Marketing   15.7.2019

Relaunch der Website: In 8 Schritten runderneuert

Der Relaunch der Website steht an. Wer seit Jahren mit der bisherigen Website gearbeitet, Inhalte eingepflegt und eine Struktur aufgebaut hat, der steht jetzt vor einem Berg an Aufgaben. Ein Relaunch passiert – gerade bei umfangreichen Inhalten oder technisch aufwändigen Seiten – nicht nebenbei, da ist gutes Projektmanagement gefragt.

In 8 Schritten den Relaunch der Website umsetzen

Je nach Umfang und Alter der betroffenen Seiten, kann ein Relaunch sehr viel mehr Details umfassen als nur Strategieentwicklung, Planungs- und Umsetzungsphase. Außerdem musst du immer mit Schwierigkeiten rechnen. Die können technischer Art sein. Es läuft halt etwas mal nicht, wie es soll. Es kommt vor, dass Mitarbeiter erkranken, die wichtig für Content oder Koordination sind. Aber auch Abstimmungs- und Freigabeprozesse in größeren Firmen können zu Verzögerungen führen. Je größer das Unternehmen ist, umso wichtiger ist es daher, mit klaren Spielregeln zu arbeiten und vorab genau zu definieren, wer beim Relaunch mitbestimmen darf. Aber auch, wenn du nur einen kleinen Firmenblog auf eine neue Domain umziehen, moderner und hübscher machen willst, solltest du den Relaunch systematisch durchplanen.

Relaunch der Website: In 10 Schritten runderneuert (Teil 1)

Ein Websiten Relaunch kann zwar aufwendig sein, wird sich im Zweifelsfall in puncto Sichtbarkeit und Traffic aber lohnen.

1. Strategie entwickeln

Mit welcher Strategie du den Relaunch angehst, hängt von dem ab, was du erreichen willst. Und was du erreichen willst, stellst du fest, indem du die bisherigen Probleme analysierst. Dazu musst du den jetzigen Internetauftritt nochmal sehr gründlich betrachten, sowohl inhaltlich als auch was die Nutzerfreundlichkeit auf beiden Seiten angeht.

Gute Seiten, schlechte Seiten

Da ist einmal die Darstellung nach außen: Sind einzelne Bereiche besser besucht als andere und woran liegt es? Wo springen Kunden zu früh ab? Wie oft werden Bestellprozesse an welcher Stelle abgebrochen? Die Zahlen zeigen dir, wie die Usability der alten Website wirklich ist. Gut gemeint ist nämlich noch lange nicht immer auch gut gemacht. Manchmal hilft hier auch ein Blick zur Konkurrenz: Wie machen es die anderen?

Die andere Gruppe, die sich über Nutzerfreundlichkeit der Website freut, ist das Team in der Firma, das mit dem Internetauftritt arbeiten muss. Ist es schon jetzt ganz einfach, neue Artikel in den Katalog einzupflegen, neue Texte im Blog freizuschalten oder Bilder und Dokumente zu hinterlegen? Während man in manchen Systemen Bilder, Videos und Co. einfach hochlädt, ist bei anderen im Backend Handarbeit und Bastelstunde und das bei jedem Foto, jeder Überschrift, jeder Verlinkung. Das hängt vom Alter und vom Anbieter des Content Management Systems (CMS) ab. Eure internen Arbeitsprozesse mit der Website können durch einen Relaunch und neue Technik viel leichter werden.

Das neue Konzept ausarbeiten

Aus den Problemen und Vorzügen der bisherigen Website entstehen die Wünsche, was die Site nach dem Relaunch können und bieten soll. Die Problemanalyse kann zeigen, ob ein krasser Schnitt notwendig ist und alles neu muss oder ob es auch ein kontinuierlicher Relaunch tut. Können die bisherigen Inhalte beibehalten werden? Was fehlt inhaltlich oder in der Bildsprache? Wollt ihr mit dem Relaunch auch den Umzug auf eine neue Domain angehen? Dann gehört auch das mit auf die Wunschliste, aus der das neue Konzept entsteht.

