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Wie Freiberufler und Selbstständige Sinnkrisen überstehen

Die Träume von der großen Freiheit, der Flexibilität und der tollen Umsatzzahlen sind ausgeträumt. Es geht nicht voran, wie du dachtest. Aufträge fehlen oder einzelne Kunden zahlen nicht. Privatleben und Arbeit sind ständig auf Kollisionskurs. Du kannst dir weder Urlaub noch die dringend nötige neue Waschmaschine leisten? Lauter solide Gründe, eine ausgewachsene Sinnkrise zu bekommen. Nur wie werden Freiberufler und Selbstständige Sinnkrisen ganz schnell wieder los?

Wie Freiberufler und Selbstständige Sinnkrisen überstehen: Die Hoffnung nicht verlieren

Jeder hängt mal durch. Fast alle kennen diese Phasen, in denen ihnen der Beruf keinen Spaß mehr macht oder man sich fragt, was das alles soll. Nur sind für Freiberufler und Selbstständige Sinnkrisen besonders fatal: schließlich hängt an ihrer Selbstständigkeit die gesamte Existenz. Drum lauert unten in jedem Motivationsloch auch gleich die Existenzangst.

Wie Freiberufler und Selbstständige Sinnkrisen überstehen
Viele Freiberufler und Selbstständige kennen es: Sinnkrisen und Existenzängste bleiben leider selten fern. (Bild © unsplash.com)

Mancher reagiert damit, einfach wie der Hamster im Rad immer weiter zu strampeln und zu laufen. So entkommst du aber nicht dem Problem. Damit Selbstständige Sinnkrisen überwinden, sollten sie sich das Problem genauer betrachten. Gegen einige Auslöser einer solchen Krise lässt sich nämlich etwas tun.

Ausgebrannt oder urlaubsreif?

Du baust ein Geschäft auf. Weil du mit dem Ergebnis noch nicht zufrieden bist oder weil du jede neue Kundenanfrage gleich bedienen möchtest, arbeitest du und arbeitest und arbeitest. Dein letzter richtiger Urlaub – also mehr Auszeit als nur mal ein Wochenende am Baggersee – ist Jahre her. Du hast außerdem das Gefühl, dass alles, was du tust, immer zäher und anstrengender wird.

Bist du einfach nur urlaubsreif oder ist deine Sinnkrise ein Zeichen für ein Burnout?

Was kannst Du gegen die Sinnkrise tun?

Von jetzt auf gleich in Urlaub fahren oder wegen Krankheit zwei-drei Wochen ausfallen: für Selbstständige eher schwierig. Aber manchmal einfach nicht zu ändern. Vielleicht kannst du ja vorübergehend eine Vertretung organisieren. Bei schweren Erschöpfungszuständen können auch Selbstständige eine Reha-Maßnahme beantragen. Dafür ist entweder die gesetzliche Rentenversicherung – wenn du dort freiwillig einzahlst – dein Ansprechpartner oder deine Krankenkasse.

Das Problem hinter der Sinnkrise erkennen

Ist deine Sinnkrise kein Produkt einer Erschöpfung, sondern hat ihre Ursache anderswo, dann musst du die Gründe genau beleuchten und abstellen.

  • Sind deine Arbeitsabläufe schlecht geplant?
  • Verzettelst du dich oder brauchst du Unterstützung?

Dann kannst du deine Arbeitsstrukturen umgestalten und dir Unterstützung suchen. Kooperationen, Aushilfen, Softwarelösungen: Was erleichtert deine Arbeitsabläufe und lässt dir mehr Raum, um dich auf das Wesentliche im Job zu konzentrieren?

  • Hast du nicht die Kunden, die du haben möchtest? Falls ja: Wie kannst du das ändern?

Manchmal ist es richtig, sich auch von einem Kunden zu trennen, wenn die Chemie nicht stimmt oder die Aufträge nicht dem entsprechen, was du wirklich tun möchtest. Zeit für Akquise. Je mehr gute Kunden du hast, umso leichter ist es, auf den Umsatz mit den nicht so schönen Aufträgen zu verzichten.

Gescheitert? Der nächste Schritt heißt Neuanfang

Nicht jedes Unternehmen ist ein Erfolg. Manche Sinnkrise ist nur der Vorbote davon, dass es so wirklich nicht weitergehen kann. Dann mach dir erstmal klar: Scheitern ist kein Weltuntergang. Existenzängste haben durchaus ihre Berechtigung, denn aus jeder Schieflage kann im Grunde eine Insolvenz werden. Aber zum einen kannst du dein Geschäft mit offenen Augen führen und durch sachliche Betrachtung der Zahlen vorbeugen. Zum anderen merkst du dadurch, wenn es Zeit ist, Pläne zu ändern oder eine Geschäftsidee aufzugeben, bevor es dramatisch wird. Aus jedem Scheitern entsteht immer auch ein Erkenntnisgewinn.

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