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Selbstständig in der Gastronomie: Eine Kneipe eröffnen

Wer nichts wird, wird Wirt. Diesen dummen alten Spruch vergisst du am besten sofort: Er stimmt nicht. Genau wie nicht der dümmste Bauer die dicksten Kartoffeln erntet, gehört zum Erfolg in der Gastronomie eine Menge Know-how, Köpfchen und Engagement. Eine Kneipe eröffnen und erfolgreich führen: dazu sind einige Voraussetzungen zu erfüllen.

Eine Kneipe eröffnen: wie geht man das am besten an?

Wenn du eine Kneipe eröffnen möchtest, geht das nicht von heute auf morgen. Du musst nicht nur die geeignete Immobilie an einem guten Standort finden, sondern eine Menge andere Auflagen erfüllen: Ein echter Hürdenlauf!

Selbstständig in der Gastronomie: eine Kneipe eröffnen
Der Traum vieler Trinkfreudiger: Eine eigene Kneipe! Doch dazu gehört mehr, als ein Pils vom Weizen zu unterscheiden.

Erste Hürde: Businessplan – rechnet sich das überhaupt?

Eine Kneipe ist für dich als Unternehmerin oder Wirt kein Schnäppchen: Du wirst Pacht bezahlen müssen und hast Personalkosten, Heiz- und Nebenkosten. Du brauchst eine Kneipeneinrichtung, Zapfanlagen und natürlich Ware für die du einen oder mehrere Lieferanten finden musst. Dann kommen allgemeine Betriebskosten hinzu, Steuern und Abgaben und womöglich ein Kredit, den du abzahlen musst. Das bedeutet: Du investierst tüchtig, bevor du auch nur das erste Bier zapfen kannst. Also ist die erste Hürde auf dem Weg zur eigenen Kneipe ein solider Businessplan. Gerade für die Gastronomie gibt es zum Beispiel bei der IHK spezielle Kurse, um die Kalkulationsgrundlagen zu lernen.

Zweite Hürde: Konzession

Dann kann nicht jeder wo er will einfach so eine Kneipe eröffnen. Du brauchst eine Konzession und eine Schanklizenz. Das Ordnungsamt, bzw. die Behörde, die in deiner Stadt auch für den Gewerbeschein zuständig ist, kann dir bei der Konzession weiterhelfen. Die Schanklizenz stellt das Gewerbeamt aus. An beiden Stellen wirst du eine ganze Reihe von Dokumenten vorlegen müssen. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Ein polizeiliches Führungszeugnis.
  • Der Nachweis, dass du an einem Lehrgang für Hygiene teilgenommen hast (Anbieter sind z.B. das Gesundheitsamt oder die IHK).
  • Ein Gesundheitspass vom Gesundheitsamt.
  • Eine Unbedenklichkeitsbescheinigung vom Finanzamt oder der Stadtverwaltung.
  • Eine Option auf einen Pachtvertrag bzw. den Pachtvertrag. Die Räumlichkeiten, in denen du die Kneipe eröffnen möchtest, sollten allen Auflagen entsprechen. Sanitäre Anlagen, Belüftung, Notausgänge etc. – ob alles stimmt, prüft das Bauamt.

Damit ist der Papierkram aber noch nicht beendet.  Du musst dich um die Anmeldung bei der Berufsgenossenschaft kümmern, GEMA-Gebühren zahlen, falls in deiner Kneipe Musik laufen soll und deine Aushilfen und Mitarbeiter musst du beim Finanzamt und den Sozialversicherungen anmelden.

Dritte Hürde: Wo bleiben die Gäste?

Hürde Nummer drei ist dann, den Laden zum Laufen zu kriegen. Wer gut geplant und einen attraktiven Standort für die Kneipe gefunden hat, der kann zu Anfang mit neugieriger Laufkundschaft rechnen. Aber wie schaffst du es, Gäste in abgelegenere Lagen zu locken oder auf Dauer zu Stammgästen zu machen? Jetzt zeigt sich, ob dein Konzept trägt und wie gut du in Sachen Marketing bist.

Eine Kneipe zu eröffnen ist keine leichte Aufgabe. Dazu kommen die Arbeitszeiten, die oft überhaupt nicht zu dem Rhythmus passen, in dem Freunde und Familie leben. Der Schritt will gut überlegt sein.

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