Gründung   24.2.2019

Onlineshop eröffnen: Diese 12 Fehler solltest du vermeiden

Einen Onlineshop zu eröffnen ist aufregend. Am liebsten würdest du sofort loslegen und alles soll laufen. Aber Ärger brauchst du nicht. Daher ist es sinnvoll, sich vor Eröffnung eines Onlineshops oder vor einer Neugestaltung der Webseite Gedanken darüber zu machen, ob alles so passt, wie es geplant ist. Sind die Produktdarstellungen und Bestellprozesse kundenfreundlich eingerichtet? Ist rechtlich alles wasserfest?

12 Fehler, die beim Onlineshop eröffnen für Ärger sorgen

1. Kaum Produktinformation und wenig Bilder

Wie sollen deine Kunden sich denn über die Produkte informieren, wenn sie sie nicht anschauen und nichts darüber lesen können? Bei der Shop-Gestaltung ist es wichtig, darauf zu achten, dass alles leicht zu finden ist.

2. Produktinformationen und Bilder: Alles nur geklaut?

Fotos von Produkten sind ebenso wie die Beschreibungen der Produkte eine urheberrechtlich geschützte Leistung desjenigen, der sie erstellt. Wer sich Bilder und Warenbeschreibungen im Netz zusammensammelt, kann also deftig Ärger bekommen. Sonderlich klug sind kopierte Produktbeschreibungen auch aus anderen Gründen nicht: Einmal ist da das Wettbewerbsrecht und dann die Suchmaschinen. Die sehen einfach nicht gerne doppelt.

Online-Shop Eröffnung: 12 Fehler, die du vermeiden solltest

Onlineshop eröffnen: Auf den ersten Blick sieht es recht einfach aus. Es gehört aber weit mehr dazu, als nur ein paar Artikelbilder und Produktbeschreibungen. (©opolja – Fotolia)

3. Suchfunktionen und Navigation: ach, egal!

Nein, du kannst nicht einfach alle Produkte in deinen Shop einpflegen, ohne sie irgendwie zu sortieren! Sollen deine Kunden lange Listen durchsuchen? Das tun sie nicht. Bei der Konkurrenz gibt es einfach zu bedienende Suchfunktionen, eine logische Navigation und Cross-Selling-Angebote. Das sind Produkte, die zu den gerade angesehenen passen. Da ist Einkaufen einfach. Mach es deinen Kunden leicht, etwas zu finden statt zu suchen.

4. Wo stehen die Kontaktinformationen?

Das gilt auch für die Kontaktaufnahme. Wenn potenzielle Kunden etwas wissen wollen, müssen sie ganz schnell ein Kontaktformular, eine Telefonnummer und Geschäftszeiten finden können. Sonst wandern sie womöglich zur Konkurrenz ab.

5. Und das Impressum?

Auch das Impressum mit seinen Pflichtangaben muss sofort auffindbar sein. Das ist aus mehreren Gründen wichtig: Jeder Onlineshop braucht eine Anbieterkennzeichnung. Darin muss zum Beispiel die Anschrift des Betreibers mit vollem Namen, Umsatzsteuer-ID und Handelsregistereintrag zu finden sein. Allerdings hängen die Pflichtangaben von der Art deines Business ab, darüber musst du dich rechtzeitig informieren. Wenn mit dem Impressum etwas nicht stimmt, kann das ein Grund für Abmahnungen sein. Das kann dir auch passieren, wenn dein Impressum zwar okay, aber viel zu schwierig zu erreichen ist.

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6. Widerrufsrecht: gut informiert?

Auch da ist einiges zu beachten: Deine Kunden müssen schriftlich belehrt werden, unter welchen Bedingungen und innerhalb welcher Fristen sie von einem Kaufvertrag zurücktreten können. Hier liegen viele Fehlerquellen. Darum ist es sinnvoll, sich als Shop-Betreiber vorab gut beraten zu lassen, ob alle Formulierungen stimmen.

7. AGB: Fettnäpfe satt

Bei den AGB kann man viel falsch machen. Zum einen kann es sein, dass darin enthaltene Klauseln unzulässig sind. Es kann dir auch passieren, dass du die AGB falsch einbindest. Auch sie gehören zu den Kundeninformationen, die wie Impressum und Widerrufsbedingungen leicht zugänglich sein müssen. Der extra Hinweis auf die AGB darf also nie fehlen.

8. Bestellvorgänge: superverkomplikadissimoziertdatenabgreiferistisch?

Im Bestellvorgang hakt es. Änderungen sind kompliziert. Du willst zu viel wissen und zwingst die Kunden dazu, immer unbedingt ein Konto anzulegen. Wer kein Konto anlegen möchte, wird nicht dein Kunde. Wer sich nicht durch zig Seiten von Angaben arbeiten will, wird nicht dein Kunde. Und wer es unsinnig findet, dass du den Mädchennamen seines Hamsters wissen willst, wird auch nicht dein Kunde.

9. Lieferzeit und Versandkosten: Kunden wollen das vorher wissen

Plötzlich ist die Versandkostenpauschale doppelt angesetzt und der zweite Teil der Lieferung trifft erst nach 14 Tagen ein. War wohl nichts mit „sofort lieferbar“. So etwas verärgert Kunden. Es kann sogar ein Grund für Abmahnungen sein, wenn sich die Versandkosten nicht klar vorab ermitteln lassen.

10. Datenschutz ernst gemeint

Was wirst du mit den Kundendaten tun? Du darfst sie nicht einfach an Werbepartner weiter geben. Wenn du das vorhast, brauchst du eine Einwilligung. Deshalb ist es wichtig, die Datenschutzerklärung sorgfältig zu gestalten, für die Kunden leicht einsehbar zu halten und sie nochmal ausdrücklich darauf hinzuweisen.

11. Retourenabwicklung: alles easy?

Schade, wenn die Ware zurück kommt. Während du einerseits alles dafür tun solltest, um Retouren zu vermeiden, so ist es doch wichtig, sie für die Kundschaft leicht zu machen. Wer einmal unzufrieden mit deiner Ware war und sich dann noch über eine komplizierte Rückabwicklung geärgert hat, der kauft bei dir vermutlich nicht nochmal.

12. Garantie und Gewährleistung: alle Angaben gemacht?

Garantie und Gewährleistung sind zwei Paar Schuhe. Das eine ist eine Zusicherung des Herstellers, das andere ein Service des Handels. Die Gewährleistung ist gesetzlich geregelt. Du musst bescheid wissen, was das für dich bei den Produkten bedeutet, mit denen du handelst. Und du musst korrekte Informationen an deine Kunden weitergeben.

Alles klar? Dann steht deiner Online-Shop Eröffnung nichts mehr im Weg! Viel Erfolg!

 

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