Finanzen   02.1.2020

Mit Inkassodienstleistern erfolgreicher mahnen

Ausstehende Rechnungsbeträge sind kostspielig – für jeden Unternehmer, der auf sein Geld wartet. Durch Außenstände gerät ein Gläubiger im schlimmsten Fall trotz guter Auftragslage in echte finanzielle Schwierigkeiten. Doch ein seriöses externes Forderungsmanagement bzw. ein Inkassodienstleister kann Liquiditätsengpässe verhindern. Mehr dazu erfährst Du in diesem Artikel!

Inkassodienstleister

Wenn das Unternehmen in Liquiditätsengpässe gerät, weil die Außenstände anwachsen, muss dringend  Plan B her! (Bild © unsplash.com)

Welche Folgen hat schlechtes Forderungsmanagement?

Schuldner, die sich immer mehr Zeit lassen, bis sie eine Rechnung begleichen, werden zu einem zunehmenden unternehmerischen Risiko. Wenn das interne Mahnwesen nicht ausreichend gut funktioniert oder wenn das Unternehmen zu oft erst spät auf Zahlungsverzug reagiert, ist im schlimmsten Fall der Verlust der eigenen Liquidität die Konsequenz.

Was spricht dafür, einen Inkassodienstleister zu beauftragen?

Um Forderungsverluste weitestgehend zu vermeiden, empfiehlt es sich, externe Hilfe einzubeziehen. Es gibt aber nur wenige Anwaltskanzleien, die sich auf Mahnangelegenheiten spezialisiert haben. Und auch für Spezialisten sind Mandate mit einem eher geringen Streitwert meist unattraktiv. Einem Unternehmen können aber auch viele kleine offene Rechnungsbeträge das Genick brechen – die Summe macht‘s.

Einiges spricht dafür, Inkassounternehmen mit der Eintreibung von Außenständen zu beauftragen. Der Preis für diese Dienstleistung richtet sich nicht nach einem Gebührenkatalog, ist aber seit Oktober 2013 nach oben hin gedeckelt. Diese Kosten muss der Schuldner als Verzugsschaden übernehmen – was nicht für die Investition in Personal und Arbeitszeit für das unternehmensinterne Mahnwesen gilt. Deshalb kann die Beauftragung eines Inkassounternehmens für den Auftraggeber billiger sein, als selber zu mahnen. Außerdem erhöht es in vielen Fällen die Erfolgsquote, wenn der Inkassodienstleister als unbeteiligter Dritter in das Mahnverfahren einbezogen wird.

Die Gründe für diesen Erfolg: Das Unternehmen signalisiert deutlich, dass es nicht auf die ausstehende Summe verzichten wird, wenn der Schuldner die Mahnphase bloß lange genug aussitzt. Zudem gehört zum professionellen Mahnwesen, dass hartnäckigen Schuldnern mit jeder neuen Zahlungsaufforderung mit zunehmendem Nachdruck – „So höflich wie möglich, so ernst wie nötig“ – der Ernst ihrer Lage verdeutlicht wird. In Abstimmung mit dem Kunden erinnert das Inkassounternehmen den Schuldner nicht nur postalisch, sondern auch am Telefon an seine Pflichten. Bleibt er aber uneinsichtig, folgen juristische Schritte, die das Inkassounternehmen einleitet – und die für den Schuldner deutlich kostspieliger werden, als die ausstehende Summe rechtzeitig zu begleichen.

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Professionelle Inkassodienstleister werden dabei immer versuchen, das Geschäftsverhältnis zwischen Gläubiger und Schuldner nicht zu gefährden. Sie treten als Vermittler auf und suchen das Gespräch. Wenn nötig, bieten sie dem Schuldner realistische Ratenzahlungen oder Zahlungsaufschub als Kompromiss an.

Eine weitere Dienstleistung, die Unternehmen vor Schaden bewahren kann, ist die Prüfung, ob ein Schuldner im Schuldnerverzeichnis vermerkt ist. Falls sich herausstellt, dass er eine eidesstattliche Versicherung abgegeben hat oder sogar ein Haftbefehl gegen ihn vorliegt, kann das Unternehmen dank dieser Information vermeiden, dass es neben dem bereits entstandenen Schaden noch weitere Ausfälle hinnehmen muss.

Wie erkennt man einen seriösen Inkassodienstleister?

Natürlich gibt es auch im Inkassowesen schwarze Schafe. Ein Qualitätsmerkmal, das seriöse Inkassounternehmen kennzeichnet, ist eine Mitgliedschaft im . Alle Mitglieder des BDIU haben sich zu rechtsstaatlichen Verfahrensweisen und strenger Einhaltung von Datenschutzrichtlinien verpflichtet.

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