Organisation   29.8.2019

Praktikumsbetrieb, wir? Entscheidung pro oder contra Praktikum

Ob in Werkstätten oder auf Baustellen, in Behörden oder Agenturen, irgendwann flattert sie ins Haus, die Bewerbung eines Schülers um ein Praktikum. In großen Firmen und im öffentlichen Dienst besteht meist eine Struktur für den Umgang mit solchen Bitten und die Umsetzung von Praktika. Für KMU dagegen gilt es immer wieder, die Entscheidung zu treffen: Nehmen wir einen Praktikanten auf oder nicht?

praktikum

Die wichtigste Frage, bei der Entscheidung pro oder contra Praktikum: Haben wir die Kapazitäten? Denn wenn diese nicht vorhanden sind, bringt das Praktikum weder dem Betrieb noch dem Schüler etwas. (Bild © unsplash.com)

Vielleicht bewirbt sich der Schüler selbst, vielleicht ruft ein Elternteil an. Geschäftspartner oder private Bekannte bitten darum, dem Sprössling einen Praktikumsplatz zu geben. Eltern greifen zum Hörer, wenn sich der Nachwuchs nicht traut, selbst anzurufen oder es ihm oder ihr gerade an Ideen mangelt, es aber langsam eilt mit dem Praktikumsplatz.

Sagt man nun Ja aus Gefälligkeit oder lässt man es lieber? Könnte man mit dem Praktikum herausfinden, ob der Schüler vielleicht ein oder zwei Jahre später in die engere Wahl für eine Lehrstelle kommen könnte? Praktika eignen sich hervorragend, um zu testen, ob eine Eignung für den Beruf da ist und ob die Chemie zwischen Nachwuchskraft und Belegschaft stimmt. Aber: Die Kapazitäten müssen vorhanden sein, um einen Praktikanten zu betreuen. Die eingesetzte Betreuungszeit verursacht dem Betrieb schließlich Kosten.

Praktikum: Ja oder Nein?

Bei der Entscheidung für oder gegen ein Praktikum, solltest Du deshalb die folgenden Fragen als Anhaltspunkt nehmen:

  1. Haben wir die Kapazitäten, einen Praktikanten/eine Praktikantin zu betreuen?
  2. Wollen wir das?
  3. Passt diese Praktikantin/dieser Praktikant zu uns?

Bevor der Schüler in den Betrieb kommt, sollte man sich immer Gedanken zum Ablauf und zur Aufgabenverteilung machen. Dass ein Mitarbeiter vor lauter Erklären und auf einen Schüler aufpassen, die eigene Arbeit nicht mehr schafft, wäre äußerst ärgerlich. Wesentlich ist eine Balance zu finden zwischen Dingen, die man mit dem Schüler gemeinsam macht und Dingen, die der Praktikant selbst und eigenständig erledigen kann.

Siehe auch: Achtung Praktikum: Wie betreut man ein Schulpraktikum?

Verwandte Artikel

Das könnte dich auch interessieren

Gründung

Existenzgründung mit Migrationshintergrund: Wo findest Du Beratung?

Wer hilft dir bei der Gründung – speziell wenn du einen Migrationshintergrund hast? In diesem Beitrag stellen wir dir einige …
bildungsteilzeit
Organisation

Bildungsteilzeit anbieten: an morgen denken

Ein Betrieb, der Bildungsteilzeit anbieten kann, bindet damit Weiterbildungswillige an die Firma. Das ist nicht der einzige Vorteil dieses Konzeptes. …
Organisation

Wie viel Urlaub steht deinen Mitarbeitern zu?

Wie viel Urlaub deinen Mitarbeitern zusteht, das ist Verhandlungssache: Das gesetzlich geregelte Minimum sind 24 Werktage pro Jahr. …

Privat: Billomat 60 Tage kostenlos testen

Mit der Anmeldung akzeptierst du die AGB.

Newsletter
Newsletter
Kontakt
Folge uns
Deine Einstellungen zu Cookies für diese Website:

Wähle selbst aus, welcher der nachfolgenden Cookies die Website verwenden darf. Du kannst diese Einstellungen jederzeit wieder über unsere Datenschutzbestimmungen ändern.

Ändere deine Cookie-Einstellungen mit dem Schieberegler:
Notwendig
Notwendig
Statistik
Statistik
Komfort
Komfort
Targeting
Targeting