Lifestyle   23.9.2019

Mitarbeiterbindung der Generation Y – Warum bei den Youngsters mehr zählt als Geld

Sie stellt alles in Frage. Job, Gehalt, Nachhaltigkeit. Die Generation Y. Sie wurde zwischen den 80er und 90er Jahren geboren und ist bekannt für ihren Ehrgeiz, ihr Selbstbewusstsein und ihren Eigensinn. Von Historikern wird sie als nächste große Generation gepriesen, die die Welt tatsächlich verbessern kann. Voller selbstbewusster Optimisten erobern sie die Unternehmen mit ihren selbstbestimmten Bedingungen. Mehr Leichtigkeit im Leben, das ist die Devise.

generation y

Gibt man der Generation Y Freiraum, kann sie in der Arbeitswelt vieles bewegen und manch alte Konventionen über Bord werfen. Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, ist sie in hohe Maßen leistungsbereit. (Bild © unsplash.com)

Das englische Y steht auch für die Bedeutung der Aussprache: „Why“. Genau darum geht es – die Frage nach dem „Warum?“. Und hinterfragt wird alles. Sind die Aufgaben und Anweisungen nötig? Schadet das Unternehmen der Umwelt? Hat der Chef immer Recht? Warum gibt es Überstunden?

Gleichzeitig ist sie aber auch die Generation des „Warum nicht?“: neue Dinge ausprobieren, Grenzen überschreiten. Die Y-er sind mit Optionen groß geworden, von denen das Internet nur eine ist. Nicht ohne Grund ist sie auch die „Generation der Eine-Million-Möglichkeiten“.

Eigene Vorstellungen und Motivationen

Eine ganze Generation stellt alte Routinen infrage und damit die Arbeitswelt auf den Kopf.

Sie haben andere Vorstellungen von der Arbeit und dem Leben. Nein, es geht nicht immer nur um das dicke Geld – gerade der Generation Y ist der Spaß und der Sinn an der Arbeit besonders wichtig. Überstunden werden nicht aufgezwungen. Freiwillig länger zu bleiben, steht auf der Tagesordnung. Arbeitszeiten werden selbst eingeteilt. Firmenwagen, -Laptop und -Smartphone rücken in den Hintergrund und im Fokus stehen Hobbys, Sport und Teamspirit.

„Einen neuen Mercedes gefällig, Herr Schmitz?“ – „Nein danke, ich nehme lieber den 20 Jahre alten Bulli!“

Sie verlangen eine neue Arbeitswelt, sonst hoppen sie zum nächsten Job, getreu dem Motto: „Ich kann, also werde ich.“ Sind die Kinder einmal krank, wird von zu Hause gearbeitet. Ein Arbeitsplatz mit frischer Obstbar und gratis Wasser sind unausgesprochene Voraussetzungen. Das Ziel: anders sein, anders leben, anders arbeiten. Sie wollen konstant vorankommen und mit Freude bei der Arbeit sein. Man ist nicht mehr dazu bereit, das Leben für den Job zu opfern. Wie es die Definition der Flexibilität vorgibt, alles ist möglich, nichts bleibt, wie es ist, auch Flüsse fließen immer weiter. Die Y-er wissen es und leben danach.

Der Wunsch nach Balance im Leben

So sieht er aus, der neue Status Quo der Arbeitswelt. Chefs werden zu Freunden und Begriffe wie Fürsorge und Mitsprache treten in den Vordergrund. Es gibt flachere Hierarchien und mehr Freiräume, weniger Anweisungen und mehr Erklärungen. Schon die Hochschulabsolventen kämpfen nicht mehr um jeden Preis um die große Karriere. Der Nachwuchs stellt sich seinen eigenen beruflichen Erwartungen: sich nicht verbiegen lassen, „Life“ und „Work“ in Balance bringen. Die Arbeitsatmosphäre muss stimmen. Die Entscheidung, für den künftigen Arbeitsplatz umzuziehen, wird nicht leicht getroffen. Arbeiten und leben, wo Familie und Freunde sind – Regionalität, Lokalität und Heimat – sind Trends der Generation Y. Man will sich selbst verwirklichen und nicht mehr der Abteilungschef von 15 Mitarbeitern werden.

Um den Mitgliedern der Generation Y einen attraktiven Arbeitsplatz zu bieten und sie im Unternehmen zu halten, muss der Arbeitgeber etwas bieten: flexible Arbeitszeiten, Home-Office-Möglichkeit, freie Arbeitsplatzwahl, kostenlose Versorgung mit Getränken und vielleicht sogar ein betriebliches Sportangebot stehen auf der Wunschliste ganz oben. Eine Lücke im Lebenslauf war früher undenkbar, wird heute aber oft akzeptiert und mit einer Selbstfindungsphase verargumentiert. In den USA schon lange bekannt und auch hierzulande häufiger genutzt: ein „Sabbatical“ – ein Sabbatjahr, das eine einjährige berufliche Auszeit mit Einwilligung des Arbeitgebers bedeutet. Auch ein Zeichen für moderne und flexible Arbeitsmodelle.

Fazit

Oft mit Skepsis betrachtet, galten sie lange Zeit als verwöhnt und anspruchsvoll, als unpolitisch und bequem. Doch es sind Jahre ins Land gezogen und die Y-er sind jetzt erwachsen, haben Abi gemacht und studiert und vielleicht noch etwas anderes studiert. Sie haben gearbeitet, gefeiert und sind um die Welt gereist. Ob Befürworter oder Skeptiker, man muss sie nehmen wie sie ist – denn dafür steht sie, die Generation Y. Gibt man ihr Freiraum, kann sie in der Arbeitswelt vieles bewegen und manch alte Konventionen über Bord werfen. Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, ist sie in hohe Maßen leistungsbereit.

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