Das Konzept ist die Basis für den Relaunch der Website. Je nachdem, wie viele Ziele gesteckt sind und wie umfangreich der Plan ist, ergeben sich daraus die Folgeschritte. Damit es reibungslos läuft, kommt es auf gute Planung, Zwischenziele und Durchhaltevermögen an.

Nachdem die Ziele festgelegt und das neue Konzept ausgearbeitet ist, kann die konkrete Umsetzung eingeleitet werden. Doch bevor es an die konkrete Umsetzung geht, fehlen noch einige Planungsschritte. 

2. realistische Ressourcenplanung

Ein Relaunch zieht Ressourcen. Wird der Relaunch intern durchgeführt, steht schon zu Beginn der Planung die Frage: Wie viel Arbeitszeit aus welchen Abteilungen ist wann nötig? Oder anders gefragt: Wie viel Zeit können die betroffenen Teammitglieder neben dem laufenden Geschäft in den Relaunch-Prozess einbringen? Könnt Ihr das überhaupt alleine stemmen oder braucht ihr externe Unterstützung?

Zur Ressourcenplanung gehört auch das Budget, das für den Relaunch zur Verfügung steht.

3. Zeitplan für den Relaunch der Website

Die Ressourcenplanung zeigt eigentlich oft schon, dass allzu ehrgeizige Zeitpläne kaum Erfolg versprechen. Eine Website relaunchen geht nicht mal eben übers Wochenende. Vom Kauf einer neuen Domain bis zum Umzug der letzten Inhalte können Monate vergehen. Es hängt vom geplanten Umfang und der einsetzbaren Arbeitszeit ab. Ein Projektfahrplan hilft, die Zwischenziele abzustecken und später auch einzuhalten. Das kann durchaus auch einfach nur eine Checkliste sein, in der steht, wer was bis wann erledigen soll.

Zum realistischen und praktikablen Zeitplan gehört auch, dass ihr festlegt, wann die neue Site online gehen soll. Es ist nicht ratsam, diesen Zeitpunkt der Veröffentlichung in eine Traffic-Spitze zu legen. Dann verwirrt eine veränderte Optik und Navigationsstruktur unter Umständen die Nutzer. Oder das eigene Team hat noch nicht genug Praxis mit der neuen Seite, wenn gerade viele Anfragen oder Bestellungen kommen. Also: Ein Osterhasen-Vermittlungsdienst plant keinen Umzug kurz vor Ostern.

4. Gerüstbau: die Informationsarchitektur

Die Navigationsstruktur ist das Gerüst, in das die Inhalte eingefügt werden. Es ist auch die Landkarte deiner Website. Nutzer bevorzugen es, jederzeit zu wissen, wo sie sich befinden. Das betrifft Bestellvorgänge, Warenkörbe, aber auch Rubriken eines Firmenblogs. Die Informationsarchitektur richtet sich danach, wie die zu vermittelnden Inhalte in passende Sinnzusammenhänge passen. Es steht aber genauso der User-Nutzen im Vordergrund.

Die Navigationsstruktur sollte stehen, bevor die Programmierung der neuen Seite startet. Dadurch kommt es im Laufe des Relaunchprozesses zu weniger spontanen Änderungswünschen, die für alle Zusatzarbeit bedeuten.

5. Das neue Design

Es ist wie im Leben: Gutes Aussehen ist nicht alles. Eine optisch beeindruckende, sehr moderne Seite kann für die Nutzer unpraktisch oder unübersichtlich sein. Wie bei der neuen Navigationsstruktur sollte auch beim Design die Nutzerfreundlichkeit eine bevorzugte Rolle spielen. Die Form folgt der Funktion: Ist klar, was die Seite bieten und wie sie strukturiert sein soll, dann ergeben sich daraus bereits viele Design-Entscheidungen.

