische Handläufe an Brückengeländern könnten auf ihrer Unterseite eine Röhre beherbergen, die hier magnetisch befestigt wurde. Die Wurzel eines Baumes bietet einen Hohlraum? Wer weiß, was sich dort vebirgt!

Wer steckt hinter den Geocaches?

Wer hat all diese „Schätze“ eigentlich vergraben, getarnt und unauffällig platziert? Das waren andere Schatzsucher, die vom Geocaching-Fieber befallen sind und Spaß daran haben, sich immer wieder neue Herausforderungen und Verstecke auszudenken. Um sicherzugehen, dass kein Cache Anwohner oder Grundstücksbesitzer belästigt, Wildtiere stört oder in Naturschutzgebieten liegt, prüfen die Betreiber der Geocaching-Communitys sämtliche Ideen, ehe sie im Internet öffentlich freigegeben werden. So entstehen Tag für Tag neue Verstecke. Und damit Anreize, die eigene Umgebung mit Schatzsucheraugen neu zu entdecken. Und das geht schon seit Jahren so: Der US-Amerikaner Dave Ulmer stellte am 2. Mai 2000 seine Idee für eine weltweite Schnitzeljagd in einem Online-Forum vor. Er selbst vergrub den allerersten Geocache in der Nähe von Portland und verriet dessen Position im Internet – innerhalb eines einzigen Tages brachen die ersten Schatzsucher auf und wurden fündig. Der erste deutsche Cache wurde am 2. Oktober 2000 in der Nähe von Berlin versteckt.

Und? Legst du auch mal los? Viel Spaß bei der Gestaltung Deiner neuen Mittagspause!

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