Organisation   15.11.2018

Mitarbeitermotivation – wie geht’s am besten?

Viele Führungskräfte denken bei dem Wort Mitarbeitermotivation sofort an Gehaltserhöhung, Partys und Geschenke. Doch sind dies gar nicht die wichtigsten Faktoren, um das Team zu motivieren. Was aber ist dafür nötig? Wir geben ein paar Tipps.

Natürlich wird sich kein Teammitglied gegen eine Gehaltserhöhung sträuben. Wenn jedoch das Betriebsklima, das Verhältnis zu den Vorgesetzten, die Kommunikationsstrukturen oder die Verteilung der Aufgaben nicht stimmen, dann nützt auch die schönste Gehaltserhöhung nichts. Das Team ist dennoch frustriert. Was also kannst du tun, um die Mitarbeitermotivation zu verbessern?

Mitarbeitermotivation

Mehr Mitarbeitermotivation kannst Du nicht nur durch Gehaltserhöhungen erreichen. Wir erklären Dir, was Du für Alternativen hast. (Bild © pexels.com)

Wie kannst Du die Mitarbeitermotivation verbessern?

  1. Nimm deine Angestellten mit ihren Kompetenzen ernst. Ermutige sie, dir Vorschläge zu unterbreiten und mit neuen Ideen zu dir zu kommen, egal, um welchen Bereich des Unternehmens es sich handelt.
  2. Beteilige deine Angestellten an bestimmten Entscheidungen, die alle betreffen. Mitspracherecht kann das Verantwortungsgefühl erhöhen.
  3. Nimm dir Zeit für deine Leute. Lerne sie kennen, sprich mit ihnen, nicht nur über Berufliches. Finde heraus, was sie interessiert und versuche, dich auf diesen Gebieten auf dem Laufenden zu halten. Wenn das nicht geht, dann frage nach, lass dir ihre Interessen erklären und zeige Interesse an ihnen. Wenn dein Team sehr groß ist, spricht nichts dagegen, dass du dir eine Liste anlegst mit ein paar Notizen über jedes Teammitglied. Wenn du einen Termin mit ihnen hast, kannst du dich anhand der Liste nochmal schlau machen.
  4. Lass diese Liste nicht von deiner Sekretärin erstellen. Jede Angestellte durchschaut solche Manöver sofort. Mach dir die Mühe, die Informationen selbst zu sammeln.
  5. Respektiere die Grenzen deiner Angestellten. Nicht jeder möchte, dass der Chef alles über sein Privatleben und den Inhalt seiner Schubladen weiß. Merke dir bei allen, wo ihre Grenzen sind.
  6. Habe ein offenes Ohr für alle, von der Putzfrau bis zu deiner Stellvertreterin. Keins ihrer Probleme, ob beruflich oder privat, sollte weniger wichtig sein als andere, denn schon kleinste Probleme können sich auf das Unternehmen auswirken.
  7. Wenn es Zwist innerhalb des Teams gibt, misch dich ein. Ungleichbehandlung, Lästern und Mobbing werden noch heute allzu häufig von Chefs übersehen.
  8. Gib allen Angestellten gleichermaßen das Gefühl, wichtig zu sein und gebraucht zu werden. Bevorzuge niemanden.
  9. Lass dein Team nicht nur im eigenen Saft schmoren. Gib ihnen auch mal neue, interessante Aufgaben, neue Herausforderungen.
  10. Lobe dein Team – aber nicht so, wie Du es vielleicht in irgendeiner Fortbildung gelernt hast, sondern ehrlich, mit deinen Worten, in deinem Stil. Wenn es allerdings dein Stil ist, zum Lob nur kurz zu knurren, solltest du dir doch noch ein bisschen mehr Mühe geben.
  11. Biete deinem Team ab und zu etwas Nettes an – das kann mal ein Frühstück für alle sein oder was Besonderes in der Kantine. Das kann aber auch ein Grillfest sein. Doch bedenke dabei, dass so etwas nicht jedermanns Sache ist, und bewerte es nicht negativ, wenn jemand zu so etwas keine Lust hat und nicht kommt.
  12. Kommuniziere. Viele Vorgesetzte bellen eine Anweisung in ihr Vorzimmer und lassen das Vorzimmer diese Anweisung weiterbellen. Das macht niemanden glücklich. Rede mit deinen Leuten.
  13. Aber quatsch nicht rum, sondern kommuniziere fair und konstruktiv. Haben sie etwas falsch gemacht, sage das. Haben sie etwas richtig gemacht, sage das erst recht. Lob ist eine besonders gute Motivationshilfe. Aber bleibe bei allem immer fair und konstruktiv.

