Gründung   04.9.2018

Selbstständig machen als Kosmetikerin – was musst du beachten?

Selbstständig machen als Kosmetikerin? Gute Idee! Wenn du weißt, wie man Menschen schöner auf die Straße zurückschicken kann: Wir haben Tipps für dich, was du beachten solltest, damit deiner Gründung als selbstständige Kosmetikerin nichts mehr im Weg steht!

    1. Was sind die Voraussetzungen?
    2. Wie hoch ist der Verdienst einer Kosmetikerin?
    3. Wie weist du deine Qualifikation nach?
    4. Nicht vergessen: die Anmeldung des Gewerbes
    5. Spezialisierung als selbstständige Kosmetikerin
    6. Vertragliche Verpflichtungen? Eine Abwägungssache!
    7. Mobile Kosmetik versus Kosmetikstudio
    8. Das musst du kennen: die Rahmenhygienepläne
selbstständig machen als Kosmetikerin

Du wolltest dich schon immer selbstständig machen als Kosmetikerin? Kein Problem – Wenn du bereits die 3-Jährige Ausbildung in der Tasche hast. (Bild © unsplash.com)

Selbstständig machen als Kosmetikerin: Was sind die Voraussetzungen?

Das Know-how für Gesichtsbehandlungen und kaufmännisches Wissen: Das brauchst du, um als Kosmetikerin selbstständig arbeiten zu können. Ersteres ist wichtig, um deine Kundinnen und Kunden glücklich zu machen. Zweiteres ist entscheidend, um vernünftige Preise zu kalkulieren. Denn du willst nicht nur Kundinnenhaut perfekt behandeln, sondern auch ein gutes Einkommen haben. Stimmt doch, oder?

Einkommensaussichten: Wie hoch ist der Verdienst einer Kosmetikerin?

Kosmetikerinnen, die in einer Festanstellung arbeiten, erzielen je nach Standort einen recht unterschiedlichen Verdienst. Der Durchschnitt gibt in etwa vor, mit welchem Verdienst Kosmetikerinnen in Deutschland rechnen können. Er liegt bei rund 1.900 Euro pro Monat. In der Selbstständigkeit können die Einkommensmöglichkeiten sehr individuell ausgestaltet sein. Doch das ist in der Realität von zahlreichen Faktoren abhängig, die du nicht immer beeinflussen kannst.

Dazu gehören Kriterien, wie zum Beispiel: 

  • Ausbildung
  • Berufserfahrung
  • Arbeitszeit
  • Kundenstamm
  • Geschäftslage
  • Alter

Wie in den meisten anderen Dienstleistungsbranchen auch ist das Durchhaltevermögen gefordert, um als selbstständige Kosmetikerin ein zuverlässiges Einkommen zu erzielen. 

Verdienst einer Kosmetikerin – Kosten überschlagen

Für dein Unternehmen als selbstständige Kosmetikerin ist es erforderlich, dass du im ersten Schritt einen guten Businessplan ausarbeitest. In diesem stellst du unter anderem deine zu erwartenden Umsätze den Ausgaben gegenüber. Diese laufenden monatlichen Ausgaben musst du berücksichtigen:

  • Krankenversicherung
  • Pflegeversicherung
  • Rentenversicherung
  • Solidaritätszuschlag
  • Miete
  • Betriebskosten
  • Werbemaßnahmen

Darüber hinaus hast du bei der Gründung – unabhängig davon, ob Du als mobile Kosmetikerin oder selbstständig von zuhause aus arbeitest – folgende einmalige Investitionen zu stemmen, bevor Du loslegen kannst:

  • Instrumente
  • Pflegeprodukte
  • Einrichtungsgegenstände

Um deine laufenden Fixkosten zu ermitteln, summierst du zunächst die monatlichen Ausgaben. Danach teilst du die einmaligen Ausgaben auf drei Jahre auf und teilst sie durch 36 Monate, um den monatlichen Absetzungswert zu errechnen. Die Summe aus laufende Fixkosten und Absetzungswert ergibt die monatliche Belastung, die durch deine Selbstständigkeit entsteht. 

Um zu ermitteln, wie hoch dein zu erwartender Verdienst als Kosmetikerin ausfallen wird, setzt du deinen Stundensatz fest. Diesen solltest du zumindest am Anfang der Selbstständigkeit im Mittelfeld der ortsüblichen Kosmetikerpreise ansiedeln. Dein Umsatz richtet sich danach aus, wie viele Kundentermine du haben wirst. Am Ende Deiner Kalkulation setzt du die zu erwartenden Kundentermine mit deinem Stundensatz den Ausgaben gegenüber.