Eine andere feststehende Größe ist ein bestehendes Corporate Design. Wie das Logo platziert wird oder welche Farben im Webdesign möglich sind, steht oft eigentlich schon im Styleguide der Firma.

Andererseits kann der Prozess vom Website relaunchen natürlich auch der Anlass sein, diesen Styleguide überhaupt erst zu erstellen oder doch nochmal ein neues Logo und neue Firmenfarben auszuwählen. Dann nochmal zurück auf „Ressourcenplanung“, denn dann ist der Relaunch mit Publikation der neuen Website nicht vorbei. Wer im Laufe des Relaunchprozesses, das gesamte Corporate Design auf den Kopf stellt, der braucht auch ein neues Logo, einen neuen Briefkopf, neue Vorlagen, neue Visitenkarten etc.

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In den letzten Schritten musst du noch die technische Umsetzung angehen und klären, was mit den Inhalten geschehen soll. Dann kann der Umzugswagen kommen.

6. Grundsatzfragen zu den Inhalten

Neue Texte schreiben oder die alten auf die neue Website mitnehmen: Die Entscheidung zu dieser Frage hängt davon ab, wie gut die alten Texte sind. Gut, auch im Sinne der Suchmaschine.  Welche Inhalte werden gefunden, welche nicht? Daraus ergibt sich, was bleiben darf, was fehlt und was definitiv ersetzt werden sollte. Welche Inhalte sollen dazu kommen? Wo müssen Texte in die Runderneuerung, wo braucht es komplett neue? Sind die SEO-Kriterien, die ihr bei älteren Texten angelegt hattet, heute noch aktuell?

Wichtig ist, erstmal die alten Inhalte, auch Bilder, Grafiken, Videos und PDFs zu sichern, damit während der Umstrukturierung nichts verloren geht, das ihr doch noch braucht. Klingt trivial, aber lieber doppelt speichern, als auf alten Festplatten und USB-Sticks nach Bildern und Dateien zu suchen.

Da das Gerüst, die Navigationsstruktur ja bereits steht, kann nun die Arbeit an den Texten parallel zur Programmierung der neuen Website stattfinden. Das betrifft auch alle anderen Inhalte, die neu erstellt werden: Videos, Fotos, Grafiken. Inhalte entstehen zeitgleich mit der Programmierung: Das spart für das Gesamtprojekt Zeit, denn beides ist im idealen Fall gleichzeitig fertig.

7. Technik: Mach, dass es funktioniert!

Website-Baukasten, neues CMS, ein vorgegebenes Theme anpassen oder ein eigenes Template programmieren lassen? Nach dem Relaunch muss die Website technisch einwandfrei laufen, sich auf allen Endgeräten schnell aufbauen, also responsive sein.

Für die Technik sind also schon früh im Relaunch-Prozess einige Entscheidungen zu treffen.

8. Relaunch fertigstellen: den Umzugswagen auspacken

Dann müssen noch die Inhalte in die neue Website ein- oder umziehen. Das kann Schritt für Schritt mit immer den Seiten geschehen, die schon fertig und durch alle Freigabeprozesse gelaufen sind. Oder die neue Website geht erst online, wenn sie komplett ist. Beides können sinnvolle Strategien sein.

In jedem Fall müssen die Nutzer der alten Website, die neue finden. Solltet ihr auf eine neue Domain umziehen und dabei die Navigationsstruktur verändern, dann braucht jede einzelne Seite eine Umleitung, die zu den gesuchten Inhalten führt.

Außerdem muss als allerletzter Schritt des Relaunchprozesses natürlich noch öffentlich gemacht werden, dass ihr eine neue Website habt. Das bedeutet nicht unbedingt eine Pressemitteilung aber in jedem Fall Postings für all eure Social Media Kanäle. Auch in den Newsletter gehört diese Information als firmeninterne Nachricht. Schließlich soll auf der neuen Website doch bald viel mehr Traffic laufen als auf euren bisherigen Seiten. So kann man den Relaunch fertigstellen.

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