Mitarbeitermotivation – auch die Arbeitsplatzgestaltung zählt

Eintöniges Büro-Beige an den Wänden. Unbequeme Stühle, zu niedrige Schreibtische und eine Teeküche, die zu eng ist, als dass sich zwei Personen gleichzeitig darin aufhalten könnten. Dazu Konferenzräume, die den Namen nicht verdienen, veraltete Hardware und Lärm in den Büros. Wo der Arbeitsort trist ist, behindert das die Entfaltung des Teams und schränkt jeden einzelnen ein. Um für Mitarbeitermotivation zu sorgen, kann auch ein Tapetenwechsel helfen: ob neue Technik, neue Möbel (vom ergonomischen Bürostuhl bis zur angenehmen Wandfarbe) oder Raum für Flexibilität – sorge dafür, dass Deine Mitarbeiter sich motiviert und vor allem wohl fühlen.

Fazit zur Mitarbeitermotivation

Du denkst jetzt vielleicht: „Was für ein Unfug – das kostet alles so viel Zeit! Wie soll ich das denn auch noch schaffen?“ Aber du musst das gar nicht alles auf einmal und von heute auf morgen schaffen. Je besser du allerdings mit deinem Team klarkommst, desto motivierter gehen sie an ihre Arbeit. Die Vorteile einer gut motivierten Mannschaft sind nicht zu unterschätzen. Und du kannst dir sicher sein, dass dein Team es bemerkt, wenn du dir ehrlich Mühe gibst, sie als Menschen ernst zu nehmen und auf menschliche Weise zu motivieren. Das Gute an diesem Weg ist, dass diese Art von Mitarbeitermotivation wesentlich längerfristiger wirken wird als eine Gehaltserhöhung oder ein teurer Kugelschreiber.

Verwandte Artikel

Das könnte dich auch interessieren

Organisation

Bewerbungsflut – Absagen schreiben oder alles in die Tonne …

Wer neue Mitarbeiter sucht, kennt das Problem, dass sich plötzlich ein großer Stapel Bewerbungen im Büro türmt. Auf eine einzige …
Organisation

Home Office: Nachteile beim Arbeiten von zu Hause

Mit der fortschreitenden Entwicklung der Digitalisierung hat sich auch die Arbeitswelt verändert. Das Arbeiten im Home Office hat sich in …
Gründung

Not-to-do Liste: Mitarbeiter vergraulen für Einsteiger

Gerade in Branchen, in denen Fachkräftemangel herrscht, ziehen guten Leute schnell weiter, wenn das Betriebsklima nicht stimmt. Wer bleibt – …

Privat: Billomat 60 Tage kostenlos testen

Mit der Anmeldung akzeptierst du die AGB.

Newsletter
Newsletter
Kontakt
Folge uns
Deine Einstellungen zu Cookies für diese Website:

Wähle selbst aus, welcher der nachfolgenden Cookies die Website verwenden darf. Du kannst diese Einstellungen jederzeit wieder über unsere Datenschutzbestimmungen ändern.

Ändere deine Cookie-Einstellungen mit dem Schieberegler:
Notwendig
Notwendig
Statistik
Statistik
Komfort
Komfort
Targeting
Targeting