Recht   08.12.2017

Rechtliche Fallstricke für gewerbliche Blogger

Ein Blog ist eine Webseite, die der Betreiber – der Blogger – regelmäßig mit textlichen Inhalten füllt. Die Inhalte des Blogs zeigen sich auf der Webseite in chronologischer Reihenfolge. Seinen Ursprung hat der Blog in Texten, die in Tagebuchform im Internet veröffentlicht wurden. Seiner Entstehung verdankt der Blog auch seinen Namen. Aus dem Wort Weblog, das sich aus dem Wortteil Web für Internet und Log für Tagebuch zusammensetzt, wurde der Blog. Rechtliche Fallstricke für gewerbliche Blogger ergeben sich aus der Veröffentlichung eines Blogs.

Wann ist Dein Blog ein Gewerbe?

Inzwischen gibt es zahlreiche Blogs im Internet. Hinter vielen von ihnen stehen private Betreiber, die auf diese Weise ein für sie wichtiges Thema an die Öffentlichkeit tragen. Der Erfolg der Blogs hat dazu geführt, dass auch Unternehmer sie für ihr Marketing nutzen. Denn mit firmenspezifischen Blogs kann ein Unternehmen mit seinen Kunden in Kontakt treten, neue Kunden generieren und seine Produkte ausführlich dokumentieren und präsentieren.

Rechtliche Fallstricke für gewerbliche Blogger

Die Meinungsfreiheit und das Urheberrecht sind zwei grundlegende Rechte, die für die Arbeit als Blogger Geltung finden.

Darüber hinaus kannst Du mit einem Blog auch unmittelbar ein Einkommen generieren. Doch sobald Du über Deinen Blog einen Gewinn erzielst, oder auch nur die Absicht verfolgst, ein Einkommen zu erwirtschaften, betreibst Du ein Gewerbe. Spätestens jetzt musst Du Dich ausführlich über rechtliche Fallstricke für gewerbliche Blogger informieren.

Dein Recht als Blogger

Meinungsfreiheit

Als Blogger übst Du eine Tätigkeit im Bereich Journalismus und Redaktion aus. Der Gesetzgeber erachtet Deinen Blog als Presseerzeugnis. Damit gilt für Dich die Meinungs- und Pressefreiheit, die der Artikel 5 des Grundgesetzes garantiert. Zugleich musst Du aber auch darauf achten, dass Du mit Deinem Blog nicht die Grundrechte anderer verletzt. Häufig übersehene rechtliche Fallstricke für gewerbliche Blogger sind unter anderem die so genannten unzulässigen Meinungsäußerungen, die Verbreitung falscher Tatsachen oder gar Beleidigungen. Daher ist es wichtig, nur belegbare Äußerungen in einem neutralen Sprachstil zu veröffentlichen.

Urheberrecht

Als Verfasser Deiner Texte hast Du die Urheberrechte über Deine eigenen Texte. Niemand darf Deine Inhalte einfach kopieren und für sich selber nutzen. Wenn jemand Deine Texte verwenden will, dann muss er Dich um Erlaubnis fragen und die Reproduktionsrechte erwerben. Die Höhe für die Lizenz an Deinen Inhalten legst Du selbst fest.

Rechtliche Fallstricke für gewerbliche Blogger

Ein Blogger hat dieselben Pflichten, wie jeder Betreiber einer Webseite. Als prominente rechtliche Fallstricke für gewerbliche Blogger erweisen sich:

  • Impressum
  • Datenschutz
  • Urheberrecht
  • PlugIn

Impressum

Auch Dein Blog unterliegt dem deutschen Telemediengesetz. Der  Paragraph 5 regelt die Kriterien für ein vollständiges und gültiges Impressum. Rechtliche Fallstricke für gewerbliche Blogger lauern bereits bei der Auffindbarkeit des Impressums. Ein klar erkennbarer Link muss mit nur einem einzelnen Klick zu Deinem Impressum führen. Dein gültiges Impressum setzt sich zusammen aus:

Das wichtigste ist natürlich der Name und die Postanschrift. Aber das Impressum muss auch eine direkte Kontaktaufnahme entweder über Email, eine Telefonnummer oder über ein Kontaktformular ermöglichen. Als Gewerbetreibender musst Du Dich aufgrund der Steuergesetzgebung mit Deinen Steuernummern und gegebenenfalls mit der Handelsregisternummer ausweisen. Wenn Dich das Finanzamt als Kleinunternehmer anerkannt hat, dann solltest Du Deine Leser auch über die Befreiung von der Umsatzsteuerpflicht aufklären.

Datenschutz

Um nicht über rechtliche Fallstricke für gewerbliche Blogger hinsichtlich des Datenschutzes zu stolpern, musst Du eine Datenschutzerklärung gut sichtbar auf Deiner Seite positionieren. Diese musst Du entsprechend Deiner Bloginhalte formulieren.

Urheberrecht

Häufig übersehene rechtliche Fallstricke für gewerbliche Blogger stellen Bilder, Texte und Videos im Blog.  Denn die Nutzung von fremdem Bild-, Text- oder Videomaterial unterliegt dem Urheberrecht. Wenn Du fremdes Material benutzt, musst Du unbedingt eine Erlaubnis vom Urheber einholen und gegebenenfalls Lizenzgebühren hierfür bezahlen.

PlugIn

Nach deutschem Recht darfst Du auf Deinem Blog ausschließlich PlugIns einbauen, auf denen Deine Leser eine Anonymisierung aktivieren können. Dadurch bleibt die IP-Adresse des Nutzers anonym.

Weiterführende Links:

Diskussion

2 comments

  1. 18. Februar 2018 am 15:57

    Toller Blog Danke.

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