Organisation   29.8.2019

Selbstzweifel? Was man dagegen tun kann – 6 Tipps

Gerade Einzelunternehmer und Freiberufler plagen oft Selbstzweifel. Hat man die richtige Branche gewählt? Ist man überhaupt qualifiziert genug, um seine Dienstleistung oder Produkte anzubieten? Hat man genügend Fähigkeiten, Ausdauer und Willen, um diese Selbstständigkeit bis zum Ruhestand durchzuhalten?

Solche Selbstzweifel kommen nicht erst, wenn gerade eine Flaute herrscht, aber dann besonders gerne und mit aller Macht. Insbesondere Frauen sind davon überproportional häufig betroffen. Egal, wie häufig man sich vornimmt, gelassen zu bleiben – die Selbstzweifel werfen einen dann doch immer wieder um Längen zurück.

selbstzweifel

Die Zeit des Selbstzweifels ist immer eine gute Zeit, Dir darüber klarzuwerden, wer Du bist, was Du kannst und wohin Du wirklich willst. Denn je klarer und präsenter Dir diese Dinge sind, desto gestärkter kannst Du wieder an die Arbeit gehen (Bild © unsplash.com).

Gar keine Selbstzweifel zu haben, kann zu Selbstüberschätzung und Gefährdung des Unternehmens führen. Aber dass sie immer und immer wiederkehren, ist auch nicht sehr hilfreich. Was also kann man endlich mal dauerhaft gegen diese Zweifel tun?

Was man gegen Selbstzweifel tun kann

  1. Abwarten und Tee trinken? Nein!
    Wir neigen dazu, solche Sorgen im Alltagsgeschäft schnell beiseite zu schieben und vergessen zu wollen. Die Stimme nervt weiter im Hinterkopf, aber wir dämpfen sie mit einem schnellen Besuch bei Facebook, einem Anruf beim Kollegen und ähnlichen Ablenkungen, und schon wird sie leiser. Insgeheim hoffen wir, die Selbstzweifel werden sich schon irgendwann von selbst verflüchtigen. Doch kann das kontraproduktiv sein – denn sie haben die dumme Angewohnheit, jedes Mal noch lauter, noch stärker zurückzukommen. Bis wir wie gelähmt dasitzen und nicht mehr wissen, wie wir aus der Misere rauskommen sollen. Deshalb:
  2. Welche Fähigkeiten und Qualifikationen bringst du mit?
    Du hast eine Ausbildung oder ein Studium hinter dir, du hast schon gejobbt oder eine feste Stelle gehabt – vielleicht hast du auch schon (zahlreiche) Fortbildungen gemacht. All dies befähigt dich zu bestimmten Leistungen. Eigentlich wissen wir das – aber wer von Selbstzweifeln geplagt wird, kehrt diese Dinge allzu schnell unter den Teppich. Dabei sind sie der Grundstock für den Erfolg! Schreib Dir deine Laufbahn ganz übersichtlich auf einen Zettel.
  3. Was zeichnet dich aus? Worin bist du besonders gut?
    Wir verlieren genauso oft aus den Augen, worin wir eigentlich gut sind. Manche Selbstständige sind hervorragend in der Akquise, andere in der Budgetplanung, und wieder andere sind ausgezeichnet im direkten Kundenkontakt. Wo sieht deine Kundschaft wohl deine Stärken? Worin, glaubst du selbst, bist du besonders gut? Schreib dir diese Dinge auf, und fokussiere dich auf deine Stärken, nicht auf deine Schwächen!
  4. Welche Ziele hattest du dir für deine Selbstständigkeit gesteckt?
    Nicht immer steht im Businessplan genau, welche Ziele du dir mal für deine Selbstständigkeit gesteckt hattest. Oftmals haben wir mit dem Alltagsgeschäft (und in Flautenzeiten mit dem Neuerfinden oder der verstärkten Akquise) so viel zu tun, dass wir diese Ziele schon lange aus den Augen verloren haben. Hol sie wieder hervor, und überprüfe sie auf ihre Tauglichkeit in der Realität. Passe sie den Gegebenheiten eventuell an – aber behalte Deine Ziele immer im Auge. Auch und gerade in schlechten Zeiten voller Selbstzweifel.
  5. Wo stehst du jetzt?
    Wer ein Unternehmen führt, wer selbstständig ist, denkt meist zuerst an die Arbeit, das Unternehmen, die Kundschaft, die hoffentlich schwarzen Zahlen unterm Strich. Dabei verlieren wir aber uns selbst oft aus dem Blick. Insbesondere, wenn die Selbstzweifel laut werden, ist das auch ein Zeichen dafür, dass du dringend prüfen solltest, wo du selbst stehst. Wie hast du dich verändert? Wer bist du heute? Bist du zufrieden oder sogar glücklich mit dir selbst und deiner selbst gewählten Arbeit? Fühlst du dich wie in einem Hamsterrad oder in einer Achterbahn? Hast du noch alle Fäden deines Lebens selbst in der Hand – auch die für dein Privatleben? Bist du ungefähr (oder genau) dort, wo du von Anfang an hin wolltest? Oder wolltest du eigentlich etwas ganz anderes? Darüber solltest du dir in gewissen Abständen immer wieder mal klar werden.
  6. Die kleine Zweifelmappe
    Wenn alles nichts hilft, dann könntest du die professionelle Unterstützung durch ein Coaching oder Selbstcoaching zu Hilfe nehmen, um die Selbstzweifel in den Griff zu bekommen. Aber vielleicht hilft es dir schon, dir eine kleine Mappe anzulegen mit guten Tipps und Artikeln, mit motivierenden Sprüchen, Bildern – und mit den Listen mit deinen Fähigkeiten, deinen Qualifikationen, deinen Stärken, deinen beruflichen und persönlichen Zielen.

Wichtig ist: die Zeit des Selbstzweifels ist immer eine gute Zeit, dich für eine kurze Zeit aus dem Alltag rauszunehmen und all diese Dinge in Ruhe zu überprüfen. Dir darüber klarzuwerden, wer du bist, was du kannst und wohin du wirklich willst. Denn je klarer und präsenter dir diese Dinge sind, desto gestärkter kannst du wieder an die Arbeit gehen, und desto leiser und seltener werden die Selbstzweifel.

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