Gründung   07.7.2017

Selbstständig mit Onlineshop: 5 Tipps für Gründer im E-Commerce

Wenn du dich als Online-Händler selbstständig zu machen, stehen dir aufregende Zeiten bevor. Vielleicht gründest du ja das neue Amazon oder ziehst mit deinen Verkaufszahlen an Zalando vorbei! Aber auch mit einem soliden kleinen Online-Shop hast du Aussichten auf gute Erfolge. Selbstständig mit Onlineshop – das beduetet viel Arbeit. Was ist entscheidend für dich, wenn du einen Onlineshop eröffnen willst ?

Selbstständig mit Onlineshop: 5 Dinge auf die du achten musst

#1 Die Gewerbe-Anmeldung als selbstständiger Online-Händler

Wenn du künftig als Online-Händler deine Brötchen verdienst, musst du ein Gewerbe anmelden. Dafür meldest du dich bei dem Gewerbeamt deines Wohnortes und kannst die Anmeldung gegen eine geringe Gebühr mit relativ kleinem Aufwand hinter dich bringen. Das Gewerbeamt gibt deine Gewerbeanmeldung automatisch an die Industrie- und Handelskammer (IHK) weiter, die sich dann nach einiger Zeit bei dir melden wird. In den ersten zwei Jahren nach der Gründung ist die Pflichtmitgliedschaft in der IHK kostenfrei, solange deine Gewinne unter 25.000 Euro liegen. Wenn deine Gewinne auch nach diesen zwei Jahren noch unter 5.200 Euro liegen, musst du weiterhin keine Beiträge zahlen.

Wichtig: Du musst dein Gewerbe sofort anmelden, sobald du deinen Online-Shop mit der Absicht, Gewinne zu erzielen, startest. Selbstständige mit Onlineshop, die ihre Anmeldung hinauszögern, gehen ein hohes Risiko ein Ärger mit dem Finanzamt zu bekommen.

#2 Das Herzstück deines Unternehmens: der Online-Shop

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Ohne sich selbst sehr gut mit Programmierung und Webdesign auszukennen, ist der Aufbau des eigenen Online-Shops nur schwer möglich. Zwar gibt es kostenlose Shop-Systeme, die auch Laien mit etwas Geschick und Intuition einrichten können. Bei diesen kostenlosen Systemen stößt du aber schon bald an die Grenzen der Möglichkeiten. Bedenke schon bei der Gründung: Beim Shop-System zu sparen bedeutet Sparen am falschen Ende. Sobald dein Business wächst, werden Umstellung und Umzug auf eine professionellere Technik dich viel Geld, Ressourcen und Honorare für externe Techniker kosten. Lieber gleich vernünftig investieren!

Selbstständig mit Onlineshop

Selbstständig mit Onlineshop – Darauf musst du bei der Preisgestaltung achten.

#3 Die wichtigsten Vorgaben für deine Preisgestaltung

Als künftiger Online-Händler ist die Preisangabenverordnung für dich relevant. Ganz frei nach Lust und Laune kannst du die Waren in deinem Online-Shop nicht mit Preisen auszeichnen. Achtung, rund um Steuern im Onlineshop kann es schnell haarig werden. Die wichtigsten Regeln für deine Preisgestaltung haben wir für dich zusammengestellt:

  • Alle Händler, die sich nicht explizit nur an Geschäftskunden richten, müssen ihre Waren immer mit dem Bruttopreis auszeichnen, also inklusive Mehrwertsteuer.
  • Wenn du zunächst die Kleinunternehmerregelung in Anspuch nimmst, also keine Mehrwertsteuer einnimmst und abführen musst, müssen deine Waren auch komplett frei von Mehrwertsteuer angeboten werden.
  • Wenn du keine Mehrwertsteuer berechnest, weil du die Kleinunternehmerregelung gewählt hast, muss neben den Artikeln eine Formulierung verdeutlichen, dass es keine zusätzliche Mehrwertsteuer zu zahlen gibt. Verweise dort auf §19 UStG, nach dem laut Kleinunternehmergesetz keine Mehrwertsteuer fällig wird.
  • Als Online-Händler bist du verpflichtet, Angaben zu den Versandkosten – zu jedem einzelnen Artikel in deinem Online-Shop – zu machen.
  • Du kannst eine eigene Unterseite „Versandkosten“ in deinem Online-Shop einrichten, wo du alle Versandkosten explizit auflistest. Dann muss jeder Artikel in deinem Online-Shop mit dieser „Versandkosten“-Seite verlinkt werden.

#4 Die Widerrufsbelehrung nicht vergessen!

Ganz wichtig für dich als Online-Händler: Du musst an eine Widerrufsbelehrung denken. Deine Kunden haben das Recht, eine Ware innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen zurückzusenden. Darüber muss deine Widerrufsbelehrung sie informieren. Du kannst zum Beispiel eine eigene Seite in deinem Shop einplanen, um die Belehrung dort zu platzieren. Eine Vorlage für die korrekte Formulierung findest du beim Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.

#5 Großer Faux-pas – an den Produktfotos sparen

Ohne professionelle Produktfotos hat ein Online-Shop keinen Erfolg. An dieser Stelle darfst du genauso wenig sparen wie bei der Einrichtung deines Shop-Systems. Vielleicht hilft dir schon ein guter Fotografie-Kurs weiter, deine Produkte künftig selbst abzulichten. Sonst muss ein Profi ran.

Selbstständig mit Onlineshop zu sein, bedarf einer breiten fachlichen Ausrichtung. Zum Glück gibt es eine Vielzahl von hilfreichen Anwendungen wie Buchhaltungsprogramme für Onlineshops, Erklärvideos auf Youtube oder Foren, die dir beim Aufbau des Shops helfen.

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