Finanzen   27.9.2013

Rechnungen ins EU-Ausland: Pflicht zur Prüfung der Umsatzsteuer-ID

Im Beitrag über die Zusammenfassende Meldung und das Reverse-Charge-Verfahren haben wir verdeutlicht: Bei Rechnungen ins EU-Ausland ziehst nicht mehr du die Umsatzsteuer für den Kunden ein und führst sie ans Finanzamt ab (wie das bei Inlands-Rechnungen der Weg ist), sondern der Kunde selbst zahlt die Umsatzsteuer direkt an die Finanzbehörde seines Heimatstaates. Für den vorgesehenen Vorgang benötigst du die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer deines Kunden. Mehr noch: Du bist als Rechnungssteller sogar dazu verpflichtet zu prüfen, ob sie korrekt ist.

Du erinnerst dich an das Prinzip des Reverse-Charge-Verfahren: Damit ein Kunde im EU-Ausland die Umsatzsteuer, die er für deine Rechnungen bezahlen würde, nicht bei einer deutschen Finanzbehörde zurückholen muss (was europaweit zu einem unheimlich komplizierten Hin und Her führen würde), zahlt er sie der Einfachheit halber direkt in seinem Heimatstaat. Damit sichergestellt ist, dass er das wirklich tut, melden EU-Unternehmen ihre Rechnungen ins Ausland via Zusammenfassender Meldung, sodass europaweit eine entsprechende Datenmenge zum Abgleich entsteht.

Dabei ist vorgesehen, dass du als Rechnungssteller selbst dafür verantwortlich bist, dass alle Daten korrekt sind – auch die Umsatzsteuer-ID des Auslandskunden, die du für deine Meldung benötigst.

Im Zweifel kann es sonst passieren, dass du selbst für die Entrichtung der Umsatzsteuer an die entsprechende Finanzbehörde geradestehen musst! 

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Wie lässt sich die Gültigkeit der Umsatzsteuer-ID prüfen?

Falls du eine Rechnung ins EU-Ausland, zum Beispiel nach Frankreich, schreiben möchtest, musst du unbedingt nach Frankreich reisen, um … Nee, blöder Scherz, das musst du natürlich nicht. Die Gültigkeit von Umsatzsteuer-IDs lässt sich dankenswerterweise online prüfen. Schreibst du Rechnungen über Billomat, findest du eine Anbindung direkt im Bereich, in dem du die Stammdaten deiner Kunden anlegst, unter „Sonstiges“: Wenn du dort die Umsatzsteuer-ID des Unternehmens einträgst, findest du einen Button „überprüfen“ – mit einem Klick darauf zeigt dir Billomat direkt an, ob die angegebene Nummer existiert.

Screenshot der Eingabemaske des MwSt-Informationsaustauschsystems (MIAS) der Europäischen Kommission

Screenshot der Eingabemaske des MwSt-Informationsaustauschsystems (MIAS) der Europäischen Kommission

Eine andere Möglichkeit ist die direkte Abfrage über das MwSt-Informationsaustauschsystem (MIAS) der Europäischen Kommission, bei der du die Umsatzsteuer-ID mit Länderkürzel deines eigenen Unternehmens und deines Kunden eingibst. Die Überprüfung geschieht dann unmittelbar.

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