Marketing   19.4.2018

Not-to-do-Liste Produktbeschreibungen: Das geht doch besser!

Schlecht geschrieben, miserabel übersetzt, voller abgedroschener Phrasen und unbelegbarer Superlative: Produktbeschreibungen können gräuslich sein. Mancher Produkttext schreckt sogar mögliche Kunden ab. Denn wer nicht schon weiß, wie das Produkt beschaffen ist, wird anhand der Beschreibung nicht schlauer. Eine gute Produktbeschreibung informiert, stellt den Nutzen heraus und weckt Interesse. Gute Texte, die die Produkte beschreiben, sind also das Ziel jedes Onlineshop-Betreibers. Auch jeder gedruckte Katalog bietet mehr als nur Fotos: Ein paar Zeilen pro Artikel, in denen Materialien angegeben und wesentliche Informationen vermittelt werden, sollten es schon sein. Niemand kauft gern die sprichwörtliche Katze im Sack. Gerade beim Online-Shopping, bei dem das „Anfassen“ und „in die Hand nehmen“ zum Vergleich von Geräten oder Textilien wegfällt, ist die Produktbeschreibung besonders wichtig.

Produktbeschreibungen

Ja, die Darstellung ist wirklich wichtig. Aber die Produktbeschreibungen in deinem Onlineshop dürfen nicht fehlen.

Not-to-do-Liste: Wie sollten Produktbeschreibungen nicht sein?

Wenn dein Online-Shop nicht so gut läuft, wie du erhofft hast, kann es auch daran liegen, dass Du Deine Produkte bildlich und textlich nicht gut dargestellt hast. Hast du womöglich die Punkte auf dieser Liste befolgt?

Textfail 1: Blabla Bla. Bla-Bla. Bla Blah, Bla Blup!

Viele Worte – nichts gesagt.  Lauter Geschwurbel, kein Inhalt. Mögliche Online-Shopper nehmen die Sprechblase wahr, erkennen ihre Sinnlosigkeit und kaufen woanders ein. Außer, du köderst sie mit Tiefpreisen und nimmst eine Menge Retouren in Kauf.

Textfail 2: Glückwunsch zum langweiligsten Produkt der Welt!

Ebenfalls nichtssagend und noch dazu wirklich langweilig sind Produktbeschreibungen, die nur wenige, vorhersehbare und öde Fakten auflisten. Diese sehr puristischen Texte sagen dir zum Beispiel, dass Toilettenpapier vornehmlich zum Hintern abwischen eingesetzt wird. Warum du dafür ausgerechnet eines kaufen solltest, das bunt bedruckt ist, erfährst du nicht.

Textfail 3: zu viel Information, keine Struktur

Du hast es gut gemeint und einfach alles reingeschrieben. Alles, was es irgendwo und -wie über das Produkt zu wissen gibt. Zum Beispiel bei technischen Geräten kommt da schonmal eine ganze Menge Text zusammen. Da steht nun also absolut jedes Detail und deine Kunden sind selbst schuld, wenn sie noch Fragen haben. Wer lesen kann, ist klar im Vorteil, denkst du und verweist bei jeder Kundenfrage ein wenig vorwurfsvoll auf die umfangreiche Produktbeschreibung. In dieser gehen leider häufig gefragte und gesuchte Fakten zwischen weniger interessanten Aspekten unter. Wer nur kurz überfliegt, findet weder die Eckdaten noch die Besonderheiten zum Produkt heraus. Es ist einfach zu viel Information. Mit etwas Struktur ließe sich da was machen, sogar so, dass zufriedene Kunden die ausführliche Produktinformation später bei der Bewertung lobend erwähnen.

Textfail 4: übertriebene Sprachbilder einsetzen

Storytelling ist an sich eine feine Sache. Dem Kunden eine hübsche Szene malen, in der er oder sie sich vorstellen kann, das Produkt zu nutzen. So eine Szene zeigt, wozu dieser Artikel gut sein kann, wie er den Alltag des Kunden verbessert oder dass es Spaß bringt, ihn zu besitzen. Doch oft dreschen Produkttexter schnell eine Phrase und fertig ist die Sache: „Mit diesem Seifenschale  wird ihr Gäste-WC zur Wellness-Oase für Freunde des gepflegten Händewaschens“. Ein Satz mit seifigem Abgang. Siehst du, wie sich Handwerker und Verwandte hier die Seife aus der Schale nehmen, sich die Hände waschen und dabei ein wohliges Seufzen von sich geben? Etwa nicht? Die überstrapazierte Wellness-Oase gehört schleunigst geschlossen, aus Textfail-Gründen. Vielleicht wäre es besser zu wissen, dass die Seifenschale leicht zu reinigen ist, die Seife gut trocknen kann und weder wegrutscht oder festklebt. Man kann es nämlich mit Sprachbildern auch ganz leicht übertreiben.

Textfail 5: an der Zielgruppe vorbei – wen spreche ich an?

Mancher hält es für Kompetenz, in Texten mit Fremdworten und Fachbegriffen um sich zu werfen. Doch es schreckt mögliche Kunden ab, denen diese Begriffe oder Formulierungen nicht geläufig sind. Die Frage, die du dir bei jedem Text, auch den Produkttexten, stellen musst, lautet also: Wem will ich eigentlich was verkaufen? Nur wer seine Zielgruppe kennt, kann auch die Produktbeschreibungen für diesen Personenkreis entwickeln. Verkaufst du z.B. Werkzeug ausschließlich an Handwerker, dann kannst du Fachbegriffe verwenden, die du bei einem Laien nicht unbedingt voraussetzen solltest. Deine Zielgruppe wertet den Einsatz einer Fachsprache hier sogar positiv, denn du lieferst die nötigen Fakten und grenzt deine Produkte von denen für Heimwerker ab. Du kennst Deine Zielgruppe noch nicht? Dann lies hier, wie Du Deine Buyer Persona herausfindest.

Textfail 6: Fehler aller Art – wie kann ich sie vermeiden?

Fehler passieren: Rechtschreibfehler, Zahlendreher, beim Korrigieren versehentlich verdrehte Grammatik, inhaltliche Fehler. Manche Fehler sind offensichtliche Irrtümer, andere sind für den Kunden nicht leicht oder gar nicht zu entdecken. Du willst nicht, dass dein Kunde deine Kompetenz oder die Produktqualität in Frage stellt. Das passiert aber, wenn zu viele Fehler auftreten oder die Produktbeschreibung versehentlich in die Irre führt. Fazit: Produkttexte korrekturlesen lassen und bei jeder Änderung am Produkt die Daten prüfen und anpassen.

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