Wie weist du deine Qualifikation nach?

Im Idealfall hast du bereits eine dreijährige Ausbildung zur Kosmetikerin hinter dich gebracht. Das sollte eigentlich Voraussetzung sein, um als Kosmetikerin selbstständig zu arbeiten. Darüber hinaus kannst du Nachweise zur Spezialistin erwerben: Der  und der  informieren dich über Möglichkeiten, dich als selbstständige Kosmetikerin weiterzubilden.

Nicht vergessen: die Anmeldung des Gewerbes

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Der erste Schritt zum selbstständig machen als Kosmetikerin: die Gewerbeanmeldung. Das geht ziemlich schnell, kostet nicht die Welt und ist ein erster Meilenstein deiner Selbstständigkeit. Bevor du den ersten Euro als selbstständige Kosmetikerin verdienst, ist der Gang zum Gewerbeamt notwendig. Ungefähr zwischen 10 und 65 Euro kostet dich dieser Schritt je nach Gemeinde. Ein richtig guter Lippenstift ist teurer!

Welche Möglichkeiten zur Spezialisierung als selbstständige Kosmetikerin gibt es?

Durch deine Ausbildung weißt du es natürlich längst: Als Kosmetikerin gibt es ein ganzes Bündel an Möglichkeiten zur Spezialisierung. Selbstverständlich kannst du gleich mehrere Schwerpunkte anbieten:

  • Haarentfernung
  • Aknebehandlung
  • Haut- und Körperpflege
  • Anti-Aging-Behandlung
  • Bio-Kosmetik
  • Hochzeits-Kosmetik

Das ist natürlich nur ein Ausschnitt deiner Möglichkeiten. Davon gibt es schließlich fast unendlich viele!

Vertragliche Verpflichtungen? Eine Abwägungssache!

Viele Kosmetiklinien bieten Abmachungen an: Du darfst sie genau dann vertreiben, wenn du dich exklusiv auf diese eine Marke einlässt. Das muss kein schlechtes Angebot sein: Vielleicht schwörst du seit deiner Spezialisierung ja auf eine bestimmte Marke. Prüfe die Vertragsbedingungen eines Geschäftspartners aber immer unbedingt genau. Im Zweifelsfall ist eine Beratung beim Anwalt eine gute Investition. Das kostet für eine oder zwei Beratungsstunden zwar vielleicht 200 bis 300 Euro. Aber das ist gut angelegtes Geld, bevor du unwissend einen Vertrag unterschreibst!

Willst du mobil oder stationär arbeiten? – Mobile Kosmetik versus Kosmetikstudio

Manche Kosmetikerinnen kommen ins Haus. Andere empfangen ihre Kundinnen und Kunden im eigenen Kosmetikstudio. Für welche Variante wirst du dich entscheiden? Klar: ein eigenes Studio bedeutet für Selbstständige hohe Fixkosten. Zum Beispiel für die Miete der Räumlichkeiten. Wird dein eigenes Kosmetikstudio so günstig liegen, dass auch Laufkundschaft zu dir kommt? Ohne die passenden Räume: Ist das mobile Arbeiten vielleicht die passende Alternative?

Die mobile Kosmetik ist eine sinnvolle Alternative zum eigenen Kosmetikstudio. Gerade wenn du mit deiner Selbstständigkeit erst am Anfang stehst, kann die Arbeit als mobile Kosmetikerin eine risikoarme Alternative zum Studio sein. Als mobile Kosmetikerin kannst du alle anfallenden Arbeiten wie Kundentermine, Büroorganisation und Werbemaßnahmen selbstständig von zuhause aus organisieren. Im mobilen Einsatz erarbeitest du dir einen soliden Kundenstamm, um erst im zweiten Schritt nach einigen Jahren der Selbstständigkeit ein eigenes Studio anzumieten. Die Erfahrungen als mobile Kosmetikerin stellen deine Kalkulation auf realistische Füße, bevor du die monatliche Belastung auf dich nimmst, die ein eigenes Kosmetikstudio mit sich bringt.

Das musst du kennen: die Rahmenhygienepläne

Vielleicht willst Du Dich selbstständig machen als Kosmetikerin und eröffnest dein eigenes Kosmetikstudio. Vielleicht bist du als mobile Kosmetikerin unterwegs zu deinen Kundinnen und Kunden. Egal, für welche Variante du dich entscheidest: Die Rahmenhygienepläne sind für dich wichtig. Hier findest Du ein Beispiel